Der Kauf eines bestehenden Hauses kann günstiger sein als ein Neubau. Achten Sie beim Kauf jedoch besonders auf die Bausubstanz. So können Sie besser einschätzen, welche Renovierungs- und Sanierungskosten zusätzlich auf Sie zukommen.
Für eine Komplettsanierung sind 400 bis 600 Euro pro Quadratmeter zu veranschlagen, bei Schadstoffen wie Asbest oder Blei entstehen hohe Zusatzkosten.
Maßnahmen wie Fassadendämmung oder Heizungstausch können den Energieverbrauch eines Gebäudes senken. Welche gesetzlichen Anforderungen gelten, hängt von der jeweiligen Maßnahme und dem Gebäude ab.
Förderprogramme von KfW, BAFA und Gemeinden unterstützen energetische Sanierungen finanziell und können die Gesamtkosten erheblich senken.
Der Kauf eines bestehenden Hauses kann günstiger sein als ein Neubau. Achten Sie beim Kauf jedoch besonders auf die Bausubstanz. So können Sie besser einschätzen, welche Renovierungs- und Sanierungskosten zusätzlich auf Sie zukommen.
Bei einer Komplettsanierung müssen Sie mit 400 bis 600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Viele Renovierungsarbeiten können Sie jedoch auch nach und nach erledigen. Ganz oben auf der Liste steht zunächst, Feuchtigkeit zu beseitigen sowie Wasserleitungen und Heizung zu erneuern. Bei alten Häusern aus der Nachkriegszeit sollten Sie in Erfahrung bringen, ob sie mit Blei oder Asbest belastet sind. Dann stehen auf jeden Fall teure Sanierungsarbeiten an, die sich allerdings mit einem deutlich niedrigeren Kaufpreis verrechnen lassen.
Noch bis in die 90er-Jahre hinein war es erlaubt, beim Hausbau Asbest zu verwenden. Heute gilt es als gesundheitsgefährdend. Für eine Asbestsanierung in einem Einfamilienhaus mit beispielsweise 150 Quadratmetern Wohnfläche müssen Sie Kosten von 3.000 bis 30.000 Euro je nach Asbestfaserart einplanen.
Ein modriger Geruch bei der Hausbesichtigung deutet auf Schimmelbefall hin. Das ist aber kein Grund, das Haus abzulehnen. Wichtig ist jedoch, nicht am falschen Ende zu sparen und eine qualifizierte Schimmelentfernungsfirma zu beauftragen. Diese kann prüfen, ob es sich lediglich um oberflächlichen Schimmel handelt oder ob es nötig ist, Fliesen auszutauschen. Die Sanierungskosten dafür liegen zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro. Aufsteigende Feuchtigkeit, bei der die im Erdreich vorhandene Nässe ins Mauerwerk zieht und Risse verursacht, kann mit bis zu 10.000 Euro zu Buche schlagen. Bei schwer zugänglichen Bereichen, die zum Beispiel hinter Wänden oder unter Fußböden liegen, steigen die Kosten erheblich. Eine laienhaft ausgeführte Schimmelentfernung kann zu Gesundheitsproblemen führen.
Grob geschätzt betragen die Kosten für die Entfernung von Bleirohren in einem Einfamilienhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche zwischen 2.500 und 10.000 Euro. Veranschlagen Sie rund 25 Euro pro Meter Wasserleitung. Es kann sich lohnen, im Zuge dieser Sanierung weitere Maßnahmen ins Auge zu fassen, zum Beispiel den Einbau von Wasserfiltern, wassersparenden Armaturen oder von energieeffizienten Warmwassersystemen wie Wärmepumpen. So werten Sie Ihr Haus auf und senken langfristig den Energie- und Wasserverbrauch.
Beim Kauf einer Bestandsimmobilie ist es oft notwendig, einige Sanierungsmaßnahmen durchzuführen, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Eine der häufigsten Renovierungen ist die Fassadendämmung. Ermitteln Sie dafür den Wärmedämmungsbedarf, um die richtige Dämmstärke und geeignetes Dämmmaterial wie Mineralwolle oder Styropor auswählen zu können. Für die Planung können Sie eine Energieberatung in Anspruch nehmen. Je nach Kommune oder Beratungsangebot kann diese kostenlos oder vergünstigt angeboten werden. Für die Dämmung müssen Sie mit Summen zwischen 150 und 250 Euro pro Quadratmeter rechnen.
Für ältere Heizungsanlagen können je nach Alter, Technik und Gebäude gesetzliche Vorgaben gelten. Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) lässt Eigentümerinnen und Eigentümern grundsätzlich die Wahl der Heiztechnik. Neben Wärmepumpen, Fernwärme, hybriden Heizsystemen oder Biomasseheizungen können auch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Welche Kosten für einen Heizungstausch entstehen, hängt von der gewählten Technik, der Größe des Gebäudes und den erforderlichen Arbeiten ab.
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Für die Sanierung eines Hauses können verschiedene staatliche Förderangebote infrage kommen. Die Bundesregierung führt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit angepassten Förderbedingungen fort. Gefördert werden unter anderem bestimmte Maßnahmen an der Gebäudehülle sowie der Austausch oder die Optimierung von Heizungsanlagen. Je nach Maßnahme und persönlichen Voraussetzungen können Zuschüsse oder Förderkredite genutzt werden.
Zusätzlich können Förderprogramme der Bundesländer und Kommunen zur Verfügung stehen. Welche Förderung möglich ist, richtet sich nach der jeweiligen Maßnahme und danach, welche Förderbedingung zum Zeitpunkt der Antragstellung gelten.
Wenn Sie für die Kernsanierung, energetische Sanierung und ästhetische Renovierung eines gekauften Hauses mehr als drei Viertel der Gesamtkosten aufbringen müssen, die für einen vergleichbaren Neubau fällig wären, lohnt eher das Abreißen und Neubauen. Liegen die Kosten niedriger, ist eine Modernisierung sinnvoll. Prüfen Sie vor Beginn der Arbeiten, ob für die geplanten Maßnahmen eine Baugenehmigung oder andere behördliche Genehmigungen erforderlich sind.