Homeoffice schlägt Status

Die neue Sehnsucht nach Selbstbestimmung.

Im Homeoffice arbeiten, mal eine Auszeit nehmen, Gleitzeit – immer mehr Arbeitnehmer wünschen sich Flexibilität und Sinnhaftigkeit im Beruf anstatt schickes Büro und Dienstwagen.

Souveräne Arbeitsgestaltung

Der Wunsch nach selbstbestimmter Arbeitsgestaltung unabhängig von Ort und Zeit wird in Deutschland immer größer. Dank Cloud, Smartphone und Laptop können wir in vielen Berufen problemlos überall arbeiten. "Gerade für die Kopfarbeiter wurde die Arbeit flüssiger und flexibler. Man muss nicht jeden Tag von neun bis fünf Uhr ins Büro gehen und am Schreibtisch sitzen", sagt Markus Albers, Autor des Buchs "Morgen komm ich später rein". Morgens etwas später ins Büro zu kommen oder ein bis zwei Homeoffice-Tage einzulegen macht Arbeitsgestaltung souverän.

Arbeitszeit ist Lebenszeit

"Arbeitszeit wird heute stärker wie Lebenszeit behandelt. Auch dieser Teil des Lebens soll eine hohe Qualität haben", erklärt Monika Kraus-Wildegger von Goodplace, einem Internetportal mit Tipps für eine bessere Arbeitswelt. Die Ansprüche aus der Freizeit übertragen sich zunehmend auf die Arbeit. Kreativität, Selbstbestimmung und Sinnhaftigkeit im Beruf sind uns in den vergangenen Jahrzehnten wichtiger geworden. "Der Kulturwandel ist in vollem Gange", sagt Albers. "Doch der Wunsch nach Flexibilität und Selbsterfüllung stößt auf alte Werte der Arbeitswelt. Das führt zu einer Schieflage."

20 Prozent deutscher Unternehmen bieten flexible Arbeitszeiten

Die hippen Wohnzimmerbüros der New Economy mit Kicker-Tischen und Lounge-Bereichen haben diesen Trend noch verstärkt. Die Idee dahinter: Je vollständiger das Leben im Büro abgebildet werden kann, desto länger bleiben die Mitarbeiter. Im Jahr 2000 haben nur zwei Prozent aller deutschen Unternehmen flexible Arbeitszeiten angeboten; heute sind es schon 20 Prozent.

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