Aufbewahrungsfristen für Unterlagen

Gesetzliche Gewährleistungsfristen und Verjährungsfristen

9. Februar 2017

Um wachsende Papierberge zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig alte Unterlagen wie Rechnungen oder Kontoauszüge aussortieren. Doch welche Unterlagen können Sie bedenkenlos entsorgen und welche nicht? Viele Unterlagen haben gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflichten und sollten daher nicht vorschnell entsorgt werden.

Kaufbelege und Kassenbons bei Reklamationen

Bei Neuwaren – wie zum Beispiel Elektrogeräten – ist es sinnvoll, den Kassenbon zwei Jahre lang aufzubewahren. Grund dafür ist die gesetzliche Gewährleistungsfrist durch den Verkäufer, die für 24 Monate besteht. Sollten Sie das Gerät innerhalb dieser Zeit reklamieren müssen, benötigen Sie dafür den Beleg. Diese Frist gilt auch für Ware, die online gekauft wurde. Wichtig: Hierbei sollte zwischen der Gewährleistung und der Herstellergarantie unterschieden werden. Während die Gewährleistungsfrist zwei Jahre umfasst, beträgt die Herstellergarantie meist nur ein Jahr.

Aufbewahrungspflicht für Handwerkerrechnungen

Für Privatpersonen besteht eine gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungspflicht von zwei Jahren bei Rechnungen, Zahlungsbelegen oder anderen beweiskräftigen Unterlagen, die im Zusammenhang mit Leistungen an einem Grundstück stehen. Dazu gehören zum Beispiel sämtliche Bauleistungen, Renovierungsarbeiten, Gartenbepflanzungen oder Gerüstbau. Diese Pflicht besteht, da Behörden zur Bekämpfung von Schwarzarbeit die Vorlage der Rechnungen fordern können. Steuerbescheide sollten Sie sechs Jahre aufbewahren. Für Mahnbescheide, Gerichtsurteile oder Kreditunterlagen beträgt die Frist 30 Jahre.

Kontounterlagen und Versicherungsverträge

Private Bankunterlagen – wie zum Beispiel Kontoauszüge über Mietkosten – sollten Sie drei Jahre lang aufbewahren, um eventuell nachweisen zu können, dass Sie eine Rechnung bezahlt haben. Unterlagen im Zusammenhang mit Versicherungen oder Verträgen – zum Beispiel über ein Darlehen oder die Hausratversicherung – sollten Sie mindestens so lange aufbewahren, wie der Vertrag läuft. Sozialversicherungsnachweise, Arbeitsverträge und ähnliche Dokumente sollten Sie unbedingt bis zur Rente aufbewahren. Diese belegen Ihren beruflichen Werdegang.

Hinweis: Dieser Artikel gibt nur kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch die für diese Themen zuständigen Ämter, Ihren Versicherer oder einen Berater bei Ihrer Bank nicht ersetzen.

Besuchen Sie Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort.

Finden Sie Ihre Filiale

Aktuelle News

Formalitäten nach der Hochzeit

Nach der Trauung kommt die Bürokratie. Worum Sie sich nach der Hochzeit kümmern müssen, lesen Sie hier.

mehr

Überweisung zurückholen

Hier erfahren Sie, was Sie bei einer Fehlüberweisung tun können und wie Sie eine angewiesene Zahlung zurückholen.

mehr

Förderpreis Aktive Bürgerschaft

In diesem Jahr wurden die Bürgerstiftung Jena und die Bürgerstiftung Kehl mit dem Förderpreis Aktive Bürgerschaft ausgezeichnet.

mehr