Kredit aufnehmen: Tipps zur Kreditaufnahme

Kurz und kompakt

  • Mit einem Privatkredit verschaffen Sie sich finanzielle Flexibilität, um sich Wünsche zu erfüllen oder Engpässe zu überbrücken.

  • Zweckgebundene Kredite wie Immobilien- oder Autokredite haben oft günstigere Zinsen, da das finanzierte Objekt als Sicherheit dient.

  • Ratenkredite sind beliebt für größere Anschaffungen und bieten durch feste Zinssätze und monatliche Raten Planungssicherheit.

Flexibel finanzieren

Privatkredit

Erfüllen Sie sich Ihre Wünsche und profitieren Sie dabei von günstigen Konditionen. Ein Privatkredit passt sich Ihrer finanziellen Situation an.


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So finden Sie den geeigneten Kredit

Welcher Kredit der Richtige für Sie ist, hängt vor allem von den Konditionen ab, also zum Beispiel vom Zinssatz. Achten Sie bei der Kreditaufnahme auf eine gute Beratung. Ein vertrauenswürdiger Kreditgeber empfiehlt Ihnen nur Kredite, die Sie wirklich brauchen.

Als Erstes die eigene finanzielle Situation bewerten

An erster Stelle steht der Blick auf das eigene Budget. Nehmen Sie eine detaillierte Aufstellung aller monatlichen Einnahmen und Ausgaben vor, zum Beispiel mithilfe eines Haushaltsbuchs. So finden Sie Sparpotenziale und können leichter einschätzen, in welcher Höhe monatliche Ratenzahlungen ohne finanzielle Engpässe möglich sind. Es ist wichtig, dass die Kreditrückzahlungen nicht Ihr gesamtes monatliches Budget in Anspruch nehmen, das Ihnen nach Abzug aller laufenden Kosten zur Verfügung steht. Lassen Sie Spielraum für unerwartete Kosten.

Eigenkapital und Sicherheiten definieren

Bevor Sie einen Antrag für eine bestimmte Kreditsumme stellen, sollten Sie über den Eigenkapitalanteil und mögliche Sicherheiten nachdenken. Wie viel von dem Geld, das Sie brauchen, können Sie mit eigenen Mitteln aufbringen, zum Beispiel durch Erspartes? Achten Sie darauf, dass Sie die Höhe der Kreditsumme angemessen festlegen, nicht zu knapp, aber auch nicht zu großzügig kalkuliert.

Denken Sie auch darüber nach, welche Sicherheiten Sie der Bank für die Bewilligung des Kredits anbieten können. Besonders bei hohen Darlehenssummen verlangen Banken Vermögenswerte, um sich für den Fall abzusichern, dass Sie den Kredit nicht mehr zurückzahlen können. Hypotheken, Lebensversicherungen oder Sparguthaben sind als Sicherheiten ebenso möglich wie Bürgschaften.

7 Tipps für die Kreditaufnahme

Tipp 1: Zinsen prüfen

Wenn Sie eine Anschaffung planen, in eine Weiterbildung oder ein Studium investieren wollen, sollten Sie verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten durchrechnen. In vielen Fällen ist es sinnvoll, zuerst größere Rücklagen aufzubrauchen, die auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto liegen, besonders wenn die Kreditzinsen höher wären als die Ertragszinsen, die Ihr Vermögen abwirft.

Tipp 2: Dispositionskredit vermeiden

In einer finanziell angespannten Lage das Konto zu überziehen, ist die schnellste und bequemste Art, an Geld zu kommen. Denn um den Dispokredit in Anspruch zu nehmen, müssen Sie keinen Kreditvertrag unterschreiben. Um wie viel Sie überziehen dürfen, legt die Bank beim Einrichten des Kontos je nach Ihrer Bonität und den Angaben in Ihrer SCHUFA-Auskunft fest.

Ein Dispokredit ist Verhandlungssache. Aber Vorsicht: In der Regel ist der Zinssatz eines Dispos höher als der eines Ratenkredits. Deshalb ist es bei einem längerfristigen Finanzbedarf besser, ein günstiges Kreditangebot einzuholen, als ständig mit dem Girokonto im Minus zu sein. Nutzen Sie einen Dispo am besten nur für kurze Zeit. Ganz wichtig: Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und sehen Sie sich an jedem Quartalsende den Rechnungsabschluss mit den Sollzinszahlungen an.

Tipp 3: Kreditart berücksichtigen

Zweckgebundene Kredite dürfen Sie nur für die vorgegebenen Verwendungszwecke nutzen und müssen dies auch nachweisen. So dürfen Sie zum Beispiel einen Immobilien- oder Modernisierungskredit nur für Ihre Immobilie und einen Autokredit nur zum Kauf eines Wagens verwenden. Der Vorteil dieser Kreditart: Die Zinsen sind meist günstiger, da das finanzierte Objekt der Bank als Sicherheit dient. Zu den zweckgebundenen Krediten gehören auch Studienkredite.

