Checkliste Besichtigung: Worauf muss ich achten?

Kurz und kompakt

  • Eine gründliche Vorbereitung auf die Besichtigung einer Immobilie ist essenziell, um eine fundierte Kaufentscheidung treffen zu können.

  • Vor dem Termin sollten Sie die Umgebung der Immobilie erkunden, um Lage, Infrastruktur, Lärmquellen, Parkmöglichkeiten und potenzielle Nachbarschaft kennenzulernen.

  • Es empfiehlt sich, den Besichtigungstermin bei Tageslicht durchzuführen, ausreichend Zeit einzuplanen, eine weitere Person mitzunehmen und Hilfsmittel wie einen Zollstock bereitzuhalten.

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So bereiten Sie sich auf eine Immobilienbesichtigung vor

Um sich gut auf die Besichtigung einer Wohnung oder eines Hauses vorzubereiten, erstellen Sie eine Checkliste. Halten Sie darauf alle Punkte fest, die Ihnen wichtig sind, damit Sie während des Termins nichts vergessen. Was bei der Checkliste und einer Immobilienbesichtigung zu beachten ist, lesen Sie hier.

Worauf Sie vor dem Besichtigungstermin achten sollten

Wenn Sie einen Besichtigungstermin für einen Wohnungs- oder Hauskauf vereinbaren, planen Sie mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer beziehungsweise der Maklerin oder dem Makler genügend Zeit ein. Es ist empfehlenswert, den Termin bei Tageslicht wahrzunehmen, denn so erkennen Sie Mängel besser. Gehen Sie mit einer weiteren Person zur Besichtigung, denn vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei. Nehmen Sie zudem einen Zollstock mit, um zum Beispiel die Wohnfläche nachzumessen.

Lage und Umgebung der Immobilie

Sammeln Sie vor Ihrer Wohnungs- oder Hausbesichtigung Informationen über die Lage der Immobilie. So verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck über das Wohngebiet, die Verkehrsanbindungen und Freizeitmöglichkeiten sowie die Nachbarschaft. Machen Sie sich dabei Notizen und achten Sie auf folgende Punkte:

  • Lage: Liegt die Immobilie in der Innenstadt, am Ortsrand oder in einem Wohngebiet? Wie ist die Bebauungsdichte?
  • Infrastruktur: Wie ist die Bus- und Bahn-Anbindung? Befinden sich Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärztinnen und Ärzte oder Spielplätze in der Nähe?
  • Lärmquellen: Hören Sie Straßenverkehr oder Geräusche aus einem Industrie- oder Gewerbegebiet?
  • Sind Parkplätze fußläufig erreichbar?
  • Wer sind Ihre zukünftigen Nachbarinnen und Nachbarn?

Diese Angaben sollte das Exposé enthalten

Lassen Sie sich während der Besichtigung das Exposé von der Verkäuferin oder dem Verkäufer beziehungsweise der Maklerin oder dem Makler vorlegen. So können Sie die Immobilie besser beurteilen. Das Exposé sollte folgende Angaben zur Immobilie bzw. Unterlagen enthalten:

  • Anschrift,
  • Baujahr,
  • Grundriss, Wohnfläche und Grundstücksfläche in Quadratmetern,
  • Anzahl der Zimmer und Raumaufteilung,
  • Vorhandensein von Balkon, Terrasse, Garten, (Tief-)Garage, Carport,
  • Details zu Keller und Waschküche,
  • Angaben zum Energieträger der Heizung (Gas-, Öl-, Zentralheizung),
  • Energieausweis mit Angaben zur Energieeffizienzklasse sowie zum Energieverbrauch des Gebäudes (dieser muss, sofern er nicht bereits im Exposé enthalten ist, spätestens bei der Besichtigung zugänglich sein),
  • ggf. Angaben zu Modernisierungen, Sanierungsmaßnahmen oder zum energetischen Zustand des Gebäudes,
  • Kaufpreis, Nebenkosten und Betriebskosten,
  • möglicher Einzugstermin.

Ausstattung und Zustand beachten

Achten Sie beim Besichtigungstermin auch darauf, wie die Räumlichkeiten ausgestattet sind und in welchem Zustand sie sich befinden.

Innenbereich:

  • Zustand der Wände, Böden und Decken
  • Raumaufteilung und Lichtverhältnisse
  • Gerüche, Feuchtigkeit und Schimmelanzeichen
  • Wasseranschluss und Geräte in der Küche
  • Waschmaschinenanschluss, Fliesen usw. in Bad und WC
  • Feuchtigkeit im Keller
  • Alter und Material von Türen und Innentüren
  • Zustand und Sicherheit von Treppenhaus und Geländer

Haustechnik und Energie:

  • Art, Alter und Wartungsaufwand der Heizungsanlage
  • Warmwasserbereitung (zentral über eine Heizungsanlage oder dezentral)
  • Zustand von Elektrik und Sicherungskasten
  • Vorhandensein einer Smart-Home-Ausstattung
  • Zustand der Lüftungssysteme
  • Energieeffizienz und Angaben im Energieausweis

Außenbereich der Immobilie:

  • Dachdämmung und Zustand der Dachrinnen
  • Fassadendämmung
  • letzte Sanierung von Fenster und Türen
  • Zustand von Balkon, Terrasse oder Garten
  • Zugänge und Wege, Vorhandensein von Stellplätzen
  • Zustand des Grundstücks

Fragen an Eigentümerin und Eigentümer oder Maklerin und Makler

Bei einem Besichtigungstermin stellen Interessentinnen und Interessenten häufig viele Fragen zur Immobilie. Typisch sind folgende:

  • Warum wird die Immobilie verkauft?
  • Gab es oft Eigentümerwechsel?
  • Ist die Immobilie aktuell vermietet?
  • Besteht Denkmalschutz?
  • Gab es An- oder Umbauten sowie Sanierungen oder Modernisierung?
  • Gibt es versteckte Mängel?
  • Welche Nutzungsmöglichkeiten bieten die Räume?
  • In welchem baulichen Zustand befinden sich die einzelnen Teile der Immobilie?
  • Wie ist der Zustand der technischen Anlagen?
  • Wie sind Balkone, die Terrasse oder der Garten ausgerichtet?
  • Gibt es draußen Wasser- und Stromanschlüsse?
  • Wie ist der Zustand der Garage oder des Carports?
  • Gibt es Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder und Mülltonen?
  • Besteht Sichtschutz zu Nachbarinnen und Nachbarn?
  • Wie ist das weitere Vorgehen nach der Besichtigung?

