Studie "Mittelstand im Mittelpunkt"

Eigenkapitalausstattung der Unternehmen steigt weiter

18. Dezember 2015

Die Ergebnisse der Studie "Mittelstand im Mittelpunkt" des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, der DZ BANK und WGZ BANK können sich sehen lassen. Unter anderem wollen die Unternehmen weiter Personal einstellen.

Geschäftslage leicht getrübt

Obwohl der Mittelstand seine aktuelle Lage etwas schwächer einschätzt als im Frühjahr, ist er in diesem Herbst überaus zufrieden mit seinen Geschäften. So beurteilen 84 Prozent der 1.307 befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit sehr gut oder gut, während nur knapp 16 Prozent eine schlechte Bewertung abgeben. Besonders negativ ist die Einschätzung der Lage in der Agrarwirtschaft, die unter den Auswirkungen des russischen Embargos für Lebensmittel leidet. Auch der Metall-, Automobil- und Maschinenbau bewertet seine Geschäftslage vergleichsweise schwach.

Auslandsgeschäft hat große Bedeutung

Zu den nicht mehr ganz so guten Aussichten trägt auch die nachlassende Auslandsnachfrage bei. Das Auslandsgeschäft ist für mittelständische Unternehmen traditionell sehr wichtig. Allerdings haben Russland, Mittel- und Osteuropa sowie China an Bedeutung für den Mittelstand verloren, während das Interesse an Nordamerika zugenommen hat. Doch da die Aktivitäten im Ausland auf viele Länder verteilt sind, kann der deutsche Mittelstand regionale Schwächephasen gut überstehen.

Expansive Personalplanung

Jedes fünfte befragte Unternehmen möchte im nächsten halben Jahr Personal aufstocken. Besonders kleine und mittlere Unternehmen in der Elektroindustrie und im Dienstleistungsgewerbe haben in den letzten Monaten bereits Personal eingestellt. Allerdings kann der Fachkräftemangel die weitere Entwicklung des Mittelstandes behindern. Der derzeitige Kampf um gute Mitarbeiter wirkt sich auf die Lohnkosten aus, was neue Probleme produzieren könnte. Eine Hoffnung ist, dass mittel- bis längerfristig Einwanderer den Fachkräftemangel abschwächen.

Investitionsneigung nimmt ab

Angesichts der gesunkenen Geschäftserwartungen sind die mittelständischen Unternehmen nicht mehr ganz so investitionsfreudig wie im Frühjahr. Gleichwohl wollen deutlich mehr der befragten Mittelständler als in den letzten Jahren demnächst investieren. Die größten Investitionen planen neben dem Ernährungsgewerbe besonders die Chemieunternehmen. In der Landwirtschaft, im Handel, im Bau und im Dienstleistungsgewerbe sind es dagegen sehr viel weniger. Entsprechend gering ist nach wie vor der Finanzierungsbedarf der mittelständischen Unternehmen.

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