Familienunternehmen mit höheren Renditen

Managergeführte Betriebe sind weniger rentabel

26. Februar 2015

Große Familienunternehmen weisen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bessere Ergebnisse auf als vergleichbare managergeführte Betriebe. Zu diesem Fazit kommt eine Bilanzdatenanalyse des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn für die Jahre 2008 bis 2012.

Höhere Renditen

Die untersuchten großen Familienunternehmen konnten über den gesamten Zeitraum hinweg höhere Renditen auf ihr Gesamt- und Eigenkapital vorweisen als die untersuchten Nicht-Familienunternehmen. Als "groß" definierte die Studie Betriebe mit einem Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro. Die geprüften Familienunternehmen mussten sich zu mindestens 50 Prozent im Besitz von maximal zwei Familien befinden und die Familienmitglieder in der Geschäftsführung aktiv sein.

Vorausschauende Personalpolitik

Die Familienbetriebe stellten von 2008 bis 2012 mehr Personal ein als die managergeführten Unternehmen. "Dieser Befund ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass im Krisenjahr 2009 die großen Familienunternehmen deutlich stärkere Umsatzeinbußen in Kauf nehmen mussten als die großen Nichtfamilienunternehmen. Durch den Verzicht auf Personalabbau haben sie damit ganz entscheidend zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes in den konjunkturell schwierigen Jahren beigetragen", berichtet Prof. Dr. Friederike Welter, Präsidentin des IfM Bonn.

Gegen Krisen gewappnet

Letztlich hat sich dieses unternehmerische Verhalten für die großen Familienunternehmen ausgezahlt: Wachsende Auftragseingänge während der Konjunkturerholung konnten schnell abgearbeitet werden, so dass die Unternehmen wieder auf Erfolgskurs kamen. Im Vergleich zu den großen managergeführten Unternehmen erzielten die familiengeführten Betriebe sowohl in 2010 als auch 2011 wieder höhere Umsätze.

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