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Immobilien als Renditeobjekt kaufen

Kurz und kompakt

  • Mit Renditeimmobilien wie Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäusern bauen Sie dank regelmäßiger Mieteinnahmen langfristig Ihr Vermögen auf.
  • Entscheidende Faktoren für den Erfolg einer Kapitalanlage in Immobilien sind die Lage, der bauliche Zustand und die Marktgängigkeit des Objekts. Diese Aspekte beeinflussen die Mietrendite und potenzielle Wertsteigerungen maßgeblich.

  • Berücksichtigen Sie neben den Vorteilen wie regelmäßigen Einnahmen und Vermögensaufbau auch potenzielle Risiken wie Mietausfälle, Instandhaltungskosten und Wertminderungen des Objekts.

Warum Immobilien als Renditeobjekt interessant sind

Viele Anlegende nutzen Immobilien, um langfristig Vermögen aufzubauen und regelmäßige Einnahmen zu erzielen. Als Sachwert helfen Immobilien außerdem dabei, Vermögen abzusichern. Besonders bei einem langen Anlagehorizont eignen sich Renditeimmobilien deshalb häufig als Ergänzung für die Altersvorsorge. Ob sich eine Kapitalanlage lohnt, hängt von drei wichtigen Fragen ab: Wie gut ist die Lage Ihrer Immobilie? Wie finanzieren Sie die Immobilie? Welche Kosten haben Sie?

Mit Renditeimmobilien doppelt profitieren

Renditeimmobilien sind Immobilien, die Sie nicht selbst bewohnen, sondern vermieten. Als Eigentümerin oder Eigentümer nehmen Sie monatlich Miete ein. Gleichzeitig besteht die Chance, dass der Wert der Immobilie über die Jahre steigt. Anlegende profitieren also oft doppelt: Sie erzielen regelmäßige Erträge und können die Immobilie mit Gewinn verkaufen. Je nach Lebenssituation haben Sie später mehrere Optionen: Sie können die Immobilie weiterhin vermieten, selbst einziehen oder das Objekt verkaufen. Den Erlös können Sie dann für andere Ziele nutzen.

Diese Immobilien eignen sich als Renditeobjekt

Nicht jede Immobilie passt gleich gut zu jeder Anlagestrategie. Objektarten unterscheiden sich teilweise deutlich bei Rendite, Risiko und Verwaltungsaufwand. Die folgenden Immobilienarten sind grundsätzlich geeignet, um Rendite zu erzielen:

Eigentumswohnungen

Eigentumswohnungen eignen sich besonders gut, um in Immobilien als Kapitalanlage einzusteigen. Der Kaufpreis fällt oft niedriger aus als bei größeren Objekten wie Ein- oder Mehrparteienhäusern. Wohnungen sind besonders in Städten gefragt. Als Eigentümerin und Eigentümer teilen Sie sich bestimmte Instandhaltungskosten über die Eigentümergemeinschaft. Prüfen Sie vor dem Kauf die sogenannte Teilungserklärung genau: Sie regelt Rechte, Pflichten und Kosten innerhalb der Eigentümergemeinschaft.

Mehrparteienhäuser

Mehrparteienhäuser bieten mehrere vermietbare Einheiten, wodurch sich das Leerstandsrisiko reduziert. Käuferinnen und Käufer benötigen aber deutlich mehr Kapital für den Kauf einer solchen Immobilie. Planen Sie außerdem mehr Aufwand für die Verwaltung ein. Auch wenn Sie modernisieren oder sanieren, fallen bei größeren Gebäuden höhere Kosten an.

Mikroapartments

Mikroapartments richten sich vor allem an Studierende, Berufspendelnde oder Personen mit zeitlich begrenztem Aufenthalt. In belebten Städten erzielen Sie bei dieser Immobilienart oft hohe Mieten pro Quadratmeter. Mieterinnen und Mieter wechseln jedoch häufiger, wodurch Sie mehr aktiv organisieren und verwalten müssen. Besonders wichtig sind deshalb eine gute Lage und eine hohe Nachfrage, damit Ihre Mieterlöse stabil bleiben.

