Wenn Sie Ihre Rente planen, sollten Sie daran denken, dass Sie Ihre Bezüge noch versteuern müssen. Diese Rentenabzüge lassen das im Alter zur Verfügung stehende Einkommen sinken. Dadurch und durch stetig sinkendes Rentenniveau kann eine sogenannte Rentenlücke entstehen: die Differenz zwischen dem heutigen Nettogehalt als Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer und der zu erwartenden monatlichen Rente. Einer der ausschlaggebenden Gründe für das sinkende Rentenniveau ist der fortschreitende demographische Wandel. Die Bevölkerung in Deutschland wird im Durchschnitt immer älter und die Zahl Rentenempfängerinnen und -empfängern wächst. Dagegen sinkt die Zahl der Erwerbsfähigen, die mit ihren Beiträgen für die Rentenempfängerinnen und -empfängern aufkommen. Die Studie „Regionen 2035 – Demografie“ des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken zeigt, dass die demographische Entwicklung in Deutschland regional sehr unterschiedlich ist. Vor allem in Ostdeutschland steigt der Altersquotient. Die Folgen betreffen aber das ganze Land. Die aktuellen Pläne der Bundesregierung sehen vor, das Rentenniveau, das Verhältnis der standardisierten Rente zum Durchschnittseinkommen, bis einschließlich 2031 zu stabilisieren. Aber wenn die Zahl der Beitragszahlenden weiter sinkt, besteht die Gefahr, dass das derzeitige Rentenniveau auf Dauer nicht gehalten werden kann.
Doch auch beim aktuellen Rentenniveau von 48 Prozent droht vielen Menschen beim Eintritt in den Ruhestand eine Rentenlücke. Wenn Sie berechnen möchten, wie groß die Rentenlücke bei Ihnen sein wird, benötigen Sie Angaben zu Ihren bereits erworbenen Rentenansprüchen. Diese finden Sie in der Renteninformation, die Sie ab dem 27. Lebensjahr jährlich per Post erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass Sie seit mindestens fünf Jahren Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen.