Schritt für Schritt zum Erfolg

„Ein Unternehmer zeichnet sich dadurch aus, dass er risikofreudig ist und immer etwas Neues schafft.“

Werner Tiburtius und Adrian Schneider begannen mit einem einzigen Kondomautomaten und bauten daraus einen weltweit agierenden Erotikhandel auf. (Mitglied seit 1998)

ST Rubber

Klingt (fast) nach einem Film-Plot: Zwei Kumpel aus dem Saarland geraten – zufällig – an einen gebrauchten Kondomautomaten. Sie polieren ihn, hängen ihn in ihre Stammkneipe und hoffen auf ein nettes Zubrot zum Taschengeld ...

Fixe Idee. Daraus machten Werner Tiburtius und Adrian Schneider ein florierendes Business: 30 Jahre später zählt ihre Firma ST Rubber zu den größeren der Branche: 50 Mitarbeiter, über 8,5 Millionen Euro Umsatz und ein Katalog, der über 5.000 Produkte listet. Die liefern die Erotik- und Lifestyle-Händler vom heimischen Wadgassen-Hostenbach in Sichtweite zur französischen Grenze über den ganzen Kontinent, nach Nord- und Süd-Amerika, Afrika, Asien und Australien.

„Eher mäßig“, erinnert sich Tiburtius, sei das Geschäft gestartet. Viel Arbeit, wenig Brot: Die Freunde reparierten abends im Keller alte Automaten und nutzen ihre Freizeit an den Wochenenden für Tingeltouren durch Kneipen der Umgebung. Sie zogen dabei immer größere Kreise. Ein schönes Signal: Der Fleiß rentierte sich.

Konsequent den Weg verfolgt

Aus dem Konzept ließen sich die Beiden nämlich nie bringen. Als mancher Wirt sie raus warf, weil die Zeit nicht reif war für ein tabufreies Gespräch über Sexualität („Wir sind doch hier kein Bordell“), argumentierten sie, „dass unsere Produkte – anders als Zigaretten – ja die Gesundheit schützen.“ Als ihnen die Umstellung auf den Euro das Geschäft zu verhageln drohte, weil sie alle Automaten umrüsten mussten, hatten Tiburtius und Schneider längst vorgesorgt und ihr Angebot erweitert: Sie handelten jetzt mit Erotik- und Lifestyle-Produkten. „Wenn man aber angefangen hat mit einem Automaten“, erinnert sich Werner Tiburtius, „hängt das Herz daran: Deshalb wollten wir das Geschäft nicht komplett verkaufen.“

„Natürlich schmunzeln auch heute noch viele Menschen, wenn sie hören, womit wir unser Geld verdienen“, sagt Adrian Schneider. Dabei hatten die Freunde eigentlich ganz andere Pläne. Tiburtius faszinierte Chemie. Sein Traumberuf: Apotheker. Auch Schneider wollte eher Solides: Er träumte von einer Polizeikarriere.

Alles kam anders: Bekannt seien sie gewesen als „die Automatenaufsteller aus dem Südwesten“, erzählen die Freunde heute. Nach der Neu-Ausrichtung ihres Unternehmens vor gut einem Jahrzehnt fingen sie um die Jahrtausendwende noch mal klein an – mit einem Vier-Seiten-Katalog. Der wuchs inzwischen auf stattliche fast 500 Seiten. „Das war ein beschwerlicher Weg“, erinnert sich Tiburtius, „wir mussten dafür schon sehr viele Klinken putzen.“

Guter Rat ist wichtig

„Step by step“ schafften sie es. Kontinuierlich verbesserten und erweiterten Tiburtius und Schneider nicht nur ihr Angebot für ihre Kunden. „Ein Schritt nach dem andern“, lautet ihr Rezept: „Unsere Investitionen wuchsen wie die Umsätze“, sagt Adrian Schneider und fügt an: „Das gibt schon eine innere Befriedigung.“ Erfordert aber viel Einsatz. Noch heute kommen die beiden Unternehmer am Morgen ins Büro oder starten zu ihren vielen Reisen über die Messen auf der ganzen Welt. Sie schauen selbst nach Neuheiten, beurteilen die Produkte, suchen nach passenden Namen für die Vermarktung. Manche Idee läuft auch schief, aber dann nehmen sie ein Produkt, das niemand kauft, eben wieder vom Markt – trial and error führt ST Rubber zum Erfolg.

„Das ist wichtig“, wissen die beiden Unternehmer: „Unser Betrieb muss auf gesunden Beinen stehen, damit wir die Arbeitsplätze, die wir im Lauf der Jahre geschaffen haben, noch weiter ausbauen können.“ Dabei verlassen sie sich nicht nur auf die eigene Erfahrung und den Rat des Geschäftspartners. Tiburtius und Schneider ergänzen sich seit ihrer Jugend. Streit kennen sie nicht, schätzen am jeweils anderen aber dessen Kompetenzen. Sie sind sich sicher, dass ihr Geschäft „nur zusammen in einer Partnerschaft funktioniert“, wie Adrian Schneider betont.

Neuland auch für den Volksbank-Berater

Auch ihr Berater bei der Volksbank Untere Saar in Losheim ist Teil ihres geschäftlichen Fortschritts mit ST Rubber. „Er brachte es fertig, für uns die besten Förderkredite zu suchen“, lobt Adrian Schneider. Die heimische Volksbank finanzierte für ST Rubber die Investitionen. „Für uns war schnell klar: Das ist eine kompetente Bank, mit denen arbeiten wir zusammen.“

Dabei war das Business von Tiburtius und Schneider für den Bankberater zunächst auch Neuland. Er finanzierte inzwischen schon den zweiten Firmenneubau für ST Rubber. Eine Sache des Vertrauens: Adrian Schneider pflegt daher den Kontakt zur Bank. Zwei bis drei Mal pro Woche muss er wegen der Auslandsgeschäfte ohnehin mit deren Mitarbeitern telefonieren oder kommt auf seinen Außendienstfahrten regelmäßig „zum Hallo-Sagen“ in die Filiale. Denn Nähe, weiß er, ist wichtig – und eine offene Kommunikation.

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