Generationenmanagement: Vermögen über Generationen erhalten

Kurz und kompakt

  • Generationenmanagement bringt privates und unternehmerisches Vermögen, Vorsorge, Nachfolge sowie persönliche und unternehmerische Ziele zusammen.

  • Bei Bedarf beziehen wir Expertinnen und Experten für Steuer und Recht ein, damit finanzielle, persönliche und rechtliche Fragen gut ineinandergreifen.

  • Wer gut plant, stärkt den Familienfrieden und klärt Zuständigkeiten. So unterstützen Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind.

Ihre Vorteile mit Generationenmanagement

  • Bewahrt das Lebenswerk wohlhabender Kundinnen und Kunden über Generationen hinweg und schafft einen geordneten Rahmen für die Weitergabe von Vermögen, Verantwortung und Werten.

  • Macht transparent, welche Vermögensbestandteile vorhanden sind, welche Ziele mit diesen verfolgt werden und welche Regelungen bereits bestehen.

  • Verbindet persönliche Anliegen mit wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Fragen und bezieht passende Fachleute ein.

  • Unterstützt die Ordnung innerhalb der Familie, reduziert Spannungen und bereitet die nächste Generation auf ihre Rolle sowie auf finanzielle Zusammenhänge vor.

Werte ordnen und Zukunft gemeinsam gestalten

Generationenmanagement schaut weiter als nur bis zum nächsten Schritt. Es ordnet Vermögen, Unternehmen, Immobilien und weitere Werte. Ziel ist es, den Familienfrieden zu wahren und vertraute Personen im eigenen Sinne handlungsfähig zu machen. Wer früh plant, verbindet finanzielle Stabilität, Nachfolge, Stiftungsfragen und familiäre Ziele. So wächst eine Struktur, die Orientierung gibt. Sie hilft Ihnen dabei, Zukunft gemeinsam und zuversichtlich zu gestalten.

Vermögen klar erfassen und zuversichtlich weitergeben

Wer Vermögen über Generationen erhalten möchte, braucht zuerst ein klares Bild von seiner Ausgangslage. Dazu gehören beispielsweise:

  • Geldanlagen
  • Immobilien
  • Unternehmensanteile
  • Wertvolle Gegenstände
  • Bestehende Vorsorgeregelungen
  • Entscheidungen, die bereits zur Nachfolge getroffen wurden

Im Generationenmanagement erstellen die Expertinnen und Experten der Volksbanken Raiffeisenbanken daraus eine strukturierte Übersicht über das Vermögen. Diese zeigt, welche Werte kurzfristig verfügbar sind, welche langfristig gebunden bleiben und wo besonderer Handlungsbedarf besteht. Ebenso fließen dort persönliche und unternehmerische Ziele mit ein. Die Übersicht zeigt außerdem, welche Menschen abgesichert werden. Sie macht deutlich, wie das Vermögen auch für die nächste Generation nutzbar und geordnet bleibt. Unsere Expertinnen und Experten entwickeln daraus zusammen mit Ihnen eine individuelle Strategie. So lässt sich die Vermögensübertragung transparent und zuversichtlich gestalten.

Nachfolge planen in 4 Schritten

Eine frühzeitige Nachfolgeplanung schafft Klarheit für alle Beteiligten, vermeidet Unsicherheiten und gibt Familien die Möglichkeit, wichtige Entscheidungen vorausschauend zu treffen. Zusammen mit den Expertinnen und Experten Ihrer Volksbank Raiffeisenbank erfolgt dies Schritt für Schritt:

1. Vermögenswerte ermitteln

  • Wir erfassen privates und unternehmerisches Vermögen.
  • Unsere Fachleute betrachten bestehende Vorsorge- und Nachfolgeregelungen.
  • Wir klären mit den beteiligten Personen persönliche und unternehmerische Ziele.

-> Ergebnis: Überblick über das gesamte Lebenswerk und Kenntnis, welche Werte, Pflichten und Wünsche zusammengehören.

2. Nachfolgeplanung erstellen

  • Wir stellen Ihre Wünsche zur Weitergabe des Vermögens und Nachfolge zusammen.
  • Wir prüfen Handlungsmöglichkeiten und passende Maßnahmen.
  • Im nächsten Schritt bestimmen wir mit den beteiligten Personen den wirtschaftlichen Spielraum und den Bedarf an Absicherung.

-> Ergebnis: Es entsteht ein geordneter Plan, der Vermögen, Verantwortung und familiäre Ziele miteinander verbindet.

