Rente planen: Sorgenfrei in Rente gehen

Kurz und kompakt

  • Eine frühzeitige Ruhestandsplanung hilft Ihnen, Versorgungslücken zu erkennen und gezielt gegenzusteuern, bevor finanzieller Druck entsteht.

  • Die gesetzliche Rente bildet meist nur die Basis, weshalb zusätzliche Vorsorge über betriebliche und private Lösungen entscheidend ist.

  • Wer Ausgaben, Steuern, Risiken und persönliche Ziele im Ruhestand einbezieht, schafft eine realistische und tragfähige Finanzplanung.

Sorgenfrei in die Rente gehen

Mit Beginn der Rente fängt ein neuer Lebensabschnitt an. Ihre Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützen Sie bereits heute, damit Sie sorgenfrei in Rente gehen und sich Ihre Wünsche für das Alter erfüllen können. 

Warum eine Ruhestandsplanung wichtig ist

Die gesetzliche Rente bildet die Basis Ihrer Altersvorsorge. Bei vielen Menschen reicht sie aber nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu finanzieren. Planen Sie Ihren Ruhestand, um Versorgungslücken rechtzeitig zu erkennen. So können Sie mit passenden Vorsorgelösungen gegensteuern. Zudem gewinnen Sie Planungssicherheit für große Fragen wie Wohnen, Reisen oder die Unterstützung von Familie. Eine strukturierte Ruhestandsplanung schafft damit die Grundlage für die finanzielle Unabhängigkeit im Alter.

Wann sollte ich beginnen, meinen Ruhestand zu planen?

Sie sollten so früh wie möglich damit beginnen, Ihren Ruhestand zu planen. Spätestens jedoch dann, wenn Sie ins Berufsleben einsteigen. Je mehr Zeit Sie haben, desto geringer sind die monatlichen Sparbeträge, mit denen Sie Ihr Ziel erreichen. Auch wenn der Ruhestand noch weit entfernt scheint, bauen Sie mit Zins- und Renditeeffekten langfristig Ihr finanzielles Polster auf. Aber auch wenn Sie erst später beginnen: Gehen Sie planvoll vor. Setzen Sie Prioritäten und überlegen Sie sich, wie Sie Ihr vorhandenes Vermögen effektiv einsetzen. Wichtig ist, dass Sie überhaupt beginnen und regelmäßig überprüfen, welche Fortschritte Sie erzielen.

Schritt für Schritt: Wie gehe ich vor?

1. Finanzielle Ausgangslage klären

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre aktuelle finanzielle Situation. Dazu zählen Ihr Einkommen, vorhandenes Vermögen, bestehende Vorsorgeverträge sowie laufende Verpflichtungen. Auf dieser Übersicht bauen Sie alle weiteren Schritte Ihrer Ruhestandsplanung auf.

2. Voraussichtliche Rentenhöhe ermitteln

Prüfen Sie, mit welchen regelmäßigen Einnahmen Sie im Ruhestand rechnen können. Dazu gehört vor allem die gesetzliche Rente. Von Ihrem Rentenversicherungsträger erhalten Sie regelmäßig einen Bescheid über den aktuellen Stand Ihrer Rente – die sogenannte Renteninformation. 

3. Rentenlücke berechnen

Vergleichen Sie Ihre voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand mit Ihrem erwarteten Bedarf. Die Differenz ist Ihre Versorgungslücke. Mithilfe eines Rentenlückenrechners erkennen Sie, wie viel zusätzliches Kapital Sie für Ihren Lebensstandard im Alter benötigen.

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Mit der Riester-Rente unterstützt Sie der Staat bei Ihrer privaten Altersvorsorge. Die monatliche Auszahlung Ihrer Riester-Rente ist Ihnen garantiert.

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4. Finanzbedarf im Ruhestand bestimmen

Überlegen Sie, wie viel Geld Sie im Alter monatlich benötigen. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur den laufenden Lebensunterhalt, sondern auch Ihre Wünsche. Der Bedarf fällt individuell sehr unterschiedlich aus. Sie sollten ihn aber möglichst realistisch kalkulieren.

5. Vorsorge gezielt aufstocken
Schließen Sie eine Lücke bei Ihrer Rente, indem Sie vorsorgen. Zu den geeigneten Mitteln zählen zum Beispiel die betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherungen, Fonds, ETFs oder andere Geldanlagen. Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten bietet das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge.

6. Ausgaben im Ruhestand realistisch planen

Analysieren Sie Ihre voraussichtlichen Ausgaben in der Rentenphase. Wichtige Posten sind Wohnen, Mobilität, Versicherungen und der tägliche Lebensunterhalt. Prüfen Sie frühzeitig, ob Anpassungen sinnvoll sind. So können Sie beispielsweise Ihre Immobilie altersgerecht umbauen und frühzeitig eine KfW-Förderung für die Maßnahme nutzen.

