Ausbildungsplätze für Zuwanderer

Unbesetzte Lehrstellen dürfen an Migranten vergeben werden

5. November 2015

Viele Unternehmer hoffen, ihre freien Ausbildungsplätze mit jungen Zuwanderern besetzen zu können. Denn auch in diesem Jahr blieben zu Beginn des Ausbildungsjahres zahlreiche Stellen unbesetzt.

Voraussetzungen für den Beginn einer Ausbildung

Eine Ausbildung kann eine nachhaltige Einbindung in das Arbeitsleben sein und berufliche Perspektiven schaffen. Neben der Ausbildungseignung der Flüchtlinge und Zuwanderer sind jedoch viele bürokratische Hürden zu überwinden. Im Gegensatz zu Arbeitsmigranten, die eine feste Stelle suchen, werden Auszubildende allerdings leichter angestellt. Personen, die nur geduldet werden und keine Asylberechtigung haben, können nach dem Abschluss einer Berufsausbildung sogar eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten.

Voraussetzungen zur Vergabe von Ausbildungsplätzen

  • Schulische Berufsausbildungen sind für Asylsuchende und Geduldete rechtlich immer möglich und müssen nicht zusätzlich genehmigt werden.
  • Asylsuchende können betriebliche, also duale Berufsausbildungen ab dem vierten Monat und Geduldete ab der Erteilung der Duldung beginnen. Die Ausländerbehörde muss zustimmen.
  • Für den konkreten Ausbildungsplatz muss bei der Ausländerbehörde individuell eine Beschäftigungserlaubnis beantragt werden.

Assistierte Ausbildung

Für Betriebe, die trotz Fachkräfteknappheit keine Auszubildenden einstellen wollen, gibt es eine Lösung. Das Konzept der assistierten Ausbildung bietet Möglichkeiten, den betrieblichen Aufwand während der Ausbildung zu minimieren. Seit Mai 2015 können sich Unternehmen einen Bildungsträger als dritten Partner mit ins Boot holen. Die reguläre betriebliche Ausbildung soll so durch umfassende Unterstützungsangebote flankiert und die Betriebe gleichzeitig entlastet werden.

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