Versicherung

Versicherungen mindern finanzielle Risiken, die durch zukünftige und unvorhersehbare Ereignisse wie Krankheit, Unfall, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit entstehen können. Man unterscheidet zwischen Pflichtversicherungen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind, und freiwilligen Versicherungen. Zu den Pflichtversicherungen zählt in erster Linie die gesetzliche Sozialversicherung mit den fünf Versicherungszweigen:

  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Pflegeversicherung
  • Arbeitslosenversicherung
  • Unfallversicherung


Ihre Leistungen sind durch Gesetze festgelegt. Die Finanzierung erfolgt zum größten Teil über die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Eine Ausnahme bildet die Unfallversicherung: Sie wird allein vom Arbeitgeber finanziert. Die Beiträge der gesetzlichen Sozialversicherung werden nach dem Solidarprinzip ermittelt: Wer mehr hat, zahlt bis zu einer bestimmten Obergrenze, der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze, höhere Beiträge. Damit unterstützt er die, die weniger einzahlen können. Lediglich bei Geldleistungen wie Renten, Krankengeld und Arbeitslosengeld gilt auch das Äquivalenzprinzip, wonach höhere Beiträge auch höhere Leistungsansprüche begründen.

Neben den Pflichtversicherungen gibt es freiwillige Versicherungen. Sie decken jene Risiken ab, die nicht durch die gesetzliche Sozialversicherung abgedeckt sind. Die Leistungen werden hier in einer Versicherungspolice schriftlich festgehalten.

So bietet eine private Unfallversicherung beispielsweise Schutz zu Hause und in der Freizeit, denn das Risiko für einen Unfall ist besonders in der Freizeit groß.

Die private Haftpflichtversicherung ist eine Versicherung gegen Schäden, für die man als Schädiger haftet. Sie schützt vor zahlreichen Schadensersatzansprüchen, die andere gegen einen erheben könnten und die dazu führen könnte, dass man über einen langen Zeitraum, möglicherweise sogar bis an sein Lebensende, dafür zahlen müsste. Kinder bis zum 18. Lebensjahr sind dabei noch über die Haftpflichtversicherung der Eltern abgesichert und darüber hinaus auch noch, wenn sie sich in der Schul- oder Berufsausbildung befinden.

Schäden, die durch Haustiere versursacht werden, sind nicht in der privaten Haftpflichtversicherung, sondern in der privaten Tierhalterhaftpflichtversicherung abgesichert.
Eine Ausnahme in den privaten Versicherungen stellt die Kfz-Haftpflichtversicherung dar. Da die Folgen eines Unfalls so groß sein können, dass der Verursacher ein Leben lang dafür bezahlen müsste, ist der Abschluss einer Kfz-Versicherung für all diejenigen Pflicht, die ein Mofa, Motorrad oder Auto besitzen.

Um für das Alter vorzusorgen und die Lücke zwischen dem letzten Arbeitsverdienst und der gesetzlichen Rente zu schließen, kommt neben der Basisrente eine private Rentenversicherung oder eine Kapitallebensversicherung in Betracht. Letztere dient dabei nicht nur der Altersvorsorge, sondern sichert auch Familienangehörige ab.