Frauenquote in Familienunternehmen

Durch Gründungen gelangen Frauen an die Spitze

26. März 2015

In großen Familienunternehmen sind mit einem Anteil von 7,5 Prozent mehr Frauen in den Vorstandsetagen zu finden als in großen managergeführten Unternehmen (4,9 Prozent). Zu diesem Ergebnis kam eine Untersuchung des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM).

Nur wenige Frauen schaffen es an die Spitze

Frauen sind fast automatisch in der Unternehmensführung, wenn sie zu den Gründern und damit zu den Eigentümern gehören. Etwas weniger aussichtsreich ist der Weg an die Spitze, wenn innerhalb der Familie Nachfolger gesucht werden. Die Chancen auf eine Top-Position stehen für Frauen am schlechtesten,  wenn sie nicht der Eigentümerfamilie angehören. Dies ist in Nicht-Familienunternehmen die übliche Ausgangslage.

Allein unter Männern

Insgesamt betrachtet findet sich gerade einmal in jedem siebten Großunternehmen eine weibliche Führungskraft in der Unternehmensspitze. Hat es eine Frau bis nach ganz oben geschafft, ist sie dort meist die einzige Vertreterin ihres Geschlechts: Lediglich in 1,3 Prozent der Großunternehmen sind zwei oder mehr Frauen im Top-Management aktiv.

Ambitionierte Zielvorgaben der Bundesregierung

Das IfM wertete für die Untersuchung "Frauen in der Unternehmensführung – Gelangen Frauen in Familienunternehmen häufiger in Top-Positionen?" die Daten von 6.575 großen Unternehmen aller Wirtschaftszweige aus. Diese würden mehrheitlich unter die Gesetzesinitiative der Bundesregierung fallen, die für börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen verpflichtende Zielvorgaben für den Anteil von Frauen am Vorstand, in den obersten Managementebenen und im Aufsichtsrat vorsieht.

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