Insolvenzentwicklung 2016

Weniger Pleiten, aber auch wenig Neuerungen

26. August 2016

Immer weniger Unternehmen in Deutschland müssen Insolvenz anmelden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln. Seit über zehn Jahren sinkt die Zahl der insolventen Firmen. Dieses Jahr werden wohl rund 22.000 deutsche Unternehmen zahlungsunfähig. Das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

Positiver Trend hält an

Seit 2003 ging die Zahl der Insolvenzen in Deutschland um 43 Prozent zurück. Der wichtigste Grund dafür war die gute wirtschaftliche Lage. Zudem sorgen die Unternehmen besser vor und statten ihre Firmen mit mehr Eigenkapital aus. Das macht sie weniger krisenanfällig.

Unterschiedliche Verteilung der Insolvenzen

Die meisten Insolvenzen pro 1.000 Unternehmen weist Nordrhein-Westfalen auf. Hier wurden in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich knapp zwölf Firmen zahlungsunfähig. Den geringsten Wert hat Baden-Württemberg mit 4,2 Insolvenzen. Für das Jahr 2016 kann man bundesweit mit einem Rückgang der Insolvenzen um 5 Prozent rechnen, denn die Wirtschaft soll um 1,6 Prozent wachsen und somit die Unternehmen stabilisieren.

Anzahl der Gründungen nicht zufriedenstellend

Die sinkende Zahl der Insolvenzen löst allerdings kein Gründungsfieber aus. Immer weniger Menschen wagen es, sich selbstständig zu machen. Im Jahr 2015 wurden nur circa 300.000 Firmen gegründet. Verglichen mit 2005 waren das 200.000 Firmen weniger. Innovative Produkte und Geschäftsideen sind also nicht unbedingt auf dem Vormarsch. Das ist für die Wirtschaft im Allgemeinen nicht förderlich.

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