Freie Lehrstellen bleiben oft unbesetzt

Angebot und Nachfrage passen nicht zueinander

9. Mai 2016

Unternehmen haben zunehmend Schwierigkeiten, ihre freien Lehrstellen zu besetzen. Obwohl Schulabgänger heutzutage mehr Auswahlmöglichkeiten haben, suchen viele Jugendliche vergeblich nach einem Ausbildungsplatz.

Handwerk sucht Nachwuchs

Im Handwerk blieben im Jahr 2015 knapp zehn Prozent und damit etwa 14.442 Lehrstellen unbesetzt. Besonders betroffen sind kleine Ausbildungsbetriebe. Nachwuchs ist hier Mangelware. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass Flüchtlinge die Ausbildungslücke verkleinern. Betriebe setzen aber auch auf schon länger in Deutschland lebende Migranten, die das System der dualen Ausbildung bisher noch nicht gut genug kennen. Erfreulich ist, dass die Zahl der Ausbildungsverträge im Handwerk entgegen dem allgemeinen Trend um 1,6 Prozent gestiegen ist.

Unternehmen und Ausbildungssuchende kommen oft nicht zusammen

Nicht alle Jugendlichen können die gute Situation am Arbeitsmarkt nutzen. Das Angebot an Ausbildungsplätzen und die Nachfrage danach passen häufig nicht zusammen. Diese Passungsprobleme stellen eine Herausforderung für Wirtschaft und Schulen dar. Jugendliche ohne Ausbildungsplatz werden dann von schulischen Übergangssystemen aufgefangen. Eine frühzeitige Berufsorientierung an den allgemeinbildenden Schulen soll mehr Jugendliche für eine duale Ausbildung begeistern und fit machen.

Weniger Ausbildungsverträge als im Vorjahr

Die demografische Entwicklung ist ein weiterer Grund für die steigende Zahl der offenen Ausbildungsplätze. Außerdem zieht es seit Jahren immer mehr junge Menschen an die Hochschulen. Sie wissen oft nicht, dass auch eine duale Ausbildung vielfältige Karrieremöglichkeiten bietet. Laut Bundesregierung haben rund 8.200 Betriebe die Ausbildung eingestellt – vermutlich weil sie wiederholt keine passenden Auszubildenden gefunden haben.

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