Wohnungssuche zum Semesterbeginn

So finden Studenten eine Wohnung

17. Juli 2018

Die Zusage für den Studienplatz liegt endlich im Briefkasten. Im nächsten Schritt gehen viele Erstsemester auf Wohnungssuche. Dabei sind sie alles andere als allein: Gerade zu Semesterbeginn sind Zimmer und Wohnungen rar, weil alle gleichzeitig suchen. Mit diesen Tipps erhöhen sich die Chancen, dass Sie eine passende Bleibe finden.

Einzelapartment oder Wohngemeinschaft – eine Frage des Typs

Die Wohnungssuche ist anstrengend. Deshalb ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld zu fragen, welche Wohnform überhaupt in Frage kommt, um sich bei der Suche darauf zu konzentrieren. Oftmals ist es eine Typ-Frage: Viele lieben den Trubel und sind deshalb in einer Wohngemeinschaft (WG) gut aufgehoben. Es kann hier allerdings passieren, dass die Freundschaften hart auf die Probe gestellt werden, wenn sich zum Beispiel das dreckige Geschirr in der Küche stapelt oder sich Mitbewohner nicht an die WG-Regeln halten. Daher ist es legitim, schon beim Besichtigungstermin zu fragen, wie sich die Gemeinschaft definiert: Handelt es sich nur um eine Zweck-WG oder werden auch gemeinsame Aktivitäten erwartet? Wer nicht gerne das Bad teilt und es eher ruhig mag, zieht besser in ein Einzelapartment. Dieses ist allerdings meist teurer. Daher müssen neben der Typ-Frage auch die finanziellen Mittel in die Entscheidung einfließen.

Wohnheim: die günstige Alternative

Studentenwohnheime werden vom Studentenwerk oder von anderen Trägern betrieben. Sie bieten eine günstige Alternative zu WG-Zimmern und Apartments. Wohnheimplätze sind jedoch sehr gefragt. Tipp: Beantragen Sie zeitgleich mit der Bewerbung für einen Studiengang auch den Wohnheimplatz. So erhöhen Sie die Chancen, zum Studienstart ein Zimmer zu bekommen. Holen Sie vorher konkrete Informationen ein, denn die Ausstattung ist von Heim zu Heim unterschiedlich. Es gibt Gemeinschaftsküchen und -bäder, Einzelzimmer mit Kochnische oder WGs, denen die Mitbewohner zugewiesen werden. Konfessionelle Träger oder Vereine erwarten teilweise Engagement für die Gemeinschaft oder Hilfe bei der studentischen Mitverwaltung des Wohnheims.

Wo wohnen?

Neben dem Mietpreis ist die Lage oder Anbindung zur Universität ein wichtiges Kriterium. Ruhesuchende sind neben der Partymeile nicht gut aufgehoben – Nachtschwärmer vielleicht schon. Als Alternative lohnt sich der Blick in die gesamte Region. In der Regel sind die Mietpreise in der Umgebung niedriger und die Wohnsituation ist weniger angespannt. Viele Orte haben eine gute Verkehrsanbindung an die Universitätsstädte, sodass der Weg zu den Vorlesungen nicht allzu zeitraubend ist. Bringen Sie in Erfahrung, wie weit ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr reicht, um die Preisersparnis im Umland nicht mit Fahrkarten auszuhebeln.

Elternbürgschaft und Kaution

Einige Vermieter verlangen von Studenten eine Bürgschaft der Eltern als Sicherheit. Damit bestätigen diese, dass sie für die Miete aufkommen, wenn ihr Kind sie nicht begleicht. Zudem wird, wie bei den meisten Mietwohnungen, eine Kaution fällig. Diese darf maximal das Dreifache der Monatskaltmiete betragen. Fehlt das nötige finanzielle Polster für die Kaution, kann eine Mietkautionsbürgschaft aushelfen. Es muss dann keine Kaution beim Vermieter hinterlegt werden.

Finanzierung der Wohnung

Ist eine Unterkunft zu Semesterbeginn gefunden, muss diese finanziert werden. Viele Studenten erhalten eine Geldspritze von ihren Eltern. Auch ein Studentenjob bringt das nötige Geld für die Miete ein. Der Staat unterstützt Studenten zudem abhängig vom Einkommen der Eltern mit BAföG. Studienkredite bieten Studenten hingegen eine elternunabhängige Finanzierung.

Geheimtipp: Zwischenmiete oder Untermiete

Sind alle Wohnheime ausgebucht, WG-Zimmer vergeben und Apartments vermietet, kann ein Zimmer zur Zwischenmiete die Lösung sein. Häufig vermieten Studenten ihre Wohnräume unter, wenn sie ein Auslandssemester oder ein Praktikum machen. Auch Zimmer zur Untermiete bei Ehepaaren, deren Kinder ausgezogen sind und die die Haushaltskasse aufstocken wollen, können angenehm sein. Nicht immer ist Familienanschluss ein Muss.
Das sind die Vorteile:

  • Die Zimmer sind möbliert: kein Möbelschleppen oder -kaufen notwendig.
  • Die Zwischenmiete gibt Zeit, die Stadt zu erkunden und herauszufinden, welche Stadtteile interessant oder besonders günstig sind.
  • Während der Zeit in der vorübergehenden Unterkunft bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und darüber ein neues Zuhause zu finden.
  • Nach einigen Wochen oder Monaten ist der Wohnungsmarkt nicht mehr so angespannt wie zu Semesterbeginn.
     

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