Weitere Faktoren bei der Wohnungs- oder Hausbesichtigung

Berücksichtigen Sie bei der Besichtigung zudem Folgendes:

  • Ermöglicht die Immobilie ein altersgerechtes und barrierefreies Wohnen?
  • Ist das Haus oder die Eigentumswohnung hellhörig?
  • Wie ist die Geschwindigkeit des Internetanschlusses bzw. ist ein Breitband- oder Glasfaseranschluss verfügbar?

FAQs zur Checkliste für eine Hausbesichtigung

Zu den wichtigen Unterlagen gehört in der Regel ein Exposé mit grundlegenden Angaben wie Baujahr, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Raumaufteilung und Ausstattung. Ein aktueller Energieausweis ist ebenfalls relevant, da er Auskunft über den Energieverbrauch des Gebäudes gibt. Darüber hinaus sind Grundrisse, Angaben zur Heizungsanlage sowie Informationen zu durchgeführten Modernisierungen oder Sanierungen hilfreich.

Bereits bei der ersten Besichtigung zeigen sich oft Hinweise auf Feuchtigkeit oder Schimmel. Typische Anzeichen sind dunkle Flecken an Wänden oder Decken, abblätternde Farbe, wellige Tapeten oder ein muffiger Geruch in den Räumen. Seien Sie besonders aufmerksam in Bereichen wie Kellern und Badezimmern sowie bei Außenwänden und Fenstern. Dort tritt Feuchtigkeit häufiger auf. Kondenswasser an Fenstern oder sichtbare Wasserflecken deuten auf ebenfalls Feuchtigkeitsprobleme hin.

Relevant sind beispielsweise Informationen zu vergangenen Renovierungen oder Modernisierungen sowie zum Zustand von Dach, Fenstern oder Leitungen. Fragen zur Heizungsanlage, zu laufenden Kosten oder zur aktuellen Nutzung der Immobilie sind ebenfalls wichtig.

Der Zustand der Heizungsanlage spielt eine wichtige Rolle bei der Einschätzung der laufenden Kosten und möglicher zukünftiger Investitionen. Relevant sind unter anderem das Alter der Anlage, der verwendete Energieträger sowie der allgemeine Wartungszustand. Der Standort der Heizungsanlage und Hinweise auf regelmäßige Wartungen geben ebenfalls Aufschluss über den Zustand. In vielen Fällen sind diese Informationen im Energieausweis oder in technischen Unterlagen zur Immobilie enthalten.

Versteckte Mängel sind bei einer kurzen Besichtigung nicht immer sofort erkennbar. Bestimmte Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass weitere Untersuchungen sinnvoll sind. Dazu zählen beispielsweise frisch gestrichene Stellen an einzelnen Wänden, ungleichmäßige Bodenbeläge, ungewöhnliche Gerüche oder Risse im Mauerwerk. Feuchtigkeitsspuren oder schlecht schließende Fenster und Türen können ebenfalls Hinweise auf bauliche Probleme geben.

Aspekte wie eine gute Verkehrsanbindung, das Vorhandensein von Einkaufsmöglichkeiten, Schulen oder medizinischer Versorgung erleichtern den Alltag in einem Wohngebiet. Ebenso beeinflussen Lärmquellen wie stark befahrene Straßen, Bahnstrecken oder nahe Gewerbebetriebe die Wohnqualität. Außerdem sollten Sie darauf achten, ob es Grünflächen und Freizeitmöglichkeiten in der Nähe gibt.

Der Energieausweis enthält wichtige Informationen zur energetischen Qualität eines Gebäudes. Besonders relevant sind die Energieeffizienzklasse sowie Angaben zum Energieverbrauch der Immobilie. Außerdem gibt der Energieausweis Auskunft über den verwendeten Energieträger der Heizungsanlage und das Baujahr des Gebäudes. Anhand dieser Informationen lässt sich der energetische Zustand der Immobilie besser einschätzen.

Sanierungsbedarf zeigt sich durch verschiedene Hinweise. Dazu gehören beispielsweise beschädigte Fassaden, ältere Fenster, ein in die Jahre gekommenes Dach oder veraltete technische Anlagen. Risse im Mauerwerk, abgenutzte Bodenbeläge oder ältere Sanitärinstallationen deuten ebenfalls darauf hin, dass in Zukunft Modernisierungsbedarf bestehen wird.

Bei einer Hausbesichtigung lohnt es sich, einige Dinge mitzunehmen. Dazu zählen beispielsweise Notizen oder eine Checkliste mit wichtigen Punkten, auf die Sie während des Termins achten können. Ein Maßband oder Zollstock hilft, Raumgrößen zu ermitteln. Darüber hinaus ist es sinnvoll, Fotos oder Notizen zu machen, um die Eindrücke später besser vergleichen zu können. Diese Vorbereitungen erleichtert es, sich ein umfassendes Bild von der Immobilie zu verschaffen.

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