Ferienimmobilien

Ferienwohnungen oder Ferienhäuser erzielen in beliebten Urlaubsregionen teilweise höhere Mietrenditen als klassische Mietwohnungen. Allerdings schwanken die Einnahmen je nach Saison und Nachfrage. Zusätzlich müssen Eigentümerinnen und Eigentümer deutlich mehr Zeit für die Verwaltung der Immobilie einplanen. Reisende buchen, checken ein und aus und Sie müssen die Immobilie regelmäßig reinigen. Leerstände außerhalb der Hauptsaison führen zu geringeren Einnahmen.

Pflegeimmobilien

Pflegeimmobilien bestehen meist aus Wohnungen oder Zimmern innerhalb einer Pflegeeinrichtung. Betreibergesellschaften übernehmen häufig die Vermietung und Verwaltung, wodurch der Aufwand für Eigentümerinnen und Eigentümer sinkt. Die Mietverträge laufen oft über viele Jahre und sorgen für planbare Einnahmen. Geraten Betreibergesellschaften jedoch unter Druck, besteht ein erhöhtes Risiko, dass Ihre Miete teilweise oder vollständig ausfällt.

Gewerbeimmobilien

Zu Gewerbeimmobilien zählen beispielsweise Büros, Einzelhandelsflächen oder Logistikobjekte. Gewerbliche Mietverträge laufen häufig über viele Jahre und ermöglichen attraktive Renditen. Gleichzeitig reagieren Gewerbeimmobilien deutlich stärker, wenn die Wirtschaft sich abkühlt. Deshalb eignen sie sich meist eher für erfahrene Anlegerinnen und Anleger.

Faktoren für langfristig erfolgreiche Renditeobjekte

Langfristig erfolgreiche Renditeimmobilien überzeugen meist nicht durch die höchste Rendite, sondern durch sichere Mieterlöse und eine gute Vermietungssituation für Eigentümerinnen und Eigentümer. Überprüfen Sie die folgenden Kriterien:

  • Stabile Nachfrage: Immobilien in gefragten Wohnlagen vermieten Sie oft einfacher und über längere Zeiträume.
  • Guter baulicher Zustand: Wenn weniger Bedarf beim Sanieren besteht, reduzieren Sie die weiteren Kosten, nachdem Sie gekauft haben.
  • Planbare Instandhaltungskosten: Regelmäßig modernisierte Gebäude verursachen oft weniger unerwartete Reparaturen.
  • Flexible Grundrisse: Gut nutzbare Wohnungen sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.
  • Energieeffiziente Ausstattung: Niedrige Nebenkosten durch eine energieeffiziente und umweltfreundlich ausgestattete Immobilie sind für Mietende attraktiv. So steigern Sie das Wohlbefinden und die Identifikation der Mietenden mit der Immobilie.

Die Lage entscheidet über den Erfolg

Die Lage beeinflusst maßgeblich, wie gut Sie eine Immobilie vermieten und wie stabil sich die Mieten entwickeln. Eine gute Lage zeichnet sich besonders durch diese Faktoren aus:

  • Infrastruktur und Nahverkehr: Ist Ihre Immobilie gut an Bus, Bahn oder Autobahn angebunden, erhöhen Sie die Attraktivität für Mietende.
  • Arbeitsmarkt und Bevölkerungsentwicklung: Wirtschaftlich starke Regionen mit wachsender Bevölkerung sind gefragter.
  • Hochschulen und Unternehmen: Universitäten und große Arbeitgeber sind wichtige Faktoren für einen kontinuierlichen Wohnraumbedarf.
  • Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote: Kurze Wege und ein attraktives Umfeld erhöhen die Chancen, dass Sie Ihre Immobilie vermieten.

