Rezession

Die Rezession, auch als Abschwung bezeichnet, ist eine von vier Konjunkturphasen, die alle zusammen den Konjunkturzyklus, das heißt die wellenförmige Bewegung der wirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft, darstellen. Die Rezession folgt im Konjunkturzyklus den Phasen des Aufschwungs (Expansion, Erholung) und der Hochkonjunktur (Boom); sie steht vor der Phase des Tiefs (Depression).

  • Hinweise darauf, in welcher Konjunkturphase sich eine Volkswirtschaft befindet, liefern verschiedene Kenngrößen, die sogenannten Indikatoren. Dabei unterscheidet man:
    Frühindikatoren, die Rückschlüsse auf den künftigen Konjunkturverlauf zulassen: Hierzu zählen beispielsweise die Höhe der Auftragseingänge, Lagerbestände, Geschäftsklimaerwartungen von Unternehmen, Kursentwicklungen von Aktien und anderen Wertpapieren und die Veränderung des Zinsniveaus.
  • Präsenzindikatoren, die parallel zur Konjunktur verlaufen: Hierzu zählen unter anderem die Umsatzentwicklung der Unternehmen, deren Kapazitätsauslastung und die Höhe der Produktion an Gütern.
  • Spätindikatoren, die der Konjunktur hinterherhinken: Dies sind unter anderem Kenngrößen wie das Preisniveau, die Zahl der Arbeitslosen, die Beschäftigtenzahl und die Höhe der Reallöhne.


Die zentralen Indikatoren einer Rezession sind:

  • Rückgang der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen, also weniger Konsum
  • Sinken der Aktienkurse
  • Rückgang der Auftragseingänge und damit Sinken des Preisniveaus
  • Ertragsrückgang bei den Unternehmen, in Folge auch niedrigere
    Löhne
  • Rückgang der Produktion und damit Zunahme der Arbeitslosigkeit aufgrund von Entlassungen
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