Baufinanzierungsrechner: So planen Sie Ihre Immobilienfinanzierung

Kurz und kompakt

  • Der Baufinanzierungsrechner unterstützt Sie dabei, Ihre monatlichen Kreditraten zu berechnen, wenn Sie ein Eigenheim bauen oder kaufen möchten.

  • Geben Sie Darlehenssumme, Laufzeit und Zinssatz ein. So verschaffen Sie sich eine Orientierung, welche Monatsratenhöhe zu Ihrem Budget passt.

  • Die Finanzierung setzt sich aus Tilgungs- und Zinsanteil zusammen. Mit Sondertilgungen können Sie die Rückzahlung beschleunigen.

Baufinanzierungsrechner kostenlos nutzen

Mit dem Baufinanzierungsrechner vergleichen Sie schnell und einfach unterschiedliche Finanzierungsvarianten. Geben Sie dazu einfach einige wenige Daten an. Dann erhalten Sie einen Richtwert dazu, wie Ihre Monatsrate aussehen könnte. Eine verbindliche Finanzierungszusage ersetzt der Rechner jedoch nicht.

Berechnen Sie Ihre möglichen Monatsraten

So funktioniert der Baufinanzierungsrechner

  1. Kreditbetrag festlegen: Ermitteln Sie zunächst, welchen Betrag Sie für Ihr Vorhaben brauchen. Grundlage dafür sind der Kaufpreis bzw. Baupreis der Immobilie, Kauf- oder andere Nebenkosten und Ihr Eigenkapital.
  2. Laufzeit auswählen: Legen Sie fest, innerhalb welchen Zeitraums Sie das Darlehen zurückzahlen möchten.
  3. Effektiven Jahreszins eingeben: Der effektive Jahreszins beinhaltet sämtliche Kosten, die für Ihren Kredit entstehen, also neben den Kreditzinsen auch alle Kreditnebenkosten. Orientieren Sie sich bei Ihrer Angabe am besten an den Zinsen, die auf dem Markt gerade realistisch sind.
  4. Verschiedene Szenarien vergleichen: Ändern Sie Kreditbetrag, Laufzeit oder Zinssatz und vergleichen Sie die Auswirkungen auf Ihre Monatsrate.

Der Rechner dient als erste Orientierung und stellt kein Kreditangebot dar. Die tatsächlichen Konditionen einer Baufinanzierung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Sie vereinbaren diese Konditionen individuell mit Ihrer Bank oder einem anderen Kreditinstitut.

So ermitteln Sie Ihren Finanzierungsbedarf

Bevor Sie den Baufinanzierungsrechner nutzen, müssen Sie Ihren Finanzierungsbedarf ermitteln. Denn nicht der Immobilienpreis allein entscheidet über die Höhe des Darlehens. Kaufnebenkosten und vorhandenes Eigenkapital spielen ebenfalls eine Rolle. Zu den Kaufnebenkosten zählen insbesondere:

  • Grunderwerbsteuer,
  • Notarkosten,
  • Grundbuchkosten,
  • gegebenenfalls Maklerkosten.

Warum Eigenkapital die Finanzierung beeinflusst

Eigenkapital verringert den Betrag, den Sie durch ein Darlehen finanzieren müssen. Je mehr eigenes Geld Sie also einbringen, desto geringer fällt der Finanzierungsbedarf aus.

Rechenbeispiel: Finanzierung mit wenig Eigenkapital

Ausgangssituation

  • Kaufpreis: 400.000 €
  • Eigenkapital: 20.000 €
  • Darlehen: 380.000 €

Beispielrechnung

  • Sollzins: 3,5 %
  • Tilgung: 2 %
  • Monatliche Rate: rund 1.742 €
  • Zinskosten bis zur vollständigen Rückzahlung: rund 233.000 €
  • Laufzeit: rund 31 Jahre

Wer nur wenig Eigenkapital einbringt, benötigt ein höheres Darlehen. Dadurch sind sowohl die Monatsrate als auch die Zinskosten für die gesamte Laufzeit recht hoch.