Kosten einer Renditeimmobilie

Neben Kaufpreis und Lage entscheiden auch weitere Kosten, ob sich eine Immobilie für Sie lohnt:

  • Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer, Notariats- und Grundbuchkosten sowie Maklerprovision erhöhen den gesamten Kapitalbedarf oft erheblich. Je nach Bundesland fallen so schnell zusätzlich 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises an.
  • Laufende Kosten: Verwaltung, Reparaturen, Versicherungen und Instandhaltung verursachen während der Vermietung Kosten. Sie reduzieren die tatsächlichen Mieteinnahmen und damit Ihre Rendite.
  • Nicht umlagefähige Kosten: Bestimmte Bestandteile des Hausgelds oder Verwaltungsaufwendungen dürfen Vermieterinnen und Vermieter nicht auf Mietende umlegen. Diese Kosten tragen Eigentümerinnen und Eigentümer dauerhaft selbst.
  • Rücklagen: Finanzielle Reserven helfen dabei, größere Sanierungen oder unerwartete Reparaturen zu bezahlen. Vor allem bei älteren Immobilien ist es umso wichtiger, dass Sie stets etwas Geld zurücklegen und beim Mietpreis einkalkulieren.
  • Steuerliche Aspekte: Abschreibungen und Werbungskosten beeinflussen, wie renditestark die Immobilie für Sie ist. Unter bestimmten Voraussetzungen machen Sie beispielsweise Kreditzinsen oder Instandhaltungskosten steuerlich geltend.

Mietrendite berechnen: So beurteilen Sie die Wirtschaftlichkeit

Die Mietrendite zeigt, wie hoch die jährlichen Mieteinnahmen im Verhältnis zum eingesetzten Kapital sind. In der Praxis unterscheiden Anlegende zwischen der Bruttomietrendite und der Nettomietrendite. Daneben gibt es noch die Eigenkapitalrendite und den Cashflow.

Bruttomietrendite

Die Bruttomietrendite setzt die jährlichen Kaltmieteinnahmen ins Verhältnis zum Kaufpreis der Immobilie. Sie eignet sich besonders, um verschiedene Immobilienangebote schnell miteinander zu vergleichen.

Nettomietrendite

Die Nettomietrendite geht einen Schritt weiter. Sie berücksichtigt zusätzliche Kosten, die entstehen, wenn Sie die Immobilie kaufen und vermieten. Dazu zählen unter anderem Kaufnebenkosten wie Grunderwerbsteuer oder notarielle Gebühren. Aber auch laufende Verwaltungskosten, Rücklagen für Instandhaltung und möglicher Leerstand fließen hier ein.

Ein Beispiel für den Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite:

Beim Kaufpreis von 300.000 Euro fallen zusätzlich 30.000 Euro Kaufnebenkosten an. Sie setzen damit insgesamt 330.000 Euro Kapital ein. Die jährliche Kaltmiete liegt bei 14.400 Euro. Werden davon beispielsweise 2.400 Euro für Verwaltung und Instandhaltung abgezogen, verbleiben jährliche Einnahmen von 12.000 Euro. Die Rechnung lautet:

(12.000 / 330.000) × 100 = 3,63

Die Nettomietrendite beträgt in diesem Beispiel also 3,63 Prozent. Sie zeigt realistischer, welche Rendite Sie nach Kosten tatsächlich erzielen. Möchten Sie hingegen die Bruttomietrendite ermitteln, setzen Sie für die 12.000 Euro die 14.400 Euro ein und erhalten eine Rendite von 4,36 Prozent.

