Die Marktkapitalisierung ist auch bei Kryptowährungen ein vielbeachteter Indikator. Sie berechnet sich ebenfalls durch die Multiplikation des aktuellen Kurses einer Kryptowährung mit der Anzahl der ausgegebenen Coins oder Tokens. Die Marktkapitalisierung hilft, die Größe eines Krypto-Projekts einzuordnen und mit anderen Projekten zu vergleichen. Große Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum erreichen Marktkapitalisierungen in dreistelliger Milliarden- oder manchmal sogar in Billionenhöhe. Kleinere Projekte weisen hingegen oft deutlich geringere Börsenbewertungen auf. Auch hier gilt: Schwankende Kurse verändern die Marktkapitalisierung täglich.
Beispiel: Erreicht der Bitcoin seine maximale Anzahl ausgegebener Token von 21 Mio. und hat jeder Bitcoin einen Wert von 100.000 US-Dollar, so läge die Marktkapitalisierung hier bei 2,1 Billionen US-Dollar.
Anders als bei Aktien sagt die Marktkapitalisierung bei Kryptowährungen jedoch wenig über das tatsächliche Potenzial oder die wirtschaftliche Substanz eines Projekts aus. Viele Kryptowährungen haben keine klassischen Geschäftsmodelle oder Gewinne. Deshalb sollten Anlegende weitere Faktoren prüfen. Diese umfassen beispielsweise:
- das Handelsvolumen,
- die Liquidität (wie leicht sich ein Coin kaufen oder verkaufen lässt),
- die Volatilität (wie stark die Kurse schwanken),
- die Anzahl der aktiven Adressen (wie viele Nutzende eine Blockchain regelmäßig verwenden),
- die Tokenomics (wie viele Coins existieren und wie sie verteilt sind).
Diese Informationen helfen, die Risiken und Chancen von Kryptowährungen besser einzuschätzen.