Freie Kredite sind an keinen Verwendungszweck gebunden. Der Kreditgeber weiß also nicht, wofür Sie das Darlehen nutzen, und wertet das als höheres Risiko. Deswegen haben freie Kredite oft höhere Zinsen. Typische freie Kredite sind der Ratenkredit, der Kleinkredit und der Dispositionskredit. Machen Sie sich auch darüber Gedanken, ob eine Restschuldversicherung sinnvoll sein könnte.

Tipp 4: Vor Unterschrift Vertrag gründlich prüfen

Nehmen Sie sich Zeit, den Kreditvertrag vor der Unterschrift in Ruhe zu lesen, und fragen Sie bei Unklarheiten nach. Haben Sie den Eindruck, dass besprochene Punkte fehlen oder mündlich vereinbarte Bedingungen verändert wurden, hilft ein Gespräch mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater. Achten Sie besonders auf die Konditionen wie die Laufzeit, den Zinssatz sowie die Möglichkeit und die Höhe von Sondertilgungen. Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer haben ein zweiwöchiges Widerrufsrecht. Innerhalb dieser Frist haben Sie das Recht, ohne Angabe von Gründen vom Kreditvertrag zurückzutreten. Die Frist beginnt mit dem Vertragsschluss. Das ist in der Regel der Tag, an dem der unterschriebene Vertrag bei der Bank ankommt. Schließen Sie den Kreditvertrag in der Filiale, beginnt die Frist am Folgetag.

Tipp 5: Vorteil des Ratenkredits nutzen

Ratenkredite sind beliebt, wenn es um den Kauf von Autos, Küchen, Möbeln oder Elektronik geht. Dabei zahlen Kreditnehmerinnen und Kreditnehmer ihre monatlichen Kreditraten zu einem festen Zinssatz. Damit ist von Anfang an klar, wann die Rückzahlung des Ratenkredits abgeschlossen sein wird. Der Kreditgeber überweist Ihnen den kompletten Kreditbetrag in einer einzigen Zahlung.

Tipp 6: Kosten eines Ratenkredits prüfen

Berechnen Sie die Höhe Ihres Ratenkredits mit unserem Kreditrechner.

Tipp 7: Finanzierung nach einigen Jahren neu bewerten

Bei der Immobilienfinanzierung geht es um hohe Kreditsummen, die Sie innerhalb einer langen Zeitspanne abbezahlen werden. Deswegen ist die Art des Kredits hier besonders wichtig. Beim klassischen Annuitätendarlehen zahlen Sie gleichbleibend hohe Raten, die aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil bestehen. Da die Restschuld mit jeder Zahlung kleiner wird, verringert sich der Zinsanteil, wohingegen der Tilgungsanteil steigt. Durch die Zinsbindung besteht zudem ein geringeres finanzielles Risiko für Sie.

Bei einem Zinszahlungsdarlehen profitieren Sie von einer niedrigen monatlichen Rate, weil Sie keine Tilgung, sondern nur die Sollzinsen zahlen. Dadurch gewinnen Sie finanziellen Spielraum. Allerdings können Sie in die Tilgungsfalle tappen und unnötig lange mit Schulden leben. Lassen Sie sich von Ihrer Volksbank Raiffeisenbank beraten, um eine geeignete Anschlussfinanzierung für Ihren Immobilienkauf zu erhalten.

Typische Fehler vermeiden

Fehler sind bei der Aufnahme eines Kredits nicht nur ärgerlich, sondern kosten auch schnell viel Geld. Mit den folgenden Tipps vermeiden Sie 5 häufige Risiken und Fehler:

