Finanzierung und Förderung Ihrer Wärmepumpe

Kurz und kompakt

  • Die Gesamtkosten variieren je nach Typ: ab 20.000 Euro für Luftwärmepumpen bis hin zu über 28.000 Euro für Wasser- oder Erdmodelle inkl. Einbau und Zusatzarbeiten.

  • Die staatliche Förderung ab 2026 umfasst 30 Prozent Grundförderung. Hinzu kommen bis zu 55 Prozent Bonus durch verschiedene Zusatzprogramme.

  • Zusätzliche Fördermaßnahmen und Kredite gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

  • Alternativ lassen sich 20 Prozent der Investitionskosten steuerlich absetzen, wenn Sie keine anderen Fördermittel beanspruchen.

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Modernisierung finanzieren

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Finanzierungsmöglichkeiten für moderne Heizsysteme

Mit einer Wärmepumpe heizen Sie umweltfreundlich, denn Sie nutzen natürliche Energie. Zwar sind die Anschaffungskosten recht hoch, aber langfristig rechnet sich die Investition. Staatliche Fördermaßnahmen entlasten Sie bei der Finanzierung Ihrer Wärmepumpe.

Drei Arten von Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe transportiert Wärme von außen ins Innere des Hauses. Zur Wärmeerzeugung dienen dabei kostenlose Quellen wie Luft, Wasser und Erdwärme. Luftwärmepumpen gewinnen selbst im Winter Energie für den Heizbetrieb aus der Umgebungsluft. Bei Wasserwärmepumpen speist sich die Energie aus dem Grundwasser, das ganzjährig eine konstante, nutzbare Temperatur hat. Ebenso ist das Erdreich schon in einer Tiefe von ein bis zwei Metern ständig warm genug, um mithilfe einer Erdwärmepumpe Heizenergie zu gewinnen.

Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist es allerdings sinnvoll, das Haus mit einer guten Wärmedämmung auszustatten. Deshalb kommen Wärmepumpen bevorzugt in energetisch modernisierten Häusern oder neuen Niedrigenergiegebäuden zum Einsatz.

Kosten einer Wärmepumpe

Die Gesamtkosten variieren je nach Typ von Wärmepumpe, für den Sie sich entscheiden. Sie setzen sich zusammen aus den Kosten für Anschaffung, Installation, notwendige Zusatzgeräte, Entfernung des alten Heizsystems, Handwerkerinnen und Handwerker, eventuell anfallende Erdarbeiten sowie den Aufwendungen für den hydraulischen Abgleich bei der Inbetriebnahme.

Typ von WärmepumpeGesamtkosten
Luft-Luft-Wärmpumpe
ab 20.000 €
Luft-Wasser-Wärmepumpe
ab 28.000 €
Grundwasser-Wärmepumpe
ab 24.000 €
Erd-Wärmepumpeab 25.000 €

Bundesförderung für Wärmepumpen (Stand 2026)

Zuschüsse aus der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) federn die recht hohen Anschaffungskosten für Wärmepumpen ab. Je nach Ausgangssituation können Sie die Zuschüsse miteinander kombinieren:

  • Grundförderung von 30 Prozent für den Austausch von mit fossiler Energie betriebenen Heizungen gegen Wärmepumpen,
  • Effizienzbonus von 5 Prozent für Wärmepumpen, die Wasser, Abwasser oder das Erdreich als Quelle nutzen oder natürliche Kältemittel verwenden,
  • 20 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus bis 2028 für den frühzeitigen Austausch bestimmter noch funktionstüchtiger Heizungen und
  • 30 Prozent Einkommensbonus für Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 40.000 Euro.

Weitere staatliche Förderungen

Wenn Sie sich als Immobilien-Eigentümerin oder Eigentümer für den Einbau einer Wärmepumpe entscheiden, können Sie weitere staatliche Förderungen in Anspruch nehmen. Die BEG fördert effiziente Bauvorhaben. Je nach Art des Vorhabens erfolgt der Antrag beim BAFA oder bei der KfW.

