Deutlich weniger Insolvenzen in 2014

Sowohl Unternehmens- als auch Verbraucherpleiten seit Jahren rückläufig

23. Februar 2015

Im November 2014 gab es in Deutschland 1816 Insolvenzen von Unternehmen. Das sind 11 Prozent weniger als im November 2013 – so die neuesten Angaben zu Unternehmenspleiten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.

Im Handel die meisten Pleiten

Zuletzt hatte es im September 2014 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen gegeben. Damals waren es 3 Prozent mehr als im September des Vorjahres. Das war allerdings ein Ausreißer, denn in den Jahren zuvor gingen die Insolvenzen – wie im gesamten vergangenen Jahr – ebenfalls zurück. Die meisten Unternehmensinsolvenzen im November 2014 meldeten die Amtsgerichte mit 310 Fällen im Handel. 302 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Baugewerbes. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen haben 215 Firmen Insolvenz angemeldet.

Kleinstunternehmen eher gefährdet

Das Insolvenzgeschehen in Deutschland war 2014 geprägt von Kleinstinsolvenzen. In acht von zehn Fällen beschäftigten die betroffenen Unternehmen ähnlich wie im Vorjahr maximal fünf Mitarbeiter. Mittlere und größere Unternehmen konnten offenbar stärker von der guten Konjunkturlage der zurückliegenden Monate profitieren.

Rückgang der Verbraucherinsolvenzen

Zusätzlich zu den Unternehmensinsolvenzen wurden 7022 Insolvenzanträge von Verbrauchern gestellt. Dazu kommen noch ehemals selbstständig Tätige, die ein Regel- beziehungsweise Verbraucherinsolvenzverfahren durchlaufen (1642 Fälle) und natürliche zahlungsunfähige Personen als Gesellschafter (72 Fälle). Insgesamt gingen die Insolvenzanträge dieser Schuldner im Vergleich zum Vorjahresmonat (November) um 7 Prozent zurück.

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