3. Maßnahmen umsetzen

  • Zusammen mit Ihnen klären wir wirtschaftliche, finanzielle und vermögensbezogene Fragen.
  • Gemeinsam setzen wir passende Maßnahmen um.

-> Ergebnis: Schritt für Schritt entsteht eine Planung, die für alle greifbar ist.

4. Nachfolgeplanung regelmäßig kontrollieren

  • Die Nachfolge bleibt nicht starr geplant.
  • Wir prüfen und passen regelmäßig die Planung zusammen an, sobald sich Ihre Lebensumstände ändern.

-> Ergebnis: Die Struktur bleibt anschlussfähig, wenn sich Familie, Vermögen, Unternehmen oder persönliche Ziele verändern.

Eine frühzeitige Nachfolgeplanung schafft Gestaltungsspielraum und wirkt wie ein gemeinsamer Kompass. Sie ordnet nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Erwartungen innerhalb der nächsten Generation. Sie macht sichtbar, wohin die Familie steuert und welche Entscheidungen bereits feststehen. Außerdem zeigt sie, welche Fragen die Familie noch mit Expertinnen und Experten klären sollte. Das ist beispielsweise besonders wichtig, wenn ein Unternehmen übergeben wird oder mehrere Erbinnen und Erben unterschiedliche Vorstellungen haben.

Mit Stiftungen Vermögen sichern und Werte dauerhaft gestalten

Eine Stiftung verbindet Vermögen mit einem dauerhaften Zweck. Beispielsweise fördert sie Bildung, Kunst, Kultur, Soziales, Wissenschaft oder Forschung. Dabei dient eine Stiftung dazu, das Lebenswerk zu erhalten, Vermögen zu sichern, Nachfolge zu regeln oder steuerliche Aspekte zu berücksichtigen. Im Generationenmanagement spielt sie eine besondere Rolle. Denn die Stiftung macht sichtbar, welchem Zweck das Vermögen dauerhaft dient. Zusätzlich gibt sie diesem Ziel eine feste Struktur. Eine Stiftung braucht professionelles Management. So wirken Vermögensstrategie, Anlagerichtlinien, Ausschüttungen, Controlling, Buchhaltung und Reporting gut zusammen.

Familie, Unternehmen und Gemeinwohl absichern – Stiftungsarten im Überblick

Es gibt unterschiedliche Arten von Stiftungen:

  • Familienstiftung: Eine Familienstiftung ist eine privatnützige Form. Sie sichert die Stifterfamilie über Generationen finanziell ab. Erträge fließen nur an begünstigte Familienmitglieder.
  • Unternehmensstiftung: Unternehmensstiftungen eignen sich besonders, wenn Unternehmen als Stiftungsvermögen eingebracht werden. Diese Form der Stiftung kommt infrage, wenn Sie regeln möchten, wer das Unternehmen übernimmt.
  • Gemeinnützige Stiftung: Gemeinnützige Stiftungen verfolgen gemeinwohlorientierte Zwecke. Unter bestimmten Voraussetzungen profitieren sie von steuerlichen Begünstigungen.

