Start-ups im Mittelstand

Kooperationen zwischen jungen und mittelständischen Unternehmen

16. November 2017

Durch Start-ups im Mittelstand entstehen neue Formen der Kooperation zwischen etablierten und jungen Unternehmen. Diese fördern den gegenseitigen Austausch sowie die Innovationskompetenz und steigern damit die Effizienz der Unternehmen.

Unternehmensübergreifend zusammenarbeiten

Start-ups im Mittelstand bedeuten Fortschritt: Dabei entstehen neue Netzwerke, die den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit fördern. Zudem eröffnen Start-ups neue Sichtweisen für etablierte mittelständische Unternehmen. Sie unterstützen Firmen zum Beispiel bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse und bei der Stärkung beziehungsweise beim Ausbau des Online-Vertriebs. Anhand innovativer Technologien können Produkte vorangetrieben und neue Märkte erschlossen werden. Bei der Unternehmenskooperation liegt der Mehrwert für Start-ups vermehrt im Wissens- und Erfahrungsaustausch mit bereits etablierten Mittelständlern. Zudem erhalten sie einen besseren Zugang zum Markt und zu weiteren Geschäftspartnern.

Skepsis bei älteren mittelständischen Unternehmen

Trotz der Chancen einer strategischen Partnerschaft mit Start-ups haben viele ältere Firmen in Deutschland noch Bedenken. Sie sehen die jungen Unternehmen mit innovativen und digitalen Geschäftsmodellen als Konkurrenz an. So fürchten Mittelständler häufig die Weitergabe von Know-how und internen Informationen an Start-ups. Aus der Studienreihe "Erfolgsfaktoren im Mittelstand" von Deloitte geht hervor, dass lediglich 20 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen mit Start-ups zusammenarbeiten. 50 Prozent der befragten Start-ups sind eine Kooperation mit anderen Mittelständlern eingegangen. Dennoch sieht ein Großteil der Befragten eine Partnerschaft – im Hinblick auf das eigene Kerngeschäft – als relevant an. Laut der Studie  verfolgen Start-ups mit 24 Prozent in erster Linie finanzielle Ziele, gefolgt von kundenorientierten Zielen. Bei den älteren mittelständischen Unternehmen liegen die kundenorientierten Ziele mit 18 Prozent jedoch auf Platz 1.

Kontakt zur Gründerszene

Start-ups sind häufig in Großstädten angesiedelt, während der Mittelstand meist in kleineren Orten beheimatet ist. Um diese Distanz zu überbrücken, kann die erste Kontaktaufnahme über Informationsportale für Start-ups und Investoren, Start-up-Initiativen oder Messen erfolgen. Weitere Gespräche sollten jedoch persönlich stattfinden, um die Chance einer Kooperation zu erhöhen. Dies belegen auch die Umfrageergebnisse von Deloitte. Drei Viertel der befragten jungen sowie mittelständischen Unternehmen schreiben dem persönlichen Kontakt für eine erfolgreiche Zusammenarbeit eine große Bedeutung zu.

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