So sparen Sie für Ihre Enkelkinder

Kurz und kompakt

  • Welches die passende Sparform für Sie ist, hängt davon ab, mit welchem Ziel, wie viel und wie häufig Sie Geld zurücklegen wollen.

  • Klassische Sparformen wie Festgeld, Tagesgeld, Sparbuch oder Bausparvertrag gelten als sicher, bieten aber derzeit nur geringe Zinsen.

  • Mit einem Sparplan, idealerweise auf den Namen des Enkelkindes eröffnet, nutzen Sie den Sparerpauschbetrag.

Sparen Sie so, wie es Ihnen passt

Sparkonto

Sparen leicht gemacht: Beim klassischen Sparkonto bleiben Sie flexibel, denn Sie bestimmen die Einzahlungen und die Laufzeit selbst. So können Sie ganz bequem Rücklagen bilden.


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Mit der passenden Anlageform in die Zukunft der Enkelkinder investieren

Geldgeschenke zu Geburtstagen oder besonderen Anlässen sind bei Enkelkindern sehr beliebt. Darüber hinaus möchten Großeltern oft zusätzlich in die Zukunft ihrer Enkel investieren. Welche Sparformen es dafür gibt und worauf Sie bei der Wahl der Geldanlage achten sollten, erfahren Sie hier.

Sparziel festlegen

Wenn Sie gern für Ihre Enkelin oder Ihren Enkel sparen möchten, steht am Beginn die Frage nach dem Sparziel. Vielleicht möchten Sie einfach allgemein in einen Sparplan einzahlen, damit der Nachwuchs finanzielle Unterstützung hat, wenn es nach der Schule Richtung Studium oder Ausbildung geht. Oder Sie haben ein bestimmtes Ziel vor Augen, z. B. die Finanzierung des Führerscheins, die Grundausstattung der ersten eigenen Wohnung oder sogar den Grundstein für eine eigene Immobilie. Anlass, Ziel und Laufzeit sind wichtige Kriterien auf der Suche nach der passenden Form der Geldanlage. Außerdem sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie risikoreich oder sicher die Anlage sein soll.

Risikoreich oder sicher: Die Sparmöglichkeiten im Überblick

Anlageproduktkonservativ
(auf Sicherheit ausgerichtet)
spekulativ
(auf hohe Rendite ausgerichtet, aber mit hohem Risiko)
SparbuchX 
SparkontoX 
TagesgeldX 
BausparvertragX 
FestgeldX 
Aktien- und Investmentfonds X
ETFs X
Versicherungen X
Gold X

Klassische Formen der Geldanlage

Sparbuch: Das Sparbuch ist wohl die traditionellste Art der Geldanlage und nach wie vor beliebt. Großeltern können regelmäßig Geld für ihr Enkelkind einzahlen und bekommen auf das angesparte Guthaben Zinsen. Sparbücher sind nicht nur eine sehr sichere, sondern auch einfache Form der Geldanlage. Allerdings sind die Zinsen für Sparbücher seit Jahren sehr niedrig, sodass in Zeiten von hoher Inflation kaum bis gar keine Rendite entstehen.

Sparkonto: Ein Spar- oder Girokonto ist für den täglichen Zahlungsverkehr gedacht. Als Geldanlage für das Enkelkind lässt es sich nutzen, wenn Sie es in Form eines Kinderkontos im Namen des Kindes eröffnen. So haben Sie die Gelegenheit, immer mal wieder Geld darauf einzuzahlen. Ab einem geeigneten Alter kann das Enkelkind dann mit eingeschränkten Funktionen über das Konto verfügen und so früh den Umgang mit Geld lernen.

Tagesgeld: Viele Banken zahlen auf Tagesgeldkonten mehr Zinsen als auf das Girokonto. Ein Tageskonto ist eine einfache Möglichkeit, für die Enkelin oder den Enkel zu sparen. Sie bestimmen selbst, wann und wie viel Sie einzahlen. Das Guthaben ist täglich verfügbar, jedoch müssen Sie es vor der Verwendung vom Tagesgeldkonto auf das hinterlegte Referenzkonto buchen lassen.

Bausparvertrag

Eine beliebte Alternative zum klassischen Sparbuch ist nach wie vor der Bausparvertrag. Diese sichere Form der Geldanlage eignet sich für einen langfristigen Vermögensaufbau. Sparsumme und Zinshöhe sind im Vertrag festgeschrieben. Nach Erreichen der Sparsumme kann die Enkelin oder der Enkel zum Beispiel ein Baudarlehen in Höhe der Sparsumme aufnehmen, um ein Haus zu kaufen oder zu bauen. Für Bausparverträge gilt momentan allerdings derselbe niedrige Zinssatz wie für das Tagesgeldkonto und auch das Festgeldkonto.

Festgeld

Ein Festgeldkonto ist eine attraktive Anlageform, wenn Sie nicht durch monatliche Sparbeträge Vermögen aufbauen, sondern einmalig eine bestimmte Summe anlegen wollen. Sie erhalten auf Ihr angelegtes Geld einen festen Zinssatz, der für die gesamte Laufzeit des Kontos garantiert ist. Dieser ist meist höher als die Zinsen, die Sie bei einem Giro- oder Tagesgeldkonto erhalten. Allerdings können Sie während der Laufzeit nicht auf das Geld zugreifen. Wenn Sie aber nach einer sicheren und planbaren Geldanlage suchen, weil Sie zum Beispiel zur Geburt Ihres Enkelkindes einen größeren Geldbetrag langfristig anlegen wollen, ist das Festgeld eine gute Option.

Aktien- und Investmentfonds

Mit einem Aktienfonds investieren Sie in eine Vielzahl verschiedener Aktien, zum Beispiel in die Wertpapiere von Unternehmen verschiedener Branchen. Vorteil dabei ist, dass Sie Ihr Geld streuen und somit das Verlustrisiko sinkt. Die Fonds werden aktiv gemanagt, wofür bis zu 2 Prozent Vergütungskosten pro Jahr anfallen. Wenn Sie sich für einen Investmentfonds entscheiden, investieren Sie nicht nur in Aktien, sondern auch in andere Arten von Wertpapieren wie Anleihen oder Immobilien. Mit einem Fondssparplan zahlen Sie regelmäßig Geld in den Investmentfonds ein.

ETFs

Verbraucherzentralen empfehlen ETFs (Exchange-Traded Funds) als Anlageform zum Sparen für Ihre Enkelkinder. Damit investieren Sie in die Aktien, deren Wert von einem bestimmten Index wie dem DAX abgebildet wird. Es gibt auch ETFs, die sich auf andere Werte wie Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe spezialisiert haben. Da kein Fondsmanager notwendig ist, sind die Kosten für ETFs niedriger als beim klassischen Aktienfonds. Mit einem ETF-