Zweck und Rolle von Stiftung, Holding und Family Office

ArtZweckRolleBesonderheit
Stiftung
  • Vermögen für einen festgelegten Zweck nutzen
  • Werte langfristig erhalten
  • Nachfolge vorausschauend gestalten
  • Bezieht steuerliche Aspekte frühzeitig ein
  • Gestaltet gesellschaftlich relevante Ziele mit
  • Sichert begünstigte Familienmitglieder über Generationen finanziell ab
  • Regelt, wer das Unternehmen übernimmt
  • Je nach Zweck und Rolle gibt es gemeinnützige, familienbezogene, unternehmensnahe und treuhänderische Stiftungsformen sowie weitere Varianten.
  • Wichtig sind ein klarer Stiftungszweck, eine passende Vermögensstrategie, verbindliche Anlagerichtlinien sowie eine verlässliche Verwaltung und Kontrolle.
Holding
  • Vermögen oder Unternehmen innerhalb der Familie langfristig sichern und verwalten
  • Vermögen oder Unternehmen geordnet übertragen
  • Familienvermögen liegt nicht verstreut bei einzelnen Personen
  • Dachgesellschaft bündelt das Vermögen, steuert es zentral und sorgt für klare Strukturen
  • Gesellschaftsverträge regeln, wer entscheiden und Anteile verkaufen darf und wie Gesellschafterinnen und Gesellschafter abgefunden werden
  • Anteile lassen sich schrittweise übertragen, etwa durch Schenkung oder Erbfolge
  • Die ältere Generation behält zunächst Kontrolle, Stimmrechte oder Geschäftsführung
  • Freibeträge bei Schenkung und Erbschaftsteuer oder Regelungen zur Unternehmensnachfolge lassen sich gezielter nutzen
  • Gesellschaftsanteile lassen sich geplant, stufenweise und nach klaren Regeln weitergeben
Family Office
  • Vermögen wohlhabender Familien langfristig strukturieren und schützen
  • Vermögen innerhalb der Familie verwalten
  • Vermögen an die nächste Generation übergeben
  • Erhält Familienvermögen über Generationen hinweg
  • Koordiniert dessen strategische Verwaltung
  • Verbindet steuerliche, rechtliche und familiäre Ziele gemeinsam in einer Strategie
  • Nicht nur einzelne Anlagen stehen im Fokus
  • Ein Family Office betrachtet Immobilien, Unternehmensbeteiligungen und Liquidität gemeinsam mit Themen wie Stiftungen, Versicherungen, Steuern und Nachfolge
  • Banken, Steuer- und Rechtsberatung, Vermögensverwaltung sowie notarielle Begleitung stimmen ihre Arbeit gemeinsam im Interesse der Familie aufeinander ab
  • Die Familie legt Regeln fest, nach denen sie künftig entscheidet, informiert wird und Verantwortung übernimmt

Stiftung, Holding und Family Office erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die Stiftung legt den Fokus insbesondere auf Werte, Zweckbindung des Vermögens, langfristige Wirkung und Vermögenserhalt. Das Family Office begleitet strategisch bei komplexen Familien- und Unternehmensfragen. Die Holding bietet eine rechtliche Struktur. In ihr lassen sich Familien- oder Unternehmensvermögen in einer Dachgesellschaft bündeln, steuern und geordnet an die nächste Generation übertragen.

Entscheidend ist nicht der Name der Struktur, sondern Ihr Ziel: Vermögen bündeln, Familie absichern, ein Unternehmen übergeben, Werte sichtbar machen oder mehrere Anliegen gemeinsam gestalten.

Nachfolge, Vermögen und gemeinsame Ziele für Familien von Unternehmerinnen und Unternehmern

Bei unternehmerisch geprägten Familien steht häufig die Unternehmensnachfolge im Mittelpunkt. Eine Betriebsübergabe innerhalb der Familie oder an eine externe Person bringt wirtschaftliche, finanzielle und vermögensbezogene Fragen mit sich. Dabei gilt es, die Zukunft des Unternehmens, gemeinsame Ziele und nächste Schritte frühzeitig zu planen. Wer ein Unternehmen aufgebaut hat, verbindet damit meist nicht nur Kapital. Oft geht es auch um Verantwortung für Beschäftigte, Kundinnen und Kunden, Familie und die Region. Ein strukturiertes Generationenmanagement hilft Familien von Unternehmerinnen und Unternehmern dabei, Nachfolge, Vermögen und familiäre Ziele gemeinsam und zuversichtlich zu gestalten. So bleiben unternehmerische und private Interessen gleichermaßen im Blick.

Steuerliche Planung im Generationenmanagement

Die steuerliche Planung gehört zum Generationenmanagement dazu. Wer Vermögen überträgt, löst auch finanzielle Folgen aus: Erbschaftsteuer, mögliche Steuereinsparungen, Schenkungen im Rahmen von Freibeträgen oder die steuerliche Begünstigung gemeinnütziger Stiftungen. Steuern berühren viele Fragen:

  • Wann übertragen Familien Vermögen?
  • Welche Personen werden bedacht?
  • Welche Struktur passt?
  • Und wie möchte eine Familie das Lebenswerk langfristig erhalten?

Eine frühzeitige Planung bietet mehr Möglichkeiten, das Vermögen gemeinsam zu gestalten. Generationenmanagement im Private Banking ordnet Vermögen, Ziele und familiäre Fragen. Die steuerlichen und rechtlichen Expertinnen und Experten Ihrer Volksbanken Raiffeisenbanken liefern dazu die passenden fachlichen Einschätzungen.

