Gehaltsverhandlung

Tipps und Strategien: Wie man sich richtig auf eine Gehaltsverhandlung einstellt

Wer richtig vorbereitet ist, kann Gehaltsverhandlungen erfolgreich führen.

Situation einschätzen und Gelegenheiten nutzen

Das richtige Timing spielt bei einer Gehaltsverhandlung eine wichtige Rolle. Deshalb: Wer über Gehalt verhandeln will, sollte dies möglichst nicht tun, nachdem gerade ein großer Kunde abgesprungen ist. Wenn Sie hingegen ein schwieriges Projekt erfolgreich abgeschlossen haben, ist dies ein sehr günstiger Zeitpunkt, den Chef auf ein angemessenes Gehalt anzusprechen. Eine solche Gelegenheit bietet sogar die Möglichkeit, über eine Gehaltsanpassung aufgrund gestiegener Leistungen zu verhandeln und nicht nur über eine einfache Gehaltserhöhung.

Alternativen klären

Was ist die beste Alternative, wenn die Verhandlung scheitert: die Zusage eines anderen Arbeitgebers, der bereit ist, dieses Gehalt zu bezahlen? Was ist die beste Alternative meines Verhandlungspartners? Bin ich tatsächlich unersetzlich? Wie hoch wäre der Aufwand, jemand Neues einzuarbeiten? Je besser die eigenen Alternativen für den Fall der Fälle sind und je schlechter die des Verhandlungspartners, desto mehr kann der Mitarbeiter fordern. 10 bis 30 Prozent mehr als das bisherige Gehalt bilden dann das Eröffnungsangebot.

Einwände erwarten

Im Verkauf sagt man: Verkaufen fängt erst an, wenn der Kunde "Nein" sagt. Hier kann man auch einfach das Wort "Verkaufen" durch "Verhandeln" ersetzen. Versetzen Sie sich vorab in die Situation des Verhandlungspartners und machen Sie eine Tabelle. Notieren Sie darin alle möglichen Einwände und wie Sie darauf reagieren wollen.

Flexibel sein

Geld ist nicht das Einzige, was verhandelt werden kann. Überlegen Sie sich parallel zur klassischen Entlohnung, was die Firma alternativ bieten kann: vielleicht eine Weiterbildung, mehr Urlaub oder Home-Office. Knüpfen Sie ein Einlenken Ihrerseits stets an Bedingungen. Etwa: Wenn zunächst auf ein gewisses Gehalt verzichtet werden soll, dann kann fest vereinbart werden, dass in einem halben Jahr neu verhandelt wird.

Gesprächssituation durchspielen

Man kennt das: Geht man im Kopf eine Präsentation durch, dann funktioniert es gut. Doch sobald man vor 80 Leuten steht, wird es holprig. Daher: Üben Sie die Gehaltsverhandlung mit einem Profi, der Feedback gibt und dabei hilft, gute Argumente vorzubereiten. Die Vorbereitung wird sich allemal lohnen.

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