Um eine Rentenlücke zu schließen, sollten Sie Ihre Altersversorgung frühzeitig in die Hand nehmen und sich für eine private Zusatzrente entscheiden. Dafür gibt es viele verschiedene Möglichkeiten: Bei einer betrieblichen Altersvorsorge sparen Sie mit Unterstützung durch einen Arbeitgeberzuschuss und mit steuerlichen Vorteilen. Bei der Riester- und der Rürup-Rente unterstützt Sie ebenfalls der Staat durch Steuervorteile beim Aufbau Ihrer Altersvorsorge. Fondsgebundene Rentenversicherungen lassen sich auf Ihre Bedürfnisse zuschneiden. Dabei entscheiden Sie selbst über den Auszahlungsbeginn und darüber, ob Sie den angesparten Betrag in Form einer Einmalzahlung oder in monatlichen Raten erhalten.
Aktienfonds und ETFs sind ebenfalls geeignet, um privat fürs Alter vorzusorgen. Mit einem ETF-Sparplan zum Beispiel investieren Sie monatlich einen festgelegten Betrag. Entscheiden Sie sich am besten für Fonds oder für andere Produkte, mit denen Sie Ihre Investitionen auf verschiedene Branchen und Regionen verteilen. Das minimiert das Risiko eines Wertverlustes. Und: Wenn Sie früh mit dem Vermögensaufbau beginnen, ist Ihr Depot weniger anfällig für Kursschwankungen.
Neben dem Abschluss einer privaten Vorsorge ist es in manchen Fällen auch möglich, die gesetzliche Rente zu erhöhen:
Kindererziehungszeiten: Wer Kinder erzieht, die ab 1992 geboren sind, erhält für jedes Kind 3 Rentenpunkte. Das entspricht beim aktuellem Rentenwert von 37,60 Euro rund 113 Euro mehr Rente monatlich. Der Antrag zur Anrechnung von Kindererziehungszeiten ist kostenfrei.
Kontenklärung: Überprüfen Sie Ihr Rentenkonto, um sicherzustellen, dass alle relevanten Beiträge darin erfasst sind – zum Beispiel diejenigen, die Sie durch Nebenjobs während des Studiums oder durch Pflege von Angehörigen erworben haben. Bis zum Alter von 45 Jahren können Sie freiwillig Beiträge nachzahlen. Ab 50 können Sie zusätzliche Rentenpunkte kaufen.