Der zweite Bildungsweg

Zurück auf die Schulbank

Über den zweiten Bildungsweg können Erwachsene ihren verpassten Schulabschluss oder eine höhere Qualifikation nachholen.

Abendschule

Tagsüber arbeiten und abends büffeln: Diese Einrichtung ist für berufstätige Erwachsene gedacht. Deshalb findet der Unterricht überwiegend abends, teilweise auch an Samstagen statt. Nach Arbeitsschluss noch die Schulbank zu drücken erfordert sehr viel Selbstdisziplin. Dafür wird einem der Unterrichtsstoff "serviert" und es gibt direkten Kontakt und Austausch mit Dozenten und Mitschülern. Zudem kann man Lerngruppen bilden, um gemeinsam zu pauken und sich gegenseitig zu motivieren. Dauer: ein Jahr Teilzeitunterricht für einen Hauptschulabschluss, zwei Jahre für einen mittleren Bildungsabschluss und drei bis dreieinhalb Jahre für die allgemeine Hochschulreife bzw. mit Hauptschulabschluss in der Regel vier Jahre.

Kolleg

Das Kolleg richtet sich als Institut der Erwachsenenbildung an ehemals Berufstätige, die die allgemeine Hochschulreife per Vollzeitunterricht anstreben. Der Unterricht an einem Kolleg findet tagsüber statt. Das Ausüben eines Berufs ist somit nicht nur rechtlich, sondern auch zeitlich ausgeschlossen – Nebenjobs ausgenommen. Das bietet den Vorteil, dass man sich voll und ganz auf seine schulische Weiterbildung konzentrieren kann. Neben der Möglichkeit, das Abitur nachzuholen, hat man zudem die Gelegenheit, die Fachober- und Fachhochschulreife zu erlangen.

Fachoberschule (FOS)

Die Fachoberschule vermittelt allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie berechtigt zur Aufnahme eines Studiums jeder Fachrichtung an einer Fachhochschule. Fachoberschulen umfassen nur die Klassen 11 und 12 und sind somit der gymnasialen Oberstufe ähnlich. Fachliche Schwerpunkte sind zum Beispiel Technik, Wirtschaft, Agrarwirtschaft, Ernährung und Hauswirtschaft, Design oder Soziales. In diesen Bereichen wird man verstärkt gefördert, um später optimal für eine Ausbildung oder ein Studium an einer Fachhochschule vorbereitet zu sein.

Foto: David Königsmann

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