Rechenbeispiel: Finanzierung mit viel Eigenkapital

Ausgangssituation

  • Kaufpreis: 400.000 €
  • Eigenkapital: 80.000 €
  • Darlehen: 320.000 €

Beispielrechnung

  • Sollzins: 3,5 %
  • Tilgung: 2 %
  • Monatliche Rate: rund 1.467 €
  • Zinskosten bis zur vollständigen Rückzahlung: rund 196.000 €
  • Laufzeit: rund 31 Jahre

Das höhere Eigenkapital reduziert den Finanzierungsbedarf. Dadurch fallen sowohl die monatliche Rate als auch die gesamten Zinskosten geringer aus.

Wie Sie einschätzen können, welche Rate zu Ihrem Budget passt

Die monatliche Rate sollte dauerhaft zu Ihrer finanziellen Situation passen. Deshalb lohnt es sich, vor einer Finanzierung Ihre regelmäßigen Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen. Berücksichtigen Sie dabei insbesondere:

  • Nettoeinkommen: Erfassen Sie alle regelmäßigen Einnahmen Ihres Haushalts.
  • Laufende Verpflichtungen und Ausgaben: Berücksichtigen Sie Miete, Kredite, Versicherungen und andere feste und regelmäßige Ausgaben in Ihrem Haushalt.
  • Rücklagen: Planen Sie Geld für Urlaub, größere Anschaffungen, unerwartete Ausgaben oder andere Ziele wie beispielsweise die Altersvorsorge ein.
  • Reserven für Reparaturen: Eigentümerinnen und Eigentümer sollten Geld zurücklegen, um die Immobilie instand halten zu können.

Wie die Tilgung Ihre Finanzierung beeinflusst

Die Tilgung bestimmt, wie schnell Sie das Darlehen zurückzahlen. Durch eine höhere Tilgung steigt zwar Ihre monatliche Rate, dafür sinkt aber die Dauer, in der Sie den Kredit zurückzahlen.

Beispiel: 300.000 Euro Darlehen bei 3,5 Prozent Sollzins

TilgungMonatliche RateLaufzeit
1 %ca. 1.125 €

ca. 44 Jahre

2 %

ca. 1.375 €

ca. 31 Jahre

3 %

ca. 1.625 €

ca. 24 Jahre

Welche Baufinanzierungsarten es gibt

DarlehensartTypischer Einsatz
AnnuitätendarlehenStandardfinanzierung für Kauf, Bau oder Modernisierung

Zinszahlungsdarlehen

 

Besondere Finanzierungsmodelle mit späterer Tilgung

Forward-Darlehen

Anschlussfinanzierung für bestehende Darlehen

Die richtige Baufinanzierung finden

Der Baufinanzierungsrechner liefert nur einen ersten Anhaltspunkt dafür, wie Ihre Finanzierung aussehen kann. Da eine Immobilienfinanzierung für viele Jahre oder sogar Jahrzehnte Ihre Finanzplanung beeinflussen wird, ist es wichtig, Entscheidungen nicht nur aufgrund der Höhe der Monatsrate zu treffen. Denn auch Faktoren wie Ihre weiteren Lebenspläne, finanziellen Reserven oder Ihr Umgang mit Zinsänderungen spielen eine wichtige Rolle. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Ihrer Volksbank Raiffeisenbank unterstützen Sie dabei, Ihre finanziellen Möglichkeiten und Ihre Pläne einzuordnen, damit Sie die passende Finanzierung für Ihr Vorhaben finden.

FAQs zum Baufinanzierungsrechner

Der benötigte Kreditbetrag ergibt sich aus dem Kauf- oder Baupreis der Immobilie zuzüglich der Kauf- oder anderer Nebenkosten und abzüglich Ihres Eigenkapitals. Zu den Kaufnebenkosten zählen beispielsweise Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls Maklergebühren. Das Ergebnis des Rechners zeigt, welchen Betrag Sie monatlich für Ihr Darlehen zahlen müssen.

