Kosten und Vorteile einer Heizungsmodernisierung

Kurz und kompakt

  • Durch eine Heizungsmodernisierung können Sie bis zu 60 Prozent Energie bei der Warmwasserbereitung und bis zu 30 Prozent beim Heizen sparen. Damit senken Sie Ihre Kosten und schonen die Umwelt.

  • Je nach Maßnahme können Sie für eine Heizungsmodernisierung Zuschüsse und zinsgünstige Förderkredite bekommen.

  • Für bestimmte ältere Standard- und Konstanttemperaturkessel besteht eine gesetzliche Austauschpflicht. Brennwert- und Niedertemperaturkessel sind davon nicht betroffen.

Effizienter heizen und dadurch Heizkosten senken

Eine Heizungserneuerung birgt das höchste Energieeinsparpotenzial bei einer Immobilie. Wann Sie Ihre Heizung modernisieren sollten, welche Modernisierungsmaßnahmen sich lohnen und welche Förderprogramme der Staat bietet, erfahren Sie hier.

Warum und wann sollten Sie Ihre Heizung modernisieren?

Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer gibt es viele Gründe für eine Heizungsmodernisierung. Der Wichtigste: Die alte Heizung bringt nicht mehr die gewohnte Leistung, während gleichzeitig der Verbrauch und damit die Heizkosten ungewöhnlich hoch sind. So werden die Räume trotz erheblichem Verbrauch nicht richtig warm. Dabei kann der Heizkessel in manchen Fällen so alt sein, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt. Hinzu kommt, dass bei einigen alten Heizkesseln ohnehin die gesetzliche Austauschpflicht greift. Hiervon betroffen sind Standard- und Konstanttemperaturkessel, die 30 Jahre oder älter sind. Brennwert- und Niedertemperaturkessel mit höherem Wirkungsgrad sind von dieser Regelung ausgenommen.

Die gesetzlichen Vorgaben zur Heizungsmodernisierung ergeben sich aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG). Es ersetzt das vorherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) und räumt Eigentümerinnen und Eigentümern mehr Entscheidungsfreiheit bei der Wahl ihrer Heiztechnik ein. Trotzdem gelten für ältere Standard- und Konstanttemperaturkessel weiterhin gesetzliche Austauschpflichten.

Wenn Ihre Heizungsanlage zwischen 15 und 20 Jahre alt ist, sollten Sie über Modernisierungsmaßnahmen nachdenken. Der beste Zeitpunkt für eine Heizungsmodernisierung ist der Sommer. Denn in dieser Jahreszeit benötigen Sie Heizenergie nur für die Warmwasserbereitung und nicht für das Erwärmen Ihrer Räume. Außerdem kann eine Modernisierung Ihrer Heizung aufgrund unerwarteter Probleme wie Lieferschwierigkeiten mehr Zeit in Anspruch nehmen als geplant. Deshalb ist eine Heizungsmodernisierung in den warmen Monaten ratsam.

Möglichkeiten der Heizungsmodernisierung

Wenn Sie Ihre alte Heizung austauschen oder auch nur modernisieren lassen möchten, stehen Ihnen verschiedene Heizsysteme und Modernisierungsmaßnahmen zur Auswahl. Bei einem Austausch Ihrer alten Heizungsanlage können Sie zwischen einer Wärmepumpe, Pelletheizung, Solarthermie-Anlage oder einer Hybridheizung wählen. In Letzterer sind mehrere Arten der Wärmeerzeugung miteinander kombiniert, zum Beispiel eine Gasheizung mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe. Eine Hybridheizung sorgt für bis zu 60 Prozent Einsparung bei der Warmwasserbereitung sowie für bis zu 30 Prozent Einsparung beim Heizen.

Sie können auch bei Ihrem bislang genutzten Brennstoff wie Gas bleiben und nur einen Kesseltausch vornehmen lassen. Bei sehr alten Heizkesseln wie Konstanttemperatur- oder Niedertemperaturkesseln empfiehlt es sich, auf Brennwerttechnik umzustellen. Damit steigern Sie die Effizienz Ihres Heizsystems und senken somit Ihre Heizkosten um bis zu 12 Prozent.

Ist Ihr alter Heizkessel noch voll funktionsfähig und erfüllt alle gesetzlichen Vorgaben, können Sie ihn behalten und zugleich Ihre Heizkosten durch einfache und vergleichsweise kostengünstige Modernisierungsmaßnahmen merklich senken. Hierzu zählen der Austausch der Thermostate oder Pumpen, ein hydraulischer Abgleich für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme im gesamten Heizsystem sowie die Dämmung von Pufferspeicher, Rohren und Heizkesseln, um Verluste beim Wärmetransport zu reduzieren.

