GfK-Konsumklimastudie

Hohe Einkommenserwartung kurbelt Konsum in Deutschland an

13. September 2017

Laut der GfK-Konsumklimastudie für August steigt die Bereitschaft der Deutschen, ihr Geld für Anschaffungen und Genussartikel auszugeben. Das liegt vor allem an der Zuversicht vieler Beschäftigter, höhere Gehälter zu bekommen. Jedoch erhalten die Konjunkturaussichten einen Dämpfer.

Einkommenserwartung auf Rekordhoch

Die deutschen Arbeitnehmer sind positiv gestimmt. In den letzten fünf Monaten hat die Einkommenserwartung stetig zugenommen. Im August steigt sie erneut um 0,5 Zähler im Vergleich zum Vormonat auf insgesamt 61,4 Punkte. Damit hat sie eine neue Höchstmarke seit der Wiedervereinigung erreicht. Noch vor einem Jahr lag der Wert bei 58,4 Punkten. Grund dafür ist die gute Beschäftigungslage. Laut Statistischem Bundesamt waren im ersten Quartal 2017 rund 44,2 Millionen Menschen erwerbstätig. Das sind 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Konjunkturaussichten trüben Anschaffungsneigung nicht

Bezüglich der Konjunkturaussichten sind die Menschen in Deutschland weniger optimistisch. Sie sinken im Vergleich zum Juli um 14,2 auf 30,4 Punkte. Nichtsdestotrotz bleibt der Wert auf einem guten Niveau. Im August 2016 lag er knapp 22 Punkte darunter. Die Konsumfreude bleibt davon jedoch unberührt. Die gute Arbeitsmarktsituation führt dazu, dass die Deutschen bereitwillig ihr Geld ausgeben. Die Anschaffungsneigung steht im August bei einem Wert von 58,1 Punkten. Dies ist eine Steigerung um 3,3 Zähler gegenüber dem Vormonat.

Prognose: Konsumklima steigt weiter

Die GfK prognostiziert für September einen Anstieg des Konsumklimas von 10,8 auf 10,9 Punkte. Hier gab es seit Oktober 2001 keinen höheren Wert. Ob es so weiter geht, hängt von globalen Faktoren ab. Negative Auswirkungen können die zähen Brexit-Verhandlungen, internationale Krisen und Konflikte wie in Syrien oder Nordkorea, die Terrorgefahr in Europa sowie die unklare Politik der USA haben.

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