Um einzuschätzen, welche Kreditrate Sie sich leisten können, müssen Sie selbstverständlich Ihre laufenden monatlichen Kosten berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere die Ausgaben für Strom, Heizung, Wasser, Versicherungen, Grundsteuer, Instandhaltung und Reparaturen.

Grundsätzlich sind Immobilienfinanzierungen auch ohne Eigenkapital möglich. In diesem Fall steigt jedoch Ihr Finanzierungsbedarf, da Sie neben dem Kaufpreis auch die Kaufnebenkosten finanzieren müssen. Banken prüfen solche Vorhaben besonders sorgfältig und stellen oft höhere Anforderungen an Einkommen und finanzielle Stabilität.

Nicht unbedingt. Viele Kaufinteressierte behalten einen Teil ihres Vermögens als finanzielle Reserve zurück. So bleibt nach dem Immobilienkauf Spielraum für Umzugskosten, Modernisierungen, Reparaturen oder unerwartete Ausgaben.

Viele Immobilienkäuferinnen und -käufer beginnen mit einer Tilgung von 2 bis 3 Prozent pro Jahr. Die passende Höhe hängt jedoch von Ihren finanziellen Möglichkeiten ab. Wichtig ist, dass die Tilgungshöhe dauerhaft zu Ihrem Budget passt.

Eine höhere Tilgung verkürzt die Rückzahlungsdauer des Darlehens. Dadurch sinkt die Restschuld schneller und Sie sind früher schuldenfrei. Gleichzeitig erhöht sich jedoch die monatliche Rate. Deshalb sollten Sie die Tilgung so wählen, dass Ihnen immer ausreichend finanzieller Spielraum bleibt.

Durch die Sollzinsbindung ist festgelegt, wie lang der für Ihren Kredit vereinbarte Zinssatz unverändert gilt. Während dieser Zeit bleibt der Zinssatz unabhängig von den Entwicklungen am Kapitalmarkt bestehen. Durch eine längere Sollzinsbindung lassen sich die Finanzierungskosten besser planen. Wenn Sie auf fallende Marktzinsen spekulieren und eine kürzere Sollzinsbindung wählen, brauchen Sie meist eine Anschlussfinanzierung für Ihr Darlehen. Dafür gelten dann selbstverständlich die Marktzinsen, die zum Zeitpunkt des neuen Kreditabschlusses aktuell sind. Diese können höher oder niedriger ausfallen als die Zinsen für Ihr ursprüngliches Darlehen.

Steigen die Marktzinsen während der vereinbarten Sollzinsbindungszeit, hat dies keine Auswirkungen auf Ihr Darlehen. Erst wenn eine Anschlussfinanzierung erforderlich wird, gelten die dann aktuellen Zinskonditionen. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Kreditnehmerinnen und -nehmer für eine längere Sollzinsbindung.

Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht. Viele Immobilienkäuferinnen und -käufer wählen Sollzinsbindungen von 10, 15 oder 20 Jahren. Welche Zeitspanne sinnvoll ist, hängt unter anderem vom aktuellen Zinsniveau ab.

Eine Anschlussfinanzierung wird erforderlich, wenn nach Ablauf der Sollzinsbindung noch eine Restschuld besteht. Für diesen verbleibenden Betrag können Sie einen neuen Kredit vereinbaren und müssen dann den aktuellen Zinssatz dafür zahlen. Viele Eigentümerinnen und Eigentümer beschäftigen sich bereits einige Monate vor dem Ende der Zinsbindung mit den Möglichkeiten für die weitere Finanzierung.

Bei einer Sondertilgung zahlen Sie zusätzlich zur vereinbarten Rate einen weiteren Betrag zurück. Dadurch reduziert sich die Restschuld schneller. Ob und in welcher Höhe Sondertilgungen möglich sind, richtet sich nach den Vereinbarungen im Darlehensvertrag.

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