Mit High-Speed auf der Erfolgsspur

„Die Konkurrenz ist hart – aber wir haben ein gutes Produkt und ein gutes Auskommen.“

Benny Wilbers, Ex-Motorrad-Rennfahrer baute eine Manufaktur auf, die Spezial-Bikes herstellt und vertreibt – und für BMW Rennmaschinen optimiert. (Mitglied seit 1979)


„Ich wollte nie Astronaut oder Busfahrer werden“, lacht Benny Wilbers. „Für mich war klar: Motorrad!“ Dieser Kindertraum blieb übermächtig und sein ganzes Leben lang lebendig. Der heute 61-jährige Ex-Rennfahrer und Technik-Tüftler überwand alle Hürden, die sein großes Ziel blockierten: Als Kind schlich er nachts auf den Deich bei Assen. Von dort spähte er bis ins Fahrerlager der Grand-Prix-Piste. Mit zwölf Jahren kletterte er erstmals – natürlich ohne Erlaubnis – selbst auf den Sattel einer Maschine, die Klein-Benny im Wald versteckt hatte. Später dann durfte er den Vater zu vielen Rennstrecken begleiten...

Diese Leidenschaft kannte nur ein Ziel – er musste Rennfahrer sein: Zweimal fuhr Benny Wilbers als niederländischer Vizemeister durchs Ziel, sammelte auf dem Bike bei Weltmeisterschaften Punkte oder brauste bei Langstrecken-Rennen acht Stunden lang durch die Nordschleife auf dem Nürburgring. Wilbers erlebte eine „schöne Zeit“ - enorm stressig, erinnert er sich: „Du musst dich quälen, aber ich habe immer wieder den Kick gesucht.“

Bremsen fiel im nämlich stets schwer. Ausbremsen lässt sich der Ex-Rennfahrer schon gar nicht gern. Nach der Sport-Karriere wollte Wilbers mit gebrauchten Motorrädern Geld verdienen. Aufpolieren mit dem Wissen und der Erfahrung aus dem Rennsport, dann verkaufen. So war der Plan. Bloß erhielt er in seinem Heimatland dafür keine Lizenz. „Als Rennfahrer lernst Du das Kämpfen“, sagt Wilbers. Also zog er über die Grenze nach Deutschland, wo ihn der Gewerbeschein für seine Firma in Nordhorn gerade einmal 13,5O Mark kostete: „Dann hieß es: Ärmel hochkrempeln – an die Arbeit!“

Qualität und Können überzeugen Benny Wilbers Motorrad-Käufer

Qualität in der Technik und exzellente Marketing-Ideen sind seit 1985 für ihn der Schlüssel zum Erfolg. „Davon bin ich überzeugt“, sagt er. Einen „Plan B“ überlegte er nie, denn „ich war hundert Prozent überzeugt, dass der Weg richtig ist“. Wilbers glaubt an seine Vision – auch wenn ihn viele für verrückt erklärten und „ich natürlich manchmal schlaflose Nächte durchwachte.“

Er studierte seine Kundschaft. Dabei merkte Benny Wilbers rasch, dass die meisten Motorradfahrer, die zu ihm kommen, der „Generation 50Plus“ angehören. Diese Biker leisten sich auch teure Maschinen, sie verlangen aber dafür aktive Sicherheit. Das bietet er ihnen mit seinen auf der Rennerfahrung basierenden Fahrwerkstechnik. Wilbers Werkstatt baut Spezialfederbeine für die schweren Maschinen. „Wenn die Kinder groß und das Haus bezahlt ist, steigen die Leute wieder auf“, weiß Wilbers. Sie leisten sich eine teure Maschine und suchen den Fahrspaß mit Sicherheit. „Das sind tolle Kunden“, sagt er, „mit denen verhandle ich viel einfacher als damals: Da waren sie 22 und hatten noch kein Geld.“

Sein Geschäft läuft. Wilbers baut diesen Kunden mit seinen 35 Mitarbeiter die Maschinen individuell um. Je nach Größe oder Körpergewicht, Fahrstil oder Zuladung: Sie verbauen in seiner Werkstatt keine Lagerware. „Wir produzieren in unserer Manufaktur für jeden Kunden individuell“, lüftet Benny Wilbers sein Erfolgsrezept. Dafür braucht er natürlich Spezialisten - Könner ihres Fachs, die seine Begeisterung für Motorräder teilen. „Die tragen den Rennsport im Herzen“, sagt Wilbers. Sie sind sein Kapital. Deshalb motiviert Benny Wilbers diese Mannschaft immer wieder: Er stellt Wohnungen für die Mechaniker. Und zum Zehnjährigen in der Firma gibt es vom Chef eine gute Uhr. Er weiß, dass Rennfahrer Egoisten sein müssen. Die Charaktereigenschaft zählt auf der Strecke fast mehr als die PS unterm Tank. „Die sind auf der strecke richtige Biester, keiner nimmt Rücksicht auf niemanden“, erklärt der Ex-Rennfahrer.

Einstieg ins BMW-Rennteam „war schon was Besonderes“

Vom Chef erfordert das großes Einfühlungsvermögen. „Klare Regeln“, sagt er, seien da wichtig, „aber auch viel Verständnis“.

Wilbers hat es bis ganz nach oben geschafft. Er ist Vertriebspartner für eine italienische Nobelmarke. Vor einem Jahr landete er einen Coup. BMW aus München rief bei ihm an. Die Münchner engagierten den Motorradexperten für ihr Rennteam. „Wir müssen die Weiterentwicklung der S1000RR gewährleisten“, ist Wilbers stolz: „Das war schon was Besonderes.“

Wilbers weiß, „das geht nicht ohne Berater“. Dazu zählt Benny Wilbers seine Frau sowie „Rechtsanwalt, Notar und Bank“ - die „waren für mich immer extrem wichtig.“ Partnerschaft und Vertrauen sind dabei für den Unternehmer die zwei Seiten derselben Medaille. „Sie dürfen nicht fremdgehen, müssen Treue zeigen“, ist er überzeugt von der Basis einer gelungenen Geschäftsbeziehung zum richtigen Finanzpartner. Seine Berater bei der Volksbank Niedergrafschaft müssten dabei nicht „die Tiefe unserer Technologie“ kennen. Sie sollten aber informiert sein. „Ich glaube“, sagt Wilbers, „das ist die Basis für unsere Beziehung.“ Auf die kann Benny Wilbers bauen: Wenn er Neues anpacken will, sei die Finanzierung das geringste Problem. „Die Bank will doch nur, dass mein Unternehmen Zukunft hat“, freut er sich über diese Zusammenarbeit, „die will ihr Geld gut anlegen in ein sicheres Unternehmen.“ Also sieht Benny Wilbers glücklich in die Zukunft: „Damit gibt es keine Probleme.“

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