Förderung von Heizungsmodernisierung

Die Kosten für eine Heizungsmodernisierung schwanken je nach Umfang der Modernisierung sowie der Art des neuen Heizsystems, aber auch je nach Region, Hersteller und Dienstleister. Die Bundesregierung setzt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit angepassten Förderbedingungen fort. Je nach Maßnahme und persönlichen Voraussetzungen können Sie Zuschüsse oder zinsgünstige Förderkredite beantragen.

Der Ergänzungskredit ist nur in Kombination mit einer Zuschusszusage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Heizungsförderung und/oder einem Zuwendungsbescheid des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für energetische Einzelmaßnahmen erhältlich.

Die neue Förderung für den Heizungstausch können Sie bei der KfW beantragen. Einzelne Effizienzmaßnahmen wie Dämmungen oder einen Fenstertausch beantragen Sie als Zuschuss direkt beim BAFA.

Haus modernisieren? Wir helfen bei der passenden Finanzierung

Modernisierung finanzieren

Eine Modernisierung steigert den Wert Ihrer Immobilie. Wir unterstützen Sie dabei, die passende Finanzierung für Ihr Modernisierungsvorhaben zu finden.

Investitionskostenzuschüsse 2024

Für Heizungsmodernisierungen stehen im Rahmen der BEG Zuschüsse und – unter bestimmten Voraussetzungen – zinsgünstige Förderkredite zur Verfügung. Die Förderhöhe richtet sich nach der jeweiligen Maßnahme sowie den persönlichen Fördervoraussetzungen. Informationen zu den aktuellen Förderbedingungen stellt die KfW bereit.

FAQs zum Thema "Heizung modernisieren"

Folgendes sind die vielversprechenden Heizsysteme der Zukunft:

Wärmepumpe – wandelt die in Luft, Wasser und Erdreich gespeicherte Energie in Heizwärme um. Benötigt keine fossilen Brennstoffe und lässt sich sehr gut mit Photovoltaik kombinieren. Zudem sind die Wartungskosten niedrig.

Solarthermie-Anlage – Die Anlagen fangen die thermische Energie von Sonnenstrahlen auf und leiten sie in Speicher zur Warmwasserbereitung oder zur Heizungsunterstützung weiter. Solarenergie ist kostenlos und lässt sich hervorragend mit weiteren Energieformen kombinieren.

Pelletheizung – erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Holzpellets. Diese Heizsysteme verursachen vergleichsweise geringe Betriebskosten und können – abhängig von Gebäude und Heizsystem – eine Alternative zu Heizungen sein, die mit fossilen Brennstoffen laufen.

Blockheizkraftwerk – dient zur gleichzeitigen Gewinnung von Strom und Wärme. Es weist einen hohen Brennstoffausnutzungsgrad auf. Zusätzlich ist es möglich, den erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen und dafür eine Vergütung zu erhalten.

Hybridheizung – darin sind unterschiedliche Heizsysteme kombiniert. Gängig ist die Verbindung von Gasheizungen oder Ölheizungen mit Anlagen, die weitere Wärmequellen nutzen. Überschüssige Wärme wird dabei im Pufferspeicher eingelagert. Im Falle einer Temperaturunterschreitung übernimmt die Gas- oder Ölheizung die Wärmeerzeugung.

Das Gebäudemodernisierungsgesetz sieht kein generelles Verbot bestimmter Heizungsarten vor. Eigentümerinnen und Eigentümer können weiterhin zwischen verschiedenen Heizsystemen wählen, darunter Wärmepumpen, Fernwärme, Biomasse-, Hybrid-, Gas- und Ölheizungen. Für bestimmte ältere Heizkessel gelten jedoch weiterhin gesetzliche Austauschpflichten. Zudem gelten künftig schrittweise höhere Anforderungen an die eingesetzten Brennstoffe. So muss der Anteil an fossilen Brennstoffen an der Wärmeerzeugung im Laufe der Jahre schrittweise zugunsten erneuerbarer Energieträger sinken.

Ihr Weg ins Eigenheim: Mit flexibler Tilgung finanzieren

Annuitätendarlehen

Volle Planungssicherheit für Ihre Baufinanzierung dank konstanter Raten und Tilgung bereits von Anfang an.