Abbuchungsauftragslastschriftverfahren

Das Abbuchungsauftragslastschriftverfahren basierte auf der Nutzung der Kundenkennungen Kontonummer und Bankleitzahl. Das Lastschriftmandat war der Abbuchungsauftrag. Genutzt wurde es zum Beispiel für Zahlungen im Firmenbereich, etwa bei Tankstellenketten, um die Rechnung der Lieferung der Raffinerie zu bezahlen. Es handelte sich im Allgemeinen um höhere Geldbeträge. Der Zahlungspflichtige (Zahler) beauftragte (autorisierte) eine kontoführende Bank schriftlich damit, dass ein namentlich benannter Zahlungsempfänger, zum Beispiel die Müller AG, Geld von seinem Girokonto abbuchen durfte. Die Bank des Zahlungspflichtigen (Zahlers) musste bei jeder Abbuchung die Vorlage eines solchen Abbuchungsauftrags überprüfen. Eine Lastschrift mit Abbuchungsauftrag wurde normalerweise nur im Firmenkundengeschäft verwendet, da eine Rückgabe der Buchung (Widerspruch) nicht möglich war, solange der Abbuchungsauftrag existierte. Im Zuge der Umsetzung von SEPA zum 01. Februar 2014 wurde das Abbuchungsauftragslastschriftverfahren vom SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren abgelöst.