7. Steuern und Versicherungen berücksichtigen

Auch im Ruhestand fallen Abgaben an. Dazu gehören unter anderem Steuern auf Renten und Kapitalerträge sowie Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Planen Sie diese Kosten ebenfalls ein, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

8. Entnahmeplan festlegen

Wenn Sie im Ruhestand auf Vermögen zurückgreifen, das Sie gespart haben, ist ein Entnahmeplan wichtig. Er zeigt Ihnen, wie viel Geld Sie regelmäßig entnehmen können, ohne Ihr Vermögen zu früh aufzubrauchen.

9. Risiken absichern

Sichern Sie zentrale Risiken Ihrer Ruhestandsplanung ab. Dazu zählt vor allem das Risiko, dass Sie länger leben könnten, als Sie bei der Finanzplanung geschätzt haben. In diesem Fall benötigen Sie mehr Geld für Ihre Altersvorsorge. Aber auch für Inflation und steuerliche Veränderungen sollten Sie einen Puffer einbauen. Eine ausgewogene Planung sorgt dafür, dass Ihr Einkommen auch dann ausreicht, wenn Lebenshaltungskosten steigen.

Das Drei-Säulen-Modell der Altersvorsorge

Die Altersvorsorge in Deutschland wird von drei Säulen getragen. Die gesetzliche Rentenversicherung als Basisversorgung stellt die erste Säule dar. Sie ist für alle Beschäftigten verpflichtend. Zur zweiten Säule zählen die Zusatzversorgung durch die betriebliche Altersversorgung und die staatlich geförderte Riester-Rente. Die dritte Säule bilden Kapitalanlageprodukte wie beispielsweise Kapitallebensversicherungen oder private Rentenversicherungen.

Ziele im Ruhestand

Überlegen Sie sich außerdem frühzeitig, wie Sie Ihren Ruhestand gestalten möchten. Ihre persönlichen Ziele haben direkten Einfluss darauf, wie viel Geld Sie benötigen und wie flexibel Ihre Planung sein sollte. Ob Reisen, neue Hobbys, ehrenamtliches Engagement oder mehr Zeit für Familie – all das kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Geld. Wenn Sie darüber nachdenken, Ihren Lebensabend ganz oder teilweise im Ausland zu verbringen, planen Sie das ebenfalls früh ein. Neben den Lebenshaltungskosten spielen auch Fragen zur Krankenversicherung, Besteuerung und Rentenzahlung eine wichtige Rolle, wenn Sie in der Rente auswandern.

Die gesetzliche Rente als Basis der Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente bildet für die meisten Menschen die Grundlage der Altersversorgung. Sie sichert ein lebenslanges Einkommen im Ruhestand, reicht jedoch häufig nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Grund dafür sind unter anderem der demografische Wandel und das sinkende Rentenniveau. Mit einem realistischen Überblick über Ihre Rente können Sie weiterplanen. Hiernach entscheidet sich, ob und in welchem Umfang Sie zusätzlich vorsorgen müssen.

Riester-Rente: Staatlich gefördert vorsorgen

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge und richtet sich vor allem an Personen, die in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Sie kombiniert eigene Sparbeiträge mit Zulagen und möglichen Steuervorteilen. Besonders attraktiv ist die Riester-Rente für Familien mit Kindern und für Berufsbeginnende, da sie von zusätzlichen Förderungen profitieren. Die Förderung erhalten Sie, wenn Sie mindestens vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens einzahlen. Für Ihre Einzahlungen bekommen Sie zum Rentenbeginn die sogenannte Riester-Rente. Diese gibt es parallel zur gesetzlichen Rente an Sie – ebenfalls Ihr Leben lang.

Absicherung: Verständlich erklärt von den Volksbanken Raiffeisenbanken

Illustriertes Erklärvideo über finanzielle Absicherung von Familie, Gesundheit und Sachwerten
Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (Stand: Juni 2017)

Nachlassplanung und Beratung

Eine durchdachte Ruhestandsplanung endet nicht mit der eigenen Absicherung. Sie sollten auch Ihren Nachlass regeln. Klären Sie rechtzeitig, wie Sie Ihr Vermögen nach dem Tod weitergeben und welche Wünsche Sie für den Ernstfall haben. Dazu zählen unter anderem Regelungen zu Erbe und Schenkung, ein Testament sowie Vorsorgedokumente wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Für eine ganzheitliche Planung ist es ratsam, eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Volksbanken Raiffeisenbanken unterstützen Sie dabei, Ihren Ruhestand und Ihren Nachlass zu planen und zu strukturieren.