 

Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite betrachtet dagegen, wie stark sich das eingesetzte Eigenkapital verzinst. Dabei spielt Fremdkapital eine wichtige Rolle. Nehmen Sie regelmäßig Mieten ein und steigt der Wert Ihrer Immobilie, erhöht der sogenannte Hebeleffekt die Rendite. Der Kredit ist hier der Hebel. So müssen Sie weniger Eigenkapital einsetzen. Die Rendite fällt dann gemessen an Ihrem Eigenkapital höher aus. Gleichzeitig steigt aber auch das Risiko. Steigen die Zinsen oder fallen die Mieterlöse weg, zahlen Sie den Kredit und die Tilgung aus Ihrem eigenen Vermögen. Die Formel für die Eigenkapitalrendite lautet:
(Jährlicher Gewinn ÷ eingesetztes Eigenkapital) × 100

Der Cashflow: Was für Sie übrig bleibt

Der Cashflow zeigt bei einer Renditeimmobilie, wie viel Geld nach Abzug aller laufenden Kosten monatlich übrig bleibt. Er dient als weitere Ertragskennzahl, die Ihren Erfolg misst. Übersteigen die Mieteinnahmen die Ausgaben, entsteht ein positiver Cashflow. Reichen die Mieterlöse dagegen nicht aus, müssen Eigentümerinnen und Eigentümer Geld zuschießen.

Beispiel für einen Cashflow

1.200 Euro Mieteinnahmen und 1.000 Euro monatliche Gesamtkosten ergeben einen positiven Cashflow von 200 Euro für Sie.

Finanzierung und Zinsen beeinflussen die Rendite

Nicht nur die Miete ist für Ihre Rendite entscheidend. Wichtig ist auch, wie Ihre Finanzierung und der dazugehörige Zins ausfallen.

  • Mehr Eigenkapital senkt Kreditkosten: Banken vergeben Darlehen häufig zu besseren Konditionen, wenn Käuferinnen und Käufer einen höheren Eigenkapitalanteil einbringen.
  • Geringeres Eigenkapital steigert die Eigenkapitalrendite: Wenn Sie mit weniger Eigenkapital investieren möchten, erhöhen Sie die Eigenkapitalrendite. Der Ertrag ist im Vergleich zu Ihrem eingesetzten Kapital höher.
  • Lange Zinsbindung erhöht Planungssicherheit: Feste Zinssätze schützen vor steigenden Finanzierungskosten, während Sie Ihren Kredit abbezahlen.
  • Hohe Tilgung reduziert die Restschuld schneller: Wenn Sie mehr tilgen, sinkt die Verschuldung kontinuierlich und die Immobilie gehört schneller vollständig Ihnen.
  • Steigende Zinsen können die Rendite deutlich drücken: Höhere Finanzierungskosten belasten den Cashflow und verschlechtern Ihre Renditeaussichten.

Wie Sie Immobilien vor dem Kauf genau prüfen

Prüfen Sie Ihre Immobilie gründlich, bevor Sie kaufen. So vermeiden Sie teure Fehlentscheidungen und erkennen wichtige Risiken frühzeitig:

  • Mietniveau überprüfen: Prüfen Sie, ob die von Ihnen angesetzte Miete realistisch ist und wie hoch die Miete in vergleichbaren Wohnungen oder Häusern ausfällt.
  • Leerstandsquote in der Region: Hohe Leerstände sind ein Hinweis auf eine strukturschwache Region.
  • Energieeffizienz und Energieausweis: Schlechte Energiewerte einer Immobilie erhöhen die Nebenkosten. Sie führen dazu, dass Sie Ihre Immobilie energetisch sanieren müssen, um sie attraktiv zu halten.
  • Sanierungsbedarf: Kalkulieren Sie, inwieweit Sie die Immobilie modernisieren oder verbessern müssen.
  • Hausgeld und Rücklagen: Vor allem bei Eigentumswohnungen beeinflussen laufende Gemeinschaftskosten die Rendite erheblich.
  • Zustand von Dach, Heizung und Leitungen: Größere Schäden oder veraltete Technik verursachen oft hohe Folgekosten.
  • Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen: Sie zeigt an, welchen Anteil Sie an der Wohneigentumsgemeinschaft besitzen und regelt Rechte und Pflichten.

