Tipps für die Wohnungssuche zu Semesterbeginn

So finden Studenten eine Wohnung

2. Juli 2019

Sobald sie die Zusage für den Studienplatz erhalten haben, gehen viele Erstsemester auf Wohnungssuche. Doch gerade zu Semesterbeginn sind Wohnungen schwer zu finden, denn die Nachfrage ist groß. Mit diesen Tipps erhöhen Sie Ihre Chancen, eine passende Bleibe zu finden.

Einzelapartment oder Wohngemeinschaft – eine Frage des Typs

Die Wohnungssuche kann viel Zeit und viele Nerven kosten. Deshalb ist es ratsam, sich bereits im Vorfeld zu fragen, welche Wohnform überhaupt für Sie in Frage kommt. So können Sie sich bei der Suche auf diese konzentrieren und Zeit sparen. Oftmals ist es eine Typ-Frage: Viele lieben den Trubel und sind deshalb in einer Wohngemeinschaft (WG) gut aufgehoben. Andere mögen es eher ruhiger und fühlen sich in einem Einzelapartment wohler. Da sich die Mietpreise je nach Wohnform teilweise deutlich unterscheiden, sollten neben der Typ-Frage auch die finanziellen Mittel mit in die Entscheidung einfließen.

Wohnheim: eine günstige Alternative

Studentenwohnheime werden vom Studentenwerk oder von anderen Trägern betrieben. Sie bieten auf dem Wohnungsmarkt eine günstige Alternative zu Apartments. Da die Plätze sehr gefragt sind, empfehlen wir, den Wohnheimplatz zeitgleich mit der Bewerbung für Ihren Studiengang zu beantragen. So erhöhen Sie die Chancen, zum Studienstart ein Zimmer zu bekommen. Holen Sie vorher jedoch konkrete Informationen ein, denn die Ausstattung kann von Heim zu Heim variieren. Je nach Wohnheim stehen den Studenten Gemeinschaftsküchen und -bäder, Einzelzimmer mit Kochnischen oder auch WGs zur Verfügung. Beachten Sie, dass konfessionelle Träger oder Vereine zum Teil Engagement für die Gemeinschaft oder Hilfe bei der studentischen Mitverwaltung des Wohnheims erwarten.

Durch Pendeln sparen

Neben dem Mietpreis ist die Lage oder Anbindung zur Universität ein wichtiges Kriterium. Nachtschwärmer sind neben der Partymeile im Zentrum vielleicht gut aufgehoben – Ruhesuchende dagegen eher nicht. Als Alternative lohnt sich der Blick in die gesamte Region. In der Regel sind die Mietpreise in der Umgebung niedriger und die Wohnsituation ist weniger angespannt. Viele Orte haben eine gute Verkehrsanbindung an die Universitätsstädte, sodass der Weg zu den Vorlesungen nicht allzu zeitraubend ist. Bringen Sie zuvor in Erfahrung, wie weit das Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr reicht, damit Ihnen keine zusätzlichen Kosten durch weitere Fahrkarten entstehen.

Elternbürgschaft und Kaution

Einige Vermieter verlangen von Studierenden eine Bürgschaft der Eltern als Sicherheit. Damit bestätigen diese, dass sie für die Miete aufkommen, wenn ihr Kind sie nicht begleichen sollte. Zudem wird, wie bei den meisten Mietwohnungen, eine Kaution fällig. Eine Mietkaution darf maximal das Dreifache der Monatskaltmiete betragen. Fehlt das nötige finanzielle Polster, kann eine Mietkautionsbürgschaft aushelfen. In diesem Fall muss dann keine Kaution beim Vermieter hinterlegt werden.

Finanzierung der Wohnung

Ist eine Unterkunft zu Semesterbeginn gefunden, muss diese finanziert werden. Viele Studenten erhalten eine Geldspritze von ihren Eltern. Auch ein Studentenjob bringt das nötige Geld für die Miete ein. Der Staat bietet vielen Studierenden zudem mit BAföG eine finanzielle Unterstützung an. Die Förderungshöhe hängt allerdings vom Einkommen der Eltern ab. Mit Studienkrediten können Studenten Ihre Ausbildung hingegen elternunabhängig finanzieren.

Geheimtipp: Zwischen- oder Untermiete

Sind alle Wohnheime ausgebucht, WG-Zimmer vergeben und Apartments vermietet, kann ein Zimmer zur Zwischenmiete die Lösung sein. Häufig vermieten Studenten ihre Wohnräume unter, wenn sie ein Auslandssemester oder andernorts ein Praktikum machen. Auch Zimmer zur Untermiete bei Ehepaaren, deren Kinder ausgezogen sind und die ihre Haushaltskasse aufstocken wollen, können eine willkommene Alternative sein. Sowohl eine Zwischen- als auch eine Untermiete bietet einige Vorteile:

  • Die Zimmer sind möbliert: kein Möbelschleppen oder -kaufen notwendig.
  • Die Unter- oder Zwischenmiete gibt Zeit, die Stadt zu erkunden und herauszufinden, welche Stadtteile interessant oder besonders günstig sind.
  • Während der Zeit in der vorübergehenden Unterkunft bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und darüber ein neues Zuhause zu finden.
  • Nach einigen Wochen oder Monaten ist der Wohnungsmarkt nicht mehr so angespannt wie zu Semesterbeginn.

     

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