Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Der für die Geldpolitik maßgebliche Einlagesatz steigt damit auf 2,5 Prozent. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) hält diese Entscheidung angesichts der anhaltenden Inflationsrisiken für angemessen.
„Die EZB sendet mit ihrem Zinsschritt ein klares Signal zur Sicherung der Preisstabilität im Euroraum“, erklärt BVR-Präsidentin Marija Kolak. Stabile Preise seien eine wichtige Voraussetzung für Wachstum, Investitionen und Planungssicherheit bei Unternehmen und privaten Haushalten.
Nach Angaben des BVR hat sich der Preisauftrieb im Euroraum zuletzt wieder verstärkt. Als wesentlichen Treiber nennt der Verband gestiegene Energiekosten. Zwar könne die EZB höhere Energiepreise nicht unmittelbar verhindern, sie müsse aber aus Sicht des BVR vermeiden, dass sich die daraus resultierenden Preissteigerungen dauerhaft auf Inflationserwartungen, Preise und Löhne übertragen.