Die deutschen Genossenschaftsbanken verzeichneten im Geschäftsjahr 2010 einen Mitgliederboom. Die Banken begrüßten rund 300.000 neue Mitglieder. Damit sind inzwischen 16,7 Millionen Menschen Eigentümer ihrer Bank.
Der Mitgliederboom bei den deutschen Genossenschaftsbanken geht mit wirtschaftlichem Erfolg einher. Die 1.138 Volksbanken und Raiffeisenbanken konnten im Geschäftsjahr 2010 zusammen mit den Sparda-Banken, PSD Banken und weiteren Genossenschaftsbanken ihren Jahresüberschuss vor Steuern um 27 Prozent steigern. "Das gute Ergebnis des Jahres 2010 zeugt von dem Vertrauen, das unsere Kunden in das genossenschaftliche Geschäftsmodell setzen", erklärt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) Uwe Fröhlich.
Der Erfolg der Kreditgenossenschaften ist nachhaltig. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts gründeten Franz Hermann Schulze-Delitzsch und Friedrich Wilhelm Raiffeisen unabhängig voneinander die ersten Kreditgenossenschaften. Das Genossenschaftsmodell zog aber auch noch im 20. und 21. Jahrhundert viele Menschen an: 1970 hatten die Volksbanken und Raiffeisenbanken 6.190.000 Mitglieder, im Jahr 2010 waren es schon 16.689.214.
Jedes Mitglied kann seine Bank mitgestalten. Es besitzt ein Stimmrecht in der Versammlung der Mitglieder bzw. bei der Vertreterwahl. Die Versammlung der Mitglieder stimmt beispielsweise darüber ab, wie der Gewinn verwendet wird und stellt den Jahresabschluss fest. Dabei sind alle Mitglieder gleichberechtigt. Denn jedes Mitglied hat genau eine Stimme, unabhängig davon, wie viele Geschäftsanteile es besitzt.
Weitere Informationen zur Mitgliedschaft bei den Volksbanken und Raiffeisenbanken finden Sie hier.