Tipps für den Gewerbemietvertrag

Bei Gründung auf den Mietvertrag achten

03. März 2015

Wer ein Unternehmen gründet, braucht Geschäftsräume. Damit der Start in die Selbstständigkeit gelingt, muss der Mietvertrag einwandfrei sein. Dabei gilt: erst lesen, dann unterschreiben.

Aufschub des Mietbeginns

Bei Übernahme eines Gewerbes müssen unter Umständen verschiedene Befähigungen nachgewiesen werden. In Gaststätten sind das zum Beispiel Kenntnisse über Hygiene oder Baurecht. Stellt sich nach dem Abschluss des Mietvertrages heraus, dass obligatorische Lehrgänge noch nicht nachgewiesen werden können, kann sich der Start des Unternehmens verschieben. Hier hilft die Klausel einer aufschiebenden Bedingung. Damit tritt der Mietvertrag erst in Kraft, wenn die Nachweise komplett sind.

Moderate Mietsteigerungen

Der Gesetzgeber definiert bei gewerblichen Immobilien nicht, wann die Miete erhöht werden darf – wie etwa bei privatem Wohnraum. Gegen existenzbedrohende Steigerungen helfen Staffelmietvereinbarungen oder Gleitklauseln. Damit passt sich die Miete der allgemeinen Kaufkraft an.

Kurze Kündigungsfrist

Ist der Mietvertrag für Büro- oder Gewerberäume nicht schriftlich fixiert, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist zum Ende eines Jahres. Zeigt sich jedoch, dass die Geschäftsidee nicht trägt, wird es für den Unternehmensgründer sehr teuer. Besser ist es, schriftlich eine kürzere Kündigungsfrist zu vereinbaren.

Auswege vorhanden

Verträge können befristet, aufgehoben oder angefochten werden. Eine Anfechtung ist zum Beispiel möglich, wenn die Vertragspartner die Inhalte vollkommen unterschiedlich verstanden haben. Also: Nur Mut zur Gründung!