Zollfreigrenzen für Reisende

Darauf sollten Sie achten

8. Juli 2016

Manche Urlaubssouvenirs unterliegen Einfuhrverboten oder Genehmigungspflichten. Aus diesem Grund sollten Sie bei den Zollfreigrenzen einige Regeln berücksichtigen.

Reisen innerhalb der EU

Aus den Ländern der Europäischen Union können Sie Reisemitbringsel abgabenfrei nach Deutschland einführen. Voraussetzung ist, dass diese Waren für den persönlichen Bedarf bestimmt sind. Einige Waren unterliegen in Deutschland jedoch Genehmigungspflichten und Verboten. Dazu zählen Arznei- und Betäubungsmittel, Feuerwerkskörper, Kulturgüter, Waffen oder jugendgefährdende Schriften. Auch Geldmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr sind anzeigepflichtig.

Reisen außerhalb der EU

Beachten Sie die Zollfreigrenze bei der Rückreise aus einem Nicht-EU-Staat nach Deutschland. Mitbringsel dürfen bestimmte Mengen- und Wertgrenzen nicht überschreiten. Die Wertgrenzen für Souvenirs und andere Waren lauten wie folgt:

• Bei Auto- oder Bahnreisen ist das Mitführen von Ware im Wert von insgesamt 300 Euro erlaubt.
• Bei Flug- oder Seereisen darf der Warenwert nicht mehr als 430 Euro betragen.
• Reisende unter 15 Jahren können Souvenirs im Wert von insgesamt 175 Euro zollfrei einführen.

Einreise in Nicht-EU-Staaten

Wenn Sie aus Deutschland in ein Nicht-EU-Land reisen, sollten Sie einige Regeln beachten. Genehmigungspflichten und Verbote für bestimmte Waren gelten sowohl für EU-Staaten als auch für Nicht-EU-Staaten. Zudem kommen für die Nicht-EU-Länder Einschränkungen hinsichtlich geschützter Tiere und Pflanzen sowie Ein-, Aus- und Durchfuhr von Rohdiamanten hinzu. Zur Einreise in einen Nicht-EU-Staat sollten Sie für hochwertige persönliche Gegenstände, wie Sportgeräte oder Digitalkameras, entsprechende Nachweise besitzen. Damit kann verhindert werden, dass die Ware bei der Rückkehr nach Deutschland verzollt wird.

Achten Sie auf Sonderregelungen

Einige Gebiete gehören zum Staatsgebiet einzelner EU-Staaten, aber nicht zum Zollgebiet der EU. Für diese gelten die gleichen Bestimmungen wie für die Rückkehr aus einem Nicht-EU-Staat. Dazu zählen zum Beispiel Helgoland, die Färöer Inseln, Grönland, Gibraltar, französische Süd- und Antarktisgebiete oder der nördliche Teil Zyperns. Gebiete, die zum Zollgebiet der EU gehören, aber nicht zum Steuergebiet für Verbraucher- und Mehrwertsteuern, unterliegen ebenfalls den gleichen zollrechtlichen Bestimmungen. Dazu zählen zum Beispiel die britischen Kanalinseln, die Kanarischen Inseln oder der Berg Athos in Griechenland.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Detaillierte Zollbestimmungen finden Sie auf der Website des Bundesministeriums der Finanzen. 

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