Wenn der Ausbildungsplatz nicht besetzt ist

Junge Menschen für duale Ausbildung gewinnen

1. August 2017

Auch in diesem Jahr bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Einige Unternehmen rekrutieren ihren Fachkräftenachwuchs über die duale Ausbildung. Mit gezielten Maßnahmen können Ausbildungsbetriebe diesem Trend entgegenwirken.

Jedes Jahr bleiben Ausbildungsplätze frei

Viele Betriebe haben Schwierigkeiten ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: Rund ein Drittel der Stellen bleibt frei. Sie erhalten nur wenige oder gar keine Bewerbungen. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen wirken auf Bewerber häufig nicht so attraktiv wie große Konzerne. Dabei bilden diese Unternehmen ihre Fachkräfte von morgen noch selbst aus.

Schüler gezielt informieren

Viele Schüler – unabhängig der Schulform – haben keine Vorstellung von der Arbeitswelt und den verschiedenen Ausbildungsberufen. Bei vielen Abiturienten gilt ein Studium immer noch als Garant für einen späteren Arbeitsplatz und ein hohes Einkommen. Dabei kennen die meisten Schüler nicht die Möglichkeiten, die sie mit einer dualen Ausbildung erhalten. Ihnen ist nicht bewusst, dass je nach Ausbildung ebenso gute Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten bestehen wie nach einem Studium. Durch Schulkooperationen können Betriebe Schüler über die duale Ausbildung informieren: Azubis als Botschafter an Schulen sind nah an der Zielgruppe, wenn sie von ihren Erfahrungen während der Ausbildung berichten.

Studienabbrecher rekrutieren

Fast jeder dritte Student bricht sein Studium ab. Das bietet ein großes Potenzial für die betriebliche Ausbildung. Mit gezieltem Anwerben können Unternehmen diese jungen Menschen für eine duale Ausbildung gewinnen. Eine betriebliche Ausbildung als Alternative zum Studium ist häufig vielversprechender, als weitere Fachrichtungen an der Universität auszuprobieren. Hier müssen die Betriebe vorlegen: Attraktive Ausbildungsvergütungen, die Chance auf einen Auslandsaufenthalt oder duale Studiengänge können Studienabbrecher und Abiturienten überzeugen und ihnen den Weg in die Wirtschaft ebnen.

Betriebspraktika anbieten

Nur wenige Schüler wissen, wie die Arbeitswelt aussieht und was sich genau hinter einer Berufsbezeichnung verbirgt. Oftmals sind sie orientierungslos, was die Berufswahl angeht. Durch Betriebspraktika können Schüler in Betriebe unverbindlich hineinschnuppern und sich ein Bild vom Ausbildungsangebot machen. Das Unternehmen hat wiederum die Möglichkeit zu testen, ob ein Praktikant für die angestrebte Berufsausbildung geeignet ist. Das gilt insbesondere für Bewerber, die sonst ausgesiebt würden.

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