Freistellung für Flüchtlingshilfe

Ehrenamtlich tätige Arbeitnehmer werden nur im Ausnahmefall von ihrem Job freigestellt

13. November 2015

Tausende arbeiten ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Doch Arbeitnehmer, die ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Job vereinbaren wollen, haben es schwer. Nur in Ausnahmen ist eine Freistellung für die ehrenamtliche Tätigkeit möglich.

Freistellung vom Job nur im Sonderfall

Wollen Arbeitnehmer sich während der Arbeitszeit ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren, müssen sie sich meist freinehmen. Etwas anderes kann für Helfer des Technischen Hilfswerks, des Roten Kreuzes oder der Feuerwehr gelten. Diese können unter Umständen einen Anspruch auf Freistellung haben. Die Kommune muss in dem Fall einen Noteinsatz angeordnet haben. Wenn der Arbeitnehmer zu der Einsatztruppe gehört, hat er Anspruch auf den vollen Lohn. Der Arbeitgeber kann sich das Geld anschließend unter bestimmten Voraussetzungen vom Staat erstatten lassen.

Regeln für den Versicherungsschutz beachten

Wer in keiner Organisation oder Einsatztruppe Mitglied ist, aber trotzdem gerne helfen möchte, müsste beim Arbeitgeber Urlaub einreichen. Eine andere Möglichkeit ist eine unbezahlte Freistellung. Allerdings nur, wenn der Arbeitgeber einverstanden ist. Einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf eine unbezahlte Freistellung, sollten sie jedoch den Versicherungsschutz klären. Sonst steht der Beschäftigte im schlimmsten Fall zum Beispiel ohne ausreichenden Krankenversicherungsschutz da.

Ehrenamt von der Steuer absetzen

Auch wenn sich ehrenamtlich tätige Arbeitnehmer nur selten von der Arbeit freistellen lassen können, honoriert der Staat ihr Engagement finanziell. Nicht nur Geldspenden können in der Steuererklärung geltend gemacht werden, sondern auch die investierte Freizeit oder Sachleistungen wie zum Beispiel die gebrauchte Waschmaschine, die einer Flüchtlingsunterkunft geschenkt wurde.

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