BVR-Studie: Regionale Unterschiede prägen die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise bis 2035

Luftaufnahme eines Wohngebiets mit Reihenhäusern, Straßen und grünen Feldern daneben.

Kurz und kompakt

  • Bis 2035 steigen die Kaufpreise für Wohnimmobilien moderat weiter – nominal um 3,1 Prozent und real um rund 1,1 Prozent jährlich.

  • Metropolen und starke Wirtschaftsräume treiben die Preise besonders an, während schwächere Regionen teils an Wert verlieren.

  • Berlin wächst besonders dynamisch, auch Bremen, Brandenburg und Bayern legen gestützt durch Zuzug und knappes Angebot zu.

Analyse von 400 Regionen zeigt Marktentwicklungen

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) untersucht gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts in Deutschland. Im Rahmen der Studienreihe analysierten die Forschenden rund 400 Landkreise und kreisfreie Städte, um regionale Trends und zukünftige Entwicklungen bis 2035 sichtbar zu machen.

Die Analyse der Studie zeigt: Regionale Faktoren bestimmen die zukünftige Entwicklung des Marktes stärker als eine bundesweite Gesamtbetrachtung vermuten lässt.

Moderate Entwicklung der Wohnimmobilienpreise

Nach einer langen Phase niedriger Bauzinsen und stark steigender Wohnimmobilienpreise veränderte sich der Wohnimmobilienmarkt deutlich. Der schnelle Zinsanstieg im Jahr 2022 und steigende Baukosten bremsten die Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum. Im Jahr 2023 sanken die Kaufpreise zunächst, anschließend stabilisierte sich der Markt.

Die aktuelle Entwicklung zeigt eine angemessene Erholung, von der insbesondere Eigentümer profitieren. Die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum steigen wieder und entwickeln sich bis 2035 mit moderatem Tempo weiter. Nominal wachsen die Wohnimmobilienpreise durchschnittlich um etwa 3,1 Prozent pro Jahr, real um rund 1,1 Prozent. Der mittlere Quadratmeterpreis steigt dabei von rund 3.024 Euro im Jahr 2025 auf etwa 4.092 Euro im Jahr 2035. Bereits 2027 erreicht der Wohnimmobilienmarkt voraussichtlich wieder das Preisniveau des Zwischenhochs aus 2022 mit rund 3.213 Euro pro Quadratmeter.

Regionale Unterschiede prägen die Preisentwicklung

Die Entwicklung der Wohnimmobilienpreise fällt regional sehr unterschiedlich aus. Metropolräume und wirtschaftsstarke Regionen weisen eine deutlich höhere Nachfrage nach Wohnimmobilien auf als viele ländliche und strukturschwächere Regionen. Dies spiegelt sich in der Preisentwicklung.

Vor allem folgende Faktoren beeinflussen die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts:

  • demografische Entwicklung,
  • Entwicklung der Haushaltseinkommen,
  • Höhe der Bauzinsen,
  • regionale Arbeitsmarktentwicklung,
  • Zustand des Wohnungsbestands.

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Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Auch zwischen den Bundesländern zeigen sich klare Unterschiede. Besonders dynamisch entwickelt sich Berlin. Bevölkerungswachstum und ein knappes Wohnungsangebot treiben dort die Preise für selbstgenutztes Wohneigentum. Auch Bremen, Brandenburg und Bayern verzeichnen spürbare Zuwächse bei den Wohnimmobilienpreisen. In Brandenburg sorgt der anhaltende Zuzug aus Berlin in das Umland für eine steigende Nachfrage.

Am unteren Ende der Entwicklung stehen Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort bremsen mehrere strukturelle Faktoren die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts. Dazu zählen die demografische Schrumpfung, die schwächere Entwicklung der Haushaltseinkommen sowie die geringere Nachfrage nach Wohnimmobilien in weiten Teilen dieser Bundesländer.

Metropolen und ihr Umland als Wachstumstreiber

Eine besondere Rolle spielen die sieben größten Städte Deutschlands – Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart. Diese Metropolen verzeichnen ein überdurchschnittliches Wachstum der Wohnimmobilienpreise. Insgesamt steigen diese dort real um rund 2,1 Prozent pro Jahr. Auch das Umland dieser großen Städte profitiert von der wirtschaftlichen Dynamik der Metropolen. Viele angrenzende Landkreise entwickeln sich stärker als andere Regionen, weil sie eng mit den wirtschaftlich starken Zentren verbunden sind.

Stadt-Umland-Analyse: Besonders Preise in den sieben größten Städten steigen

Weitere Informationen: Mittlere jährliche Preissteigerung bis 2035 (real), bevölkerungsgewichtet

Quelle: Immobilienpreisprognose des IW Köln (2025), im Auftrag des BVR

Unterschiedliche Entwicklungen auf Landkreisebene

Die Analyse der 400 Landkreise zeigt ein differenziertes Bild des Wohnimmobilienmarkts. Rund 60 Prozent der Regionen verzeichnen steigende Preise. Besonders dynamisch entwickeln sich wirtschaftsstarke Regionen in Süddeutschland sowie einzelne wachsende Städte.

In anderen Regionen – vor allem in Teilen Mitteldeutschlands und in peripheren Räumen – bremsen strukturelle Herausforderungen die Entwicklung des Wohnimmobilienmarkts. Dazu zählen vor allem eine schwächere demografische Entwicklung und geringere wirtschaftliche Dynamik.

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