Wann Studenten Steuern zahlen

So können Studenten Steuerfreibeträge nutzen und Sozialabgaben sparen

Rund zwei Drittel aller Studenten jobben und zahlen Steuern. Das deutsche Steuerrecht sieht ganz eigene Regeln für Studenten vor – und diese sind selbst für Experten oft nur schwer durchschaubar. Erfahren Sie das Wichtigste zu Arbeitszeiten, Minijobs und Steuerfreibeträgen.

Zwei Drittel aller Studenten haben einen Nebenjob

Der Klassiker unter Studenten ist der Studienfinanzierungsmix: das heißt Elternunterhalt plus Nebenjob. Wer allerdings eine Werkstudententätigkeit ausübt, sollte einige Regeln hinsichtlich der Steuern und Sozialabgaben beachten. Die Stundenzahl und das Bruttoeinkommen müssen zum Beispiel berücksichtig werden, um Einschränkungen bei BAföG-Zuschüssen, Kindergeld oder den Beiträgen zur Sozialversicherung zu vermeiden. Generell gilt, dass der "ordentliche" Studentenstatus beibehalten werden muss, um die gesetzlichen Sonderregelungen zu den Steuern in Anspruch nehmen zu können.

Wann Studenten Steuern zahlen – nach Wochenstunden

Wochenstunden Kranken- und Pflegeversicherung Arbeitslosen-versicherung  Lohnsteuer Renten-versicherung
Unter 20 Stunden Nein (wenn familienversichert) Nein  Lohnhöhe und Lohnsteuerklasse entscheiden Bruttoeinkommen entscheidet
Über 20 Stunden Ja Ja  Lohnhöhe und Lohnsteuerklasse entscheiden Ja

Wann Studenten Steuern zahlen – nach monatlichem Bruttogehalt (bei einem Job unter 20 Wochenstunden)

Monatliches Bruttogehalt
Kranken- und Pflegeversicherung Arbeitslosen-versicherung Lohnsteuer Renten-versicherung
Unter 450 Euro
Nein (wenn familienversichert) Nein  Nein Nein
450-850 Euro Ja Nein  Nein* reduzierte Beiträge
Über 850 Euro Ja Nein Nein* Ja

*Diese Angabe gilt für Studenten mit Steuerlasse 1. 

Aufpassen: Der jährliche Grundfreibetrag kann wichtig werden

Wichtig ist, dass Sie den jährlichen Grundfreibetrag von 8.652 Euro (für 2016) beim zu versteuernden Einkommen nicht überschreiten. Andernfalls werden zum Beispiel Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. auch Kirchensteuer fällig. In die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens fließen die Einnahmen aus Nebenjobs, Renten,   und anderen Einkunftsarten z. B. aus Gewerbebetrieb oder Vermietung und Verpachtung  ein. Für diese Einnahmen und Bezüge dürfen Sie im Rahmen der Einkommensteuererklärung jedoch Werbungskosten, Betriebsausgaben, Ausbildungskosten und Versicherungsbeiträge geltend machen.

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