Fürs Alter vorsorgen heißt clever Geld sparen

Das Thema Altersvorsorge ist noch immer sehr komplex. Für viele Menschen stellt es mit seinen zahlreichen Bedingungen, Regelungen und Möglichkeiten eine Hürde dar. Dabei geht es bei der Altersvorsorge maßgeblich darum, clever Geld zu sparen, um sich im Alter Wünsche erfüllen und den eigenen Lebensstandard erhalten zu können. Die Anlagemöglichkeiten sind mittlerweile so vielfältig, dass für alle eine individuelle Lösung erstellt werden kann. Je nach Bedarf empfiehlt es sich, die eigene private Altersvorsorge auf mehrere Produkte strategisch aufzuteilen. Eine nach wie vor sehr beliebte Form der Altersvorsorge ist das selbstgenutzte Wohneigentum. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren auch von der betrieblichen Altersvorsorge und in vielen Fällen ist die Riester-Rente noch immer eine sinnvolle Ergänzung. Zu einem breit gefächerten Anlageportfolio gehören unter anderem auch der klassische Banksparplan oder eine Anlage in Investmentfonds. Sprechen Sie uns gerne in einer der Filialen der Volksbanken und Raiffeisenbanken an.

Vermögen: Verständlich erklärt von den Volksbanken Raiffeisenbanken

Erklärvideo darüber, wie man nachhaltig und sicher Vermögen über verschiedene Wege aufbauen kann.
Quelle: Bundesverband der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken (Stand: Juni 2017)

FAQs zum Thema Rente planen

Idealerweise beginnen Sie mit der Rentenplanung so früh wie möglich, spätestens jedoch, sobald Sie ins Berufsleben einsteigen. Je früher Sie vorsorgen, desto geringer fallen die monatlichen Sparbeträge aus. Auch Zins- und Renditeeffekte wirken über einen langen Zeitraum deutlich stärker. Wenn Sie früh planen, bleiben Sie außerdem flexibel, wenn sich Ihre Lebenssituation verändert.

Eine erste Orientierung bietet Ihre jährliche Renteninformation der gesetzlichen Rentenversicherung. Dort finden Sie Angaben zu Ihrer bisherigen Anwartschaft und zur möglichen Regelaltersrente. Ergänzend helfen Rentenrechner dabei, unterschiedliche Szenarien abzubilden.

Eine gute monatliche Rente orientiert sich an Ihrem bisherigen Lebensstandard. Häufig gilt, dass Sie etwa 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens anstreben sollten. Wichtig ist jedoch, wie viel Sie wirklich im Ruhestand benötigen. Wenn Sie wenige Erlebnisse planen und geringe Kosten haben, reicht auch ein geringerer Anteil aus.

Die durchschnittliche gesetzliche Altersrente liegt deutlich unter dem letzten Erwerbseinkommen. Viele Rentnerinnen und Rentner erhalten monatlich zwischen 1.200 und 1.500 Euro brutto aus der gesetzlichen Rente. Die tatsächliche Höhe hängt von Beitragsjahren, Einkommen und dem Alter bei Ihrem Renteneintritt ab. Für viele ist es daher wichtig, selbst vorzusorgen, um der Altersarmut zu entgehen.

Die 80/20-Regel besagt, dass Sie im Ruhestand rund 80 Prozent Ihres letzten Nettoeinkommens benötigen, um Ihren Lebensstandard zu halten. Etwa 20 Prozent weniger gelten als ausreichend, da bestimmte Ausgaben wegfallen. Dazu zählen zum Beispiel Kosten für Beruf oder Altersvorsorge. Die Regel dient als grober Richtwert und ersetzt keine individuelle Finanzplanung.

Die 4-Regel geht davon aus, dass Sie jährlich etwa vier Prozent Ihres angesparten Vermögens während der Rente entnehmen dürfen, ohne zu viel Kapital aufzubrauchen. Dieses Modell soll helfen, das Vermögen über einen langen Ruhestand hinweg zu verteilen. Die Regel berücksichtigt jedoch weder Inflation noch individuelle Lebensdauer. Sie eignet sich daher nur als Orientierung, nicht als feste Entnahmestrategie.

Wie viel Vermögen Sie benötigen, hängt stark davon ab, wie viel Geld Sie in Ihrem Ruhestand wirklich benötigen. Häufig werden Beträge im mittleren bis hohen sechsstelligen Bereich genannt, wenn keine zusätzlichen Rentenansprüche bestehen. Wichtiger für Sie ist jedoch, wie groß Ihre Versorgungslücke ausfällt. Eine konkrete Berechnung und Bedarfsermittlung von einer fachkundigen Person liefert Ihnen mehr Klarheit als eine pauschale Summe.

Ein vorgezogener Ruhestand führt in der Regel zu dauerhaften Abschlägen bei der gesetzlichen Rente. Pro Monat des früheren Rentenbeginns sinkt die Rente um einen festen Prozentsatz. Zusätzlich verkürzt sich die Zeit, in der Sie weiter Beiträge einzahlen und Rentenpunkte sammeln. Einen früheren Ruhestand sollten Sie daher finanziell gut vorbereiten.

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