Freistellungsaufträge prüfen

Worauf Sie achten sollten

22. Dezember 2015

Freistellungsaufträge prüfen und effektiv sparen: Guthabenzinsen bis zu einem bestimmten Freibetrag sind steuerfrei. Um davon richtig profitieren zu können, müssen Sie Ihren Freistellungsauftrag rechtzeitig einreichen und regelmäßig prüfen.

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Mit einem Freistellungsauftrag sichern Sie sich die Auszahlung von Kapitalerträgen wie zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Ausschüttungen von Fonds ohne Abzug von Abgeltungssteuer. Dabei dürfen die Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag nicht übersteigen. Dieser beträgt für Alleinstehende 801 Euro und für Ehepaare 1.602 Euro. Wichtig: Solange Sie keinen Freistellungsauftrag an Ihr Kreditinstitut gestellt haben, führt dieses automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls die Kirchensteuer an das Finanzamt ab – auch wenn Sie die Grenze für den Sparerpauschbetrag nicht überschreiten.

Freistellungsaufträge jährlich prüfen

In der Regel können Sie pro Finanzinstitut einen Freistellungsauftrag für alle Konten einreichen. Gerade aufgrund dieser Aufteilungsmöglichkeit auf mehrere Kreditinstitute ist es jedoch sehr wichtig, den Überblick über alle Aufträge zu behalten und so den Sparerpauschbetrag nicht zu überschreiten. Sollte ein Freistellungsauftrag bei einem Kreditinstitut geändert oder ein neuer abgeschlossen werden, muss eventuell ein anderer Auftrag kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Wie und wann können Sie einen Freistellungsauftrag einreichen?

Einen Freistellungsauftrag reichen Sie unterschrieben bei Ihrem Kreditinstitut ein. Er gilt immer ab dem 1. Januar und zwar für das Jahr, in dem er eingereicht wurde. Sollten Sie einen unbefristeten Auftrag erteilen, achten Sie auf eventuelle künftige Entwicklungen wie zum Beispiel Einkommensänderungen. Den Auftrag können Sie nur zum 31. Dezember kündigen. Vor Beginn und während des jeweiligen Jahres können Sie den Freistellungsauftrag ändern – dies gilt jedoch nicht für die zurückliegenden Jahre.

Steueridentifikationsnummer ab dem 1. Januar 2016 Pflicht

Ab dem 1. Januar 2016 verlieren alle Freistellungsaufträge ohne eine Steueridentifikationsnummer ihre Gültigkeit. Um die Vorteile Ihres Freistellungsauftrags zu sichern, müssen Sie Ihrem Kreditinstitut noch vor Jahresende Ihre Steuer-ID mitteilen. Bei einem Gemeinschaftskonto müssen beide Ehe- oder Lebenspartner ihre Steuer-ID angeben. Geschieht dies nicht, wird das Kreditinstitut die Abgeltungssteuer an das Finanzamt abführen. Sollten Sie die Nummer nicht rechtzeitig an Ihr Kreditinstitut weitergeben, können Sie die zu viel gezahlten Steuern jedoch über Ihre Einkommensteuererklärung zurückholen.

Hinweis auf Beratung: Dieser Artikel gibt nur Anregungen sowie kurze Hinweise und erhebt damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Informationen können eine persönliche Beratung durch einen Steuerberater, Steuerbevollmächtigten, Rechtsanwalt (insbesondere Fachanwalt für Steuerrecht), Ihren Versicherer, einen Berater bei Ihrer Bank oder die für diese Themen zuständigen Ämter nicht ersetzen.

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