  • Schätzen Sie die Höhe der nötigen Kreditsumme richtig ein: Kredite sind meist langjährige finanzielle Verpflichtungen. Daher ist es verständlich, dass Sie möglichst schnell das geliehene Geld zurückzahlen wollen. Vermeiden Sie dennoch, bei der Kreditsumme zu knapp zu kalkulieren. Denn wenn Sie während der Laufzeit feststellen, dass der Darlehensbetrag nicht reicht, steht eine Nachverhandlung mit der Bank über eine Aufstockung Ihres Kredits an. Dabei drohen schlechtere Konditionen als beim ursprünglichen Vertrag. Umgekehrt sollten Sie aber auch nicht zu viel Geld aufnehmen, sonst müssen Sie am Ende einen Betrag zurückzahlen, den Sie gar nicht gebraucht haben und zahlen mehr Zinsen als nötig.
  • Vergleichen Sie Angebote: Entscheiden Sie sich nicht direkt für das erste Angebot und achten Sie beim Vergleich nicht nur auf die Höhe der Zinsen. Die Möglichkeiten, flexibel zurückzuzahlen oder durch Sondertilgungen Ihre Schulden schneller abzutragen, machen ebenfalls ein gutes Kreditangebot aus. Die Volksbanken Raiffeisenbanken bieten Ihnen zudem kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, die gemeinsam mit Ihnen den Kredit finden, der zu Ihnen passt.
  • Berücksichtigen Sie bestehende Kreditverträge: Beziehen Sie laufende Kreditverträge immer in Ihre Überlegungen mit ein. Sind bei einem bestehenden Darlehen die Konditionen schlechter, ist es ratsam, die verbliebene Kreditsumme auf den neuen Kredit umzuschulden. So sparen Sie Zinsen.
  • Entscheiden Sie sich für einen zweckgebundenen Kredit: Die meisten Banken sind bereit, bei zweckgebundenen Krediten bessere Konditionen zu gewähren. Kredite mit einem festgelegten Verwendungszweck wie ein Autokredit oder ein Modernisierungsdarlehen sind günstiger, denn die Bank nutzt hier das Auto oder die Immobilie als Sicherheit.
  • Achten Sie auf Seriosität: Online finden sich oft Angebote, die mit schnell verfügbaren Summen und Kreditbewilligungen ohne aufwendige Bonitätsprüfung locken. Solche Kredite wirken zwar attraktiv, doch in vielen Fällen verstecken sich in den Vertragsdetails teure Fallstricke. Geldanlage und Kreditaufnahme sind Vertrauenssache – entscheiden Sie sich für eine Bank, die mit Ihnen gemeinsam die beste Möglichkeit für Sie finden will.

FAQs zur Aufnahme eines Kredits

Voraussetzungen für eine Kreditaufnahme sind:

  • Volljährigkeit,
  • Hauptwohnsitz in Deutschland,
  • ein Arbeitgeber mit deutschem Firmensitz,
  • ein unbefristetes Arbeitsverhältnis und
  • ein SCHUFA-Nachweis ohne negativen Eintrag.

Ja, es kann von Vorteil sein, Schulden bei mehreren Gläubigern in einem neuen Kredit zusammenzufassen. Denn bei Altkrediten sind oft höhere Sollzinsen fällig als bei aktuellen Konditionen. Eine Umschuldung bietet oft die Möglichkeit günstigerer Zinsen. Außerdem behalten Sie damit leichter den Überblick, weil Sie weder an verschiedenen Tagen im Monat überweisen noch auf unterschiedliche Laufzeiten achten müssen. So sparen Sie Geld und Mühe.

Ja, das ist möglich und ggf. sinnvoll. Denn bei mehr Kreditnehmerinnen und Kreditnehmern, die alle Geld verdienen, hat der Kreditgeber mehr Sicherheiten und gewährt bessere Konditionen. Allerdings darf keine der Kreditnehmerinnen und keiner der Kreditnehmer einen negativen SCHUFA-Eintrag haben.

Die meisten Kreditarten fallen in die Kategorie „Ratenkredit“. Bei einem Ratenkredit erhält die Kreditnehmerin oder der Kreditnehmer die Darlehenssumme nach Abschluss des Kreditvertrags und zahlt sie in monatlichen Raten zurück. Im Kreditvertrag sind die Laufzeit, der Zinssatz und die Höhe des Kredits festgelegt. Beispiele für Ratenkredite sind neben Privatkrediten auch Autokredite oder Kleinkredite.

Achten Sie auf die monatliche Belastung. In den meisten Fällen werden Kredite durch monatliche Tilgungen zurückgezahlt. Diese setzen sich aus einem Teil der Kreditsumme sowie aus den dafür fälligen Zinsen zusammen. Bevor Sie einen Kredit abschließen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die monatlichen Raten sicher mithilfe Ihres monatlichen Einkommens bezahlen können.

Welche Unterlagen für einen Kreditvertrag nötig sind, hängt von der Art des Kredits und der Kreditsumme ab. Zu den Dokumenten, die Sie in den meisten Fällen vorlegen müssen, gehören neben einem Identitätsnachweis wie einem Personalausweis oder einem Reisepass auch Einkommensbelege, also Gehalts- oder Lohnabrechnungen, sowie die Einkommensteuererklärung.

Suchen Sie umgehend das Gespräch mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater, wenn sich abzeichnet, dass Sie den Kredit nicht bedienen können. Oft gibt es die Möglichkeit, eine Ratenpause zu vereinbaren, wodurch Sie für eine begrenzte Zeit mit der Rückzahlung des Kredits aussetzen können.

Zur Überbrückung finanzieller Engpässe

Dispokredit

Mit einem Dispokredit verschaffen Sie sich finanziellen Spielraum und überbrücken Engpässe. Zinsen zahlen Sie nur für beanspruchte Beträge.


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