Staatliche Prämien sichern

Am 31. Dezember ist Stichtag

Der 31. Dezember ist der Stichtag für die Beantragung staatlicher Prämien. Der Staat hat jungen Leuten gerade beim Bausparen richtig viel zu bieten.

Wohnungsbauprämie (WoP)

Wer in einen Bausparvertrag einzahlt, über 16 Jahre alt ist und kein Einkommen über 25.600 Euro als Single bzw. 51.200 Euro als Verheirateter hat, kann jährlich eine Wohnungsbauprämie bekommen. Auch für Schüler und Studenten ohne eigenes Einkommen gibt es diese Prämie. Der Bausparvertrag unterliegt normalerweise der wohnwirtschaftlichen Verwendung. Aber für unter 25-Jährige gibt es einen weiteren Vorteil: Sie können die geförderten Bausparmittel nach sieben Jahren einmalig frei verwenden1). Das alles spricht dafür, mit dem Bausparen schon früh zu beginnen.

So viel bringt die Wohnungsbauprämie

Die Prämienhöhe beträgt 8,8 Prozent der jährlichen Einzahlung, d. h. bis zu 512 Euro für Alleinstehende bzw. 1.024 Euro für Verheiratete. Die Prämienchance pro Jahr liegt bei 45 Euro2) für Alleinstehende beziehungsweise 90 Euro2) für Verheiratete.

Extra-Geld vom Chef und Arbeitnehmersparzulage (ASZ)

Zusätzlich zum Gehalt zahlt der Arbeitgeber monatlich bis zu 40 Euro vermögenswirksame Leistungen (kurz: VL). Die VL kommen nicht jeden Monat mit aufs normale Girokonto, sondern fließen in eine bestimmte Geldanlage. Beim Bausparen oder beim Fondssparen, zum Beispiel in Aktienfonds, fließen sie direkt in den Vertrag. Als Belohnung legt der Staat beim Bausparen nochmal jährlich bis zu 43 Euro2) Arbeitnehmersparzulage (bei einem Single) obendrauf. Auch hier gelten Einkommensgrenzen: 17.900 Euro bei Singles und 35.800 Euro bei Verheirateten.

So funktioniert die vermögenswirksame Leistung

Sie erteilen Ihrem Arbeitgeber einfach den Auftrag, dass er die VL zum Beispiel direkt in einen Bausparvertrag überweist. Was ist, wenn der Arbeitgeber keine VL zahlt? Man kann ihn trotzdem beauftragen, die VL zu überweisen – und zwar dann aus dem eigenen Gehalt. Das können jährlich bis zu 470 Euro bei einem Single beziehungsweise bis zu 940 Euro bei Verheirateten sein. Auch so bekommen Sie die volle Arbeitnehmersparzulage2) (ASZ) vom Staat.

Riester-Förderung

Als wichtige Säule der Altersvorsorge fördert der Staat Bausparen mit der Riester-Förderung und gegebenenfalls mit zusätzlichen Steuervorteilen. Mindestens vier Prozent (maximal 2.100 Euro) aus dem beitragspflichtigen Vorjahres-Bruttoeinkommen abzüglich Zulagen müssen Sie einzahlen, um die Förderung voll ausschöpfen zu können. Das müssen mindestens 60 Euro pro Jahr sein. Dafür gibt es 154 Euro Grundzulage für einen Single und 300 Euro Kinderzulage (bei Kindern, die nach 2008 geboren wurden). Wer unter 25 Jahre alt ist, kann zudem von einem einmaligen 200-Euro-Berufseinsteiger-Bonus profitieren.

Einkommensgrenzen, Zulagenberechtigung, Anträge ...

Auf den ersten Blick erscheint das alles etwas kompliziert. Die Mitarbeiter der Volksbanken Raiffeisenbanken helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter. Lassen Sie sich beraten und sichern Sie sich bis zum Stichtag am 31. Dezember Ihre Prämien.

1) Nutzt man den Bausparvertrag nicht wohnwirtschaftlich, ist die WoP auf die letzten sieben Sparjahre begrenzt.
2) Bei Berechtigung und weiteren Voraussetzungen
3) Bei Berechtigung; alle Voraussetzungen müssen erfüllt sein.

VR-Future Ausgabe 4/2015

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