Fünf häufige Fehler, die Sie besser vermeiden

Viele Probleme entstehen nicht erst nach dem Kauf, sondern bereits durch unrealistische Kalkulationen oder eine falsche Objektwahl. Dazu zählen besonders:

  • Mietausfall unterschätzen: Wenn Mieterinnen und Mieter wechseln, entsteht Leerstand und niemand zahlt Ihnen Miete. Unterschätzen Sie diese Zeiten nicht, wenn Sie planen und Ihre Rendite kalkulieren.
  • Lage falsch bewerten: Ein günstiger Kaufpreis für eine schlechte Lage gleicht eine dauerhaft schwache Nachfrage nicht aus. Die Lage gehört zu den wichtigsten Faktoren.
  • Sanierungskosten zu niedrig ansetzen: Vor allem ältere Immobilien verursachen oft höhere Folgekosten als ursprünglich kalkuliert.
  • Zu optimistisch kalkulieren: Unrealistische Mietannahmen oder dauerhaft volle Auslastung verfälschen die erwartete Rendite.
  • Zinsrisiken ignorieren: Steigende Finanzierungskosten belasten Sie mehr, wenn die Zinsen steigen. Finanzieren Sie Ihre Immobilie langfristig und planbar.

Verwaltung der Immobilie

Eigentümerinnen und Eigentümer von Renditeimmobilien müssen sich außerdem entscheiden, wie sie die laufende Verwaltung organisieren. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten: Sie verwalten die Immobilie selbst oder beauftragen eine Hausverwaltung. Beide Varianten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile, insbesondere beim Zeitaufwand, bei den Kosten und beim organisatorischen Aufwand.

 

Selbstverwaltung

Hausverwaltung
Aufwand

Eigentümerinnen und Eigentümer vermieten selbst und kommunizieren direkt mit den Mieterinnen und Mietern. Sie organisieren Reparaturen ebenfalls selbst.

Die Hausverwaltung übernimmt viele der Aufgaben in Absprache mit Ihnen. Das umfasst insbesondere die Abrechnungen, Instandhaltung und die Kommunikation.

Kosten

Geringere laufende Kosten, da keine Verwaltungsgebühren anfallen

Monatliche Verwaltungsgebühren reduzieren die Nettorendite
KontrolleSie entscheiden selbst, welche Mieterinnen und Mieter Sie auswählen und welche Kosten Sie direkt übernehmen.Entscheidungen laufen häufig über die Verwaltung. Sie steuern weniger und erhalten lediglich die Abrechnung.
ZeitbedarfDeutlich höherer Zeitaufwand, wenn Sie selbst vermieten, die Abrechnung übernehmen und mit Ihren Mietern kommunizieren.

Deutlich geringerer Zeitaufwand für Eigentümerinnen und Eigentümer

FachwissenKenntnisse im Mietrecht, bei Nebenkostenabrechnungen und Organisation von Handwerksleistungen hilfreichVerwaltung bringt Erfahrung mit rechtlichen und organisatorischen Themen ein

So gehen Sie beim Kauf Schritt für Schritt vor

  1. Budget festlegen: Prüfen Sie Eigenkapital, Finanzierungsmöglichkeiten und laufende Belastungen realistisch.
  2. Standort analysieren: Vergleichen Sie Nachfrage, Mietniveau und Leerstand in der gewünschten Region.
  3. Immobilie prüfen: Bewerten Sie Zustand, Energieeffizienz und mögliche Sanierungsrisiken sorgfältig.
  4. Renditepotenzial berechnen: Berechnen Sie Rendite, Cashflow und laufende Kosten möglichst realistisch.
  5. Finanzierung sichern: Stimmen Sie Kredit, Zinsbindung und Tilgung passend auf Ihre Planung ab.
  6. Kauf abschließen: Prüfen Sie Kaufvertrag und Unterlagen sorgfältig, bevor Sie unterschreiben.

