Nebenkostenabrechnung

Prüfen Sie Ihre Nebenkostenabrechnung detailliert

21. März 2016

Die jährliche Nebenkostenabrechnung sorgt manchmal für Aufregung, denn nicht immer stimmt sie zu 100 Prozent. Ob die Kosten gestiegen sind oder der Vermieter überhöhte Forderungen stellt, kann überprüft werden. Mieter haben das Recht auf Einsicht in die entsprechenden Belege. 

Umlageschlüssel beachten

Sie sollten Ihre jährliche Nebenkostenabrechnung immer gründlich prüfen. Nur so können Sie mögliche unberechtigte oder überhöhte Forderungen des Vermieters entdecken. Eine Nebenkostenabrechnung, die falsch oder fehlerhaft ist, müssen Sie nicht akzeptieren. Sie haben das Recht, bei Ihrem Vermieter Einsicht in die Originalunterlagen zu verlangen. Achten Sie auch darauf, welcher Umlageschlüssel in Ihrem Mietvertrag angegeben ist. Dieser stellt eine gleichmäßige und gerechte Nebenkostenverteilung sicher. Dabei kann die Verteilung nach Wohnfläche, Wohneinheit, Personenzahl oder Verbrauch umgelegt werden.

(Nicht-)Abrechenbare Nebenkosten

Achten Sie genau darauf, welche Kosten in der Abrechnung aufgelistet sind. In der Regel gehören zu den abrechenbaren Nebenkosten

  • Kaltwasser, Abwasser und Heizung,
  • Straßenreinigung, Grundsteuer und Müllabfuhr,
  • Hausreinigung und Gartenpflege,
  • Fahrstuhl und Beleuchtung (zum Beispiel für das Treppenhaus),
  • Sach- und Haftpflichtversicherungen,
  • Hauswart,
  • Gemeinschaftsantenne oder Gemeinschaftswaschküchen.


Sind im Vertrag zusätzlich auch noch "sonstige Kosten" angegeben, können Sie dem widersprechen. Denn als Mieter haben Sie ein Anrecht darauf zu wissen, welche Kosten sich dahinter verbergen. Nicht abrechenbare Nebenkosten sind Kosten für die Hausverwaltung und die Führung des Mieterkontos sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten oder die Kosten für den Rechtsschutz. 

Diese Frist muss der Vermieter einhalten

Spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums muss der Vermieter dem Mieter die Nebenkostenabrechnung vorlegen. Abrechnungen, die der Mieter nach dieser Frist erhält, müssen nicht gezahlt werden, denn der Vermieter verliert durch diese Verspätung den Anspruch auf eventuelle Nachzahlungen. Hat der Vermieter die verspätete Abrechnung nicht selbst zu verschulden, stellt dies eine Ausnahme dar. Sollte die verspätet abgelieferte Nebenkostenabrechnung eine Geldrückzahlung an den Mieter beinhalten, hat dieser jedoch auch nach den besagten zwölf Monaten weiterhin Anspruch auf die Rückzahlung.

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