FAQs zum Generationenmanagement

Generationenmanagement im Private Banking strukturiert privates und unternehmerisches Vermögen vorausschauend. Es bereitet die Weitergabe an die nächste Generation oder an andere gewünschte Personen vor. Es umfasst Vermögensübergabe, Unternehmensnachfolge und Stiftungsmanagement. Die Beratung erfasst Vermögenswerte und prüft bestehende Regelungen. Auf dieser Grundlage lassen sich persönliche und unternehmerische Ziele ausloten und passende Maßnahmen entwickeln. Bei Bedarf ziehen die Beraterinnen und Berater steuerliche und rechtliche Fachleute hinzu. So lassen sich wirtschaftliche, familiäre und fachliche Aspekte gemeinsam betrachten. Es entsteht eine langfristig belastbare Struktur, die Vermögen erhält, Verantwortung ordnet und Familien handlungsfähig hält.

Eine frühzeitige Nachfolgeplanung schafft Gestaltungsspielraum und hilft, ungeplante Entwicklungen zu vermeiden. Beispiele dafür sind Erbstreit, hohe Erbschaftsteuern und eine Zersplitterung des Vermögens. Wer früh beginnt, ordnet Wünsche zur Vermögensweitergabe, Absicherungsbedarf, wirtschaftlichen Spielraum und familiäre Zuständigkeiten klarer. Gerade bei Unternehmen zählt der zeitliche Vorlauf, weil Führung, Vermögen, Verantwortung und familiäre Erwartungen zusammenkommen. Eine rechtzeitig entwickelte Struktur hilft der Familie, gemeinsam dranzubleiben und Entscheidungen nicht erst unter Druck zu treffen.

Stiftungen spielen beim Vermögenserhalt eine besondere Rolle. Sie geben Werte weiter, erhalten das Lebenswerk und regeln die Nachfolge. Zugleich dient Vermögen dauerhaft einem bestimmten Zweck. Familienstiftungen sichern begünstigte Familienmitglieder über Generationen finanziell ab. Unternehmensstiftungen eignen sich, wenn die Stifterin oder der Stifter ein Unternehmen einbringt und die familieninterne Unternehmensnachfolge gestaltet wird. Gemeinnützige Stiftungen verfolgen gemeinwohlorientierte Ziele. Damit die Stiftung langfristig wirken kann, braucht sie eine klare Verwaltung des Vermögens. Dazu gehören verbindliche Anlagerichtlinien, geregelte Ausschüttungen und ein laufendes Controlling.

Eine Familienstiftung kommt infrage, wenn eine Familie Vermögen über Generationen finanziell absichern möchte. Sie ist privatnützig und schüttet Erträge an begünstigte Familienmitglieder aus. Damit unterscheidet sie sich von einer gemeinnützigen Stiftung, die gemeinwohlorientierte Zwecke verfolgt und unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt ist. Eine Familienstiftung passt besonders dann, wenn die Familie das Vermögen langfristig bündeln, kontrolliert weitergeben und klare Regeln dafür festlegen möchte. Bei dieser Entscheidung spielen außerdem weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Dazu zählen die Vermögenssituation, die Ziele, die Familienstruktur, der Stiftungszweck sowie die steuerliche und rechtliche Bewertung.

Eine Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie verbindet wirtschaftliche, vermögensbezogene und persönliche Fragen. Zunächst erfassen Expertinnen und Experten private und unternehmerische Vermögenswerte und betrachten bestehende Regelungen. Danach stellen sie gemeinsam mit ihren Kundinnen und Kunden Ziele, Wünsche zur Nachfolge, wirtschaftlichen Spielraum, Absicherungsbedarf und konkrete Maßnahmen zusammen. Bei Familienunternehmen geht es außerdem darum, gemeinsame Ziele zu erarbeiten und einen vorausschauenden Fahrplan für die Übergabe zu entwickeln. Eine Unternehmensstiftung spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn ein Unternehmen in das Stiftungsvermögen eingebracht wird und die familieninterne Nachfolge geregelt werden soll.

Wer Vermögen überträgt, sollte Erbschaftsteuer, mögliche Schenkungen, Freibeträge und Stiftungen frühzeitig berücksichtigen. Schenkungen sind im Rahmen steuerlicher Freibeträge unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Bei Stiftungen hängt eine Begünstigung davon ab, ob das Finanzamt die Stiftung als gemeinnützig anerkennt. Diese Fragen sind eng mit Recht, Familie und Vermögensstruktur verbunden. Deshalb bezieht Generationenmanagement steuerliche und rechtliche Expertinnen und Experten in die Planung ein.

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