Bausparen

Bausparen ist eine Art der finanziellen Vorsorge und der Geldanlage für private Haushalte. Es dient in erster Linie der Immobilienfinanzierung und hat das gemeinschaftliche Zwecksparen als Grundidee. Hauptmerkmal ist, dass von der gesamten Bausparsumme ein bestimmter Prozentsatz als Mindestguthaben angespart wird. Der restliche fehlende Teil wird danach als Bauspardarlehen gewährt.

Beim Bausparen werden vom Staat finanzielle Vergünstigungen in Form von Wohnungsbauprämien oder Steuervorteilen gewährt. Das Bausparen wird mit einem Bausparvertrag, den der Bausparer
(Anleger) mit einer Bausparkasse abschließt, geregelt. Darin sind unter anderem die Bausparsumme, die sich aus Guthaben und Darlehen zusammensetzt, die Sparrate, also der Rhythmus der Einzahlungen, das durch die Anlage anzusparende Mindestguthaben, die Mindestvertragsdauer, die Mindestsparzeit und die Zinsen für die Rückzahlung und das zu sparende Mindestguthaben festgelegt.

Das Bausparen gliedert sich in drei Phasen:

  • Sparphase: Hier wird vom Bausparer das für die nächste Phase notwendige Mindestguthaben angespart und verzinst. Dabei kann er wählen, in welchem Rhythmus er die Beträge auf sein Bausparkonto einzahlen möchte (zum Beispiel monatlich, vierteljährlich, jährlich).
  • Zuteilungsphase: Nach der Ansparung des Mindestguthabens durch den Bausparer erfolgt die Zuteilung des Bausparvertrags. Hier kann sich der Anleger nun das angesparte und verzinste Guthaben und auch das Darlehen, auf das jeder Bausparer einen Rechtsanspruch
    hat, auszahlen lassen. Dieses besteht nach dem genossenschaftlichen Prinzip im Wesentlichen aus den Guthaben anderer Bausparer, die noch keine Zuteilung erhalten haben.
  • Darlehensphase: Hier wird das bereitgestellte Darlehen genau wie ein Kredit mit Zinsen, die im Bausparvertrag vorab festgelegt wurden, zurückgezahlt (getilgt).