Heizkosten senken

Mit diesen Maßnahmen können Sie Geld sparen

31. August 2021

Heizkosten machen einen beträchtlichen Teil der Nebenkosten für einen Haushalt aus. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie Ihr Heizverhalten ändern und damit Ihre Heizkosten senken, ohne im Winter frieren zu müssen. Gleichzeitig tun Sie etwas Gutes für die Umwelt, indem Sie den CO2-Ausstoß verringern.

Dichtungen von Türen und Fenstern überprüfen

Es zieht in der Wohnung auch bei geschlossenen Fenstern? Das wirkt sich negativ auf Ihre Heizkosten aus, da Zugluft für starken Wärmeverlust sorgt. Überprüfen Sie deshalb die Dichtungen Ihrer Fenster und Türen regelmäßig. Denn im Laufe der Zeit werden sie porös. Um Heizkosten zu sparen, sollten Sie alte Dichtungen austauschen. Darüber hinaus kann Wärmeverlust auch an den Heizungsrohren auftreten. Denn sie verlaufen meist durch kalte Räume wie den Keller. Eine Dämmung zeigt große Wirkung und lässt sich einfach anbringen. Dazu müssen Sie lediglich im Baumarkt günstige Schaumstoffschläuche kaufen und diese um die Heizungsrohre legen. Ungedämmte Rollladenkästen sind in vielen Altbauten ebenfalls ein Schwachpunkt. Häufig ist eine Dämmung dieser Rollladenkästen aber schon mit geringem Aufwand möglich. Anleitungen dazu finden Sie im Internet.

Richtig lüften

Heizkosten machen einen großen Teil der Nebenkosten von Mietern aus. Um in der kalten Jahreszeit einen Wärmeverlust zu vermeiden und dadurch Geld zu sparen, kommt es auch auf die richtige Art des Lüftens an. Sie sollten in Ihrer Wohnung mehrmals täglich stoßlüften – also drei bis vier Mal pro Tag die Fenster für etwa zehn Minuten weit öffnen. Idealerweise öffnen Sie gleichzeitig ein gegenüberliegendes Fenster, damit Durchzug entsteht. So kommt schnell frische Luft in den Wohnraum, ohne dass allzu viel Wärme verlorengeht. Durch den Luftaustausch verhindern Sie Schimmel und sparen Heizenergie. Die Räume sollten aber nicht auskühlen. Denn dadurch kondensiert die Feuchtigkeit und es ist viel Zeit und Heizenergie nötig, um den Raum wieder zu trocknen. Ein Fenster, das den ganzen Tag gekippt ist, kann Sie pro Heizsaison mehrere hundert Euro kosten. Außerdem ist es empfehlenswert, nachts – falls vorhanden – Vorhänge und Jalousien zu schließen. So gelangt in kalten Nächten weniger Energie nach draußen.

Thermostate austauschen

Programmierbare Thermostate an Heizkörpern senken den Energieverbrauch. Denn sie lassen sich zum Beispiel so einstellen, dass sie die Raumtemperatur 20 Minuten vor Ihrer Ankunft zu Hause automatisch erhöhen. Auch in Mietshäusern ist es möglich, Thermostatventile zu installieren. Zudem gibt es Thermostate, die sich per Smartphone steuern lassen. So können Sie die Temperatur Ihrer Wohnung mithilfe einer App anpassen, wenn Sie sich auf dem Heimweg befinden.

Tipp: Wenn Sie das Haus verlassen, sollten Sie die Heizung auf Stufe 1 oder 2 stellen, anstatt sie abzudrehen. So wird während Ihrer Abwesenheit die Temperatur im Raum gehalten und damit verhindert, dass die Wände des Gebäudes auskühlen. Das Aufheizen eines ausgekühlten Raums verbraucht mehr Energie als das Laufenlassen der Heizung bei niedriger Stufe.

Heizkörper freihalten

Sie können Heizkosten einsparen, indem Sie dafür sorgen, dass Ihre Möbel nicht die Heizkörper verdecken. Steht beispielsweise eine Couch zu dicht davor, staut sich die Hitze. Deshalb sollte der Abstand von Möbeln zur Heizung mindestens 20 Zentimeter betragen. Gardinen oder schwere Vorhänge verhindern ebenfalls die Wärmeverteilung im Raum. Eine weitere Maßnahme zum Sparen im Alltag ist es, die Heizung regelmäßig zu entlüften. Denn wenn die Heizkörper gluckern oder nicht mehr wie gewohnt heizen, kann überschüssige Luft die Ursache sein. Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage durch einen Fachmann kann ebenfalls zur Einsparung von Heizkosten führen.

Sparduschkopf anbringen

Einen Sparduschkopf erhalten Sie schon für ein paar Euro im Baumarkt. Die Anbringung ist leicht: Schrauben Sie am Duschschlauch den alten Duschkopf ab und bringen Sie den neuen an. Da der Sparduschkopf dem durchströmenden Wasser beim Duschen Luft beimischt, reduziert er Ihren Verbrauch von Warmwasser und damit Ihre Heizkosten.

Renovierung und energetische Modernisierung

Wenn Sie Ihr Haus renovieren, gibt es viele Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu senken. Sie können zum Beispiel Ihre Strom- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen. Gute Dämmmaterialien für die Außenwände senken zudem den Wärmeverlust erheblich. Auch wenn Sie in einer Mietwohnung oder einem Mietshaus leben, können Sie die Dämmung verbessern: Eine hinter den Heizkörpern angebrachte Dämmmatte reflektiert die Wärme in den Wohnraum.

Des Weiteren können Hausbesitzer mit einer energetischen Modernisierung ihren Energieverbrauch und somit ihre Heizkosten senken. Das Investieren lohnt sich also nicht nur im Hinblick auf den Umweltschutz, sondern zahlt sich auch aus. Nutzen Sie dabei die finanzielle Unterstützung vom Staat. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel bezuschusst Modernisierungen, die für eine bessere Energieeffizienz sorgen. Ihre Bank unterstützt Sie bei der energetischen Modernisierung und prüft, ob Sie Anspruch auf Fördermittel haben.

Sie möchten Geld sparen? Ihre Volksbank Raiffeisenbank vor Ort hilft Ihnen gerne dabei.