 GebäudeVorhabenArt der FörderungHöhe der Förderung
BAFA-FörderungGebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizungeinzelne MaßnahmenZuschuss zu Kauf- und Installations-Kosten15 % plus ggf. 5 % Bonus, Höchstgrenze von 30.000 €
KfW-Förderung Programm 458bestehendes Wohngebäude von PrivatpersonenHeizungstauschZuschussbis zu 70 % der förderfähigen Kosten
KfW-FörderungNeubaukomplette Sanierung oder NeubauKreditmax. 150.000 € Kredit, zusätzliche Förderung möglich

Durch einen Steuerbonus die Wärmepumpe mitfinanzieren

Sie erhalten einen Steuerbonus für Ihre Wärmepumpe, wenn der Einbau Teil einer energetischen Sanierung ist. Den zu sanierenden Wohnraum müssen Sie selbst nutzen und er muss älter als 10 Jahre sein. Maximal können Sie 20 Prozent Ihrer Kosten steuerlich geltend machen, wobei die Obergrenze bei 40.000 Euro liegt. Den Bonus erhalten Sie innerhalb einer Zeitspanne von 3 Jahren. Im ersten Jahr dürfen Sie 7 Prozent beim Finanzamt absetzen. In den folgenden 2 Jahren die restlichen 13 Prozent. Eine Kombination der Steuererleichterung mit anderen Fördermöglichkeiten ist allerdings nicht möglich.

Kredite und Darlehen

Oft reicht eine Förderung allein nicht aus, und Immobilien-Eigentümerinnen und Eigentümer benötigen zusätzlich einen Kredit. Mögliche Finanzierungen:

Förderkredit der KfW
Kredit Ihrer BankBaufinanzierungBausparvertragRatenzahlung
KfW-Programm 261 (günstige Kreditkonditionen in Kombination mit Fördermitteln)
Lassen Sie sich bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort zu einem Kredit beraten.Wer beim Hausbau oder nach einem Hauskauf eine Wärmepumpe einbaut, kann auf die Baufinanzierung zurückgreifen.Günstige Alternative zu einem Kredit, wenn es um eine Sanierung oder Modernisierung handeltEinige Handwerksbetriebe, die Wärmepumpen einbauen, bieten Ratenzahlungen an.

In 4 Schritten zum Kredit

  1. Finanzierungsbedarf ermitteln
    Sammeln Sie Angebote und berechnen Sie Ihre Kreditlücke.
  2. Passende Kreditanbieter wählen
    Nutzen Sie z. B. den Kreditrechner Ihrer Bank.
  3. Kredit beantragen
    Reichen Sie den Antrag beim gewählten Anbieter ein.
  4. Loslegen
    Nach Kreditfreigabe können Sie mit dem Einbau beginnen.

Mit unserem Kreditrechner berechnen Sie schnell Ihre mögliche Kredithöhe:

Wärmepumpe – Sofortkauf oder Finanzierung

Ob Sie eine Wärmepumpe aus eigenen Mitteln kaufen oder mit Krediten finanzieren möchten, hängt selbstverständlich von Ihrem Budget ab. Die hohen Kosten für Kauf und Einbau einer Wärmepumpe machen günstige Kredite, die speziell für den Erwerb umweltfreundlicher Heizsysteme konzipiert sind, für viele Immobilien-Eigentümerinnen und Eigentümer attraktiv, selbst wenn die nötigen Mittel vorhanden sind. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile:

Wärmepumpe kaufenWärmepumpe finanzieren
keine langfristigen finanziellen Verpflichtungen
günstigere Gesamtkosten
+ Steuervorteile bei Kauf
hohe Investitionssumme
- starke Kapitalbindung
+ keine Anschaffungskosten
+ langfristig planbare Bezahlung
+ Steuerbonus bei Finanzierung
+ vorhandenes Kapital bleibt evtl. ungebunden
- lange finanzielle Gebundenheit
- höhere Gesamtkosten

FAQs zur Finanzierung einer Wärmepumpe

Ja, indem Sie Rechnungen und Aufträge separat führen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass Sie für keinen Betrag doppelt Förderung erhalten.

Ja, Fördermittel können Sie auch dann bei der BAFA beantragen, wenn die Finanzierung schon vorhanden ist. Es ist jedoch entscheidend, dass Sie den Förderantrag vor Baubeginn einreichen.

Ja, wenn Ihr Bausparvertrag schon zuteilungsreif ist, können Sie ihn für beliebige bauwirtschaftliche Zwecke nutzen. Selbstverständlich auch für den Einbau einer Wärmepumpe. Fragen Sie eine Beraterin oder einen Berater bei Ihrer Volksbank Raiffeisenbank vor Ort danach.  

Ja, eine Photovoltaikanlage liefert die elektrische Energie, die die Wärmepumpe benötigt, um die vorhandene Umweltwärme auf eine höhere Temperatur zu bringen. Durch die Nutzung des selbstproduzierten Solarstroms senken Sie die Betriebskosten Ihrer Heizungsanlage erheblich.

Wir beraten Sie gern

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