Exit-Strategien für Immobilieninvestitionen

Der Verkauf der eigenen Immobilie ist sinnvoll, wenn sich persönliche Ziele ändern oder die Immobilie eine hohe Wertsteigerung erzielt hat. Bei Mehrparteienhäusern bietet sich die Aufteilung in Eigentumswohnungen an, um den Gesamterlös zu erhöhen. Alternativ geben Sie Ihre Immobilien im Rahmen der Vermögensplanung weiter, zum Beispiel an Ihre Kinder oder an Enkelinnen und Enkel. Auch durch eine Erbschaft übertragen Sie Vermögen innerhalb der Familie. Letztlich bestimmt Ihre eigene finanzielle Situation Ihre Exit-Strategie. Planen Sie früh und prüfen Sie auch mögliche steuerliche Vorteile. Nach der Spekulationsfrist von zehn Jahren verkaufen Sie Ihre Immobilie in der Regel steuerfrei.

Alternativ: In Immobilienfonds investieren

Mit Immobilienfonds haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, Anteile an Immobilien zu erwerben. Die Vermietung und Verwaltung bleibt dabei in professionellen Händen. Wie viel Sie investieren bzw. wie viele Anteile Sie kaufen, bleibt Ihnen überlassen. Ob für Ihre Anlagepläne Immobilienfonds geeignet sind und welcher Fonds für Sie in Frage käme, erfahren Sie bei den Expertinnen und Experten der Volksbank Raiffeisenbank in Ihrer Nähe.

FAQs zur Immobilie als Renditeobjekt

Besonders gefragt sind Immobilien in strukturstarken Regionen mit aktiv suchenden Mietenden. Eigentumswohnungen in Städten eignen sich, um in Immobilien einzusteigen, weil Kaufpreis und Verwaltungsaufwand meist überschaubar bleiben. Mehrparteienhäuser bieten oft höhere Einnahmen. Dafür müssen Sie mehr Kapital aufbringen und der Verwaltungsaufwand Ihrer Immobilie ist höher.

Die Rendite hängt stark von Lage, Kaufpreis, Finanzierung und laufenden Kosten ab. In vielen Regionen erzielen Sie Nettomietrenditen zwischen 3 und 6 Prozent. Entscheidend ist jedoch nicht nur die erwartete Rendite, sondern ob nach allen Kosten ein stabiler Cashflow übrig bleibt.

Die wichtigsten Faktoren sind Lage, Nachfrage, Kaufpreis, Finanzierung, Mieteinnahmen und laufende Kosten. Auch Leerstand, Instandhaltung und Energieeffizienz beeinflussen, wie rentabel Ihre Immobilie ist. Die Zinssätze beim Kredit bestimmen ebenfalls Ihre Rendite.

Die Lage beeinflusst, wie gefragt Ihre Immobilie ist und wie gut Sie sie vermieten. Regionen mit guter Infrastruktur, Arbeitsplätzen und wachsender Bevölkerung bieten oft stabilere Mieteinnahmen. Eine schwache Lage verschlechtert dagegen selbst bei einem günstigen Kaufpreis die Aussichten.

Zu den häufigsten Risiken zählen Mietausfälle, Leerstand und unerwartet hohe Sanierungskosten. Ihre Rendite gerät ebenso unter Druck, wenn die Zinsen steigen oder Ihre Immobilie nur schwer zu vermieten ist. Wer Immobilien möglichst realistisch analysiert, die Konditionen gut kalkuliert und konsequent Rücklagen bildet, reduziert die eigenen Risiken.

Mehr eingebrachtes Eigenkapital verbessert häufig die Kreditkonditionen und senkt den Betrag, den Sie monatlich zahlen. Gleichzeitig kann Fremdkapital die Eigenkapitalrendite erhöhen, wenn die Mieteinnahmen höher ausfallen als die Finanzierungskosten. Steigende Zinsen erhöhen jedoch das Risiko und verschlechtern oft den Cashflow.

Vermieterinnen und Vermieter können verschiedene Kosten steuerlich geltend machen. Dazu zählen häufig Kreditzinsen, Instandhaltungskosten oder Verwaltungsausgaben. Zusätzlich lässt sich der Gebäudewert über viele Jahre abschreiben, wodurch Sie Ihre Steuern reduzieren.

