Flüchtlinge in die Firma integrieren

Interkulturelle Kompetenz im Betrieb

22. Dezember 2015

Wer Flüchtlinge als Azubi oder Mitarbeiter in die Firma integrieren will, muss das offene Gespräch suchen und bereit sein, Zeit in die neuen Angestellten zu investieren. So profitieren beide Seiten vom Arbeitsverhältnis.

Kulturelle Unterschiede ernst nehmen

Viele Mittelständler überlegen, ob sie unter den Flüchtlingen nach geeigneten Mitarbeitern suchen sollen. Angesichts des Fachkräftemangels ist dies eigentlich ein guter Ansatz, denn Flüchtlinge sind bereits im Land und müssen nicht erst angeworben werden. Doch wenn mehrere Kulturen auf der Arbeit zusammentreffen, kann es auch zu Missverständnissen kommen. Offenheit und Geduld helfen hier weiter.

Zeit für Kommunikation

Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen folgen oft unterschiedlichen Kommunikationsregeln. So kann es im Herkunftsland des neuen Mitarbeiters ganz üblich sein, mit Kollegen zunächst über Persönliches zu sprechen und sich zum Beispiel nach dem Befinden der Familie zu erkundigen. Fragen, die die Qualifikation oder berufliche Tätigkeiten betreffen, werden erst später gestellt. Diese Art der Kommunikation erfordert besonders anfangs eine gewisse Zeit, die sich die deutschen Mitarbeiter und auch der Chef jedoch nehmen sollten.

Eine persönliche Basis schafft Loyalität

In Deutschland begeben sich Arbeitgeber und -nehmer sofort in den Arbeitskontext und sprechen über die zu erledigenden Aufgaben. Da wirkt es oft unpassend, sich nach persönlichen Einzelheiten zu erkundigen. Doch die eine oder andere aufrichtige Frage nach den privaten Umständen oder dem Heimatland kann zum Türöffner werden. Eine offene Kommunikation beugt auch eventuellen Missverständnissen vor. Gelingt es, eine persönliche Basis zu schaffen, ist schon viel gewonnen. Die Dankbarkeit der neuen Mitarbeiter zeigt sich dann oft darin, dass sie ihrem Arbeitgeber gegenüber überdurchschnittlich loyal sind.

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