Eine gute Lage und eine realistische Miethöhe verbessern die Möglichkeit, Ihre Immobilie zu vermieten. Auch wenn Sie Ihre Immobilie modern und energieeffizient, steigern Sie die Chance, Ihre Immobilie zu vermieten. Wählen Sie Ihre Mieterinnen und Mieter sorgfältig aus. Auch das spart Kosten und senkt Ihren Aufwand, wenn Ihre Mietparteien über viele Jahre wohnen bleiben.

Eine Renditeimmobilie lohnt sich häufig dann, wenn Mieteinnahmen, Kosten und Finanzierung zusammenpassen und Sie über einen langfristigen Anlagehorizont verfügen.

Eine gute Mietrendite hängt von Region, Risiko und Objektart ab. In gefragten Städten fallen Renditen oft niedriger aus, dafür bleibt die Vermietbarkeit meist stabiler. Entscheidend ist nicht nur die Bruttorendite, sondern vor allem, wie viel nach allen Kosten tatsächlich übrigbleibt. Realistisch sind Mietrenditen zwischen 3 und 6 Prozent brutto pro Jahr.

Viele Anlegende setzen auf Eigentumswohnungen, weil sie häufig leichter zu finanzieren und gut vermietbar sind. Mehrparteienhäuser bieten mehrere Einnahmequellen, erfordern aber auch mehr eingesetztes Kapital. Auch Mikroapartments oder Pflegeimmobilien sind interessant, wenn Zielgruppe und Standort passen.

Der Standort beeinflusst Mietniveau, Nachfrage und mögliche Wertentwicklung direkt. Strukturstarke Regionen bieten oft bessere Vermietungschancen. Schlechte Standorte erhöhen dagegen häufig das Risiko, dass Ihre Immobilie leer steht oder Sie den Mietpreis senken müssen.

Die Rendite zeigt, wie lukrativ eine Immobilie für Sie ist. Sie setzt die Erträge aus Mieteinnahmen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital. So können Anlegende besser vergleichen, welche Immobilien langfristig wirtschaftlich sinnvoll erscheinen.

Die Nettomietrendite berücksichtigt neben dem Kaufpreis auch Kaufnebenkosten und laufende Ausgaben. Die Formel lautet:

Nettomietrendite= ((Jahresmiete-laufende Kosten) : Gesamtkapital) x 100 

So entsteht ein deutlich realistischeres Bild der Rendite, die Ihnen zufließt.

Wirtschaftlich interessante Immobilien verbinden stabile Nachfrage mit planbaren Kosten. Ein guter baulicher Zustand, solide Energieeffizienz und realistische Mieten sprechen häufig für ein stabiles Investment. Zusätzlich sollten Kaufpreis und erwartete Rendite zusammenpassen.

Ein positiver Cashflow entsteht, wenn Sie mehr durch Ihre Immobilie einnehmen, als Sie ausgeben. Zu den Ausgaben zählen beispielsweise Kreditrate, Verwaltung und Instandhaltung. Mit einem positiven Cashflow bilden Sie Rücklagen oder investieren in neue Projekte.

Viele Menschen ohne Vorerfahrung im Mietmarkt kalkulieren die Mieteinnahmen zu optimistisch oder unterschätzen Sanierungskosten. Auch eine schwache Lage oder fehlende Rücklagen führen häufig zu Problemen. Zusätzlich unterschätzen viele Käuferinnen und Käufer das Risiko steigender Zinsen.

Neubauten verursachen in der Regel zunächst geringere Sanierungs- und Energiekosten, sind aber oft teurer, wenn Sie sie kaufen oder neu bauen. Bestandsimmobilien bieten teilweise höhere Renditechancen. Hier müssen Sie jedoch mehr sanieren oder energetisch modernisieren. Welche Variante wirtschaftlicher ist, hängt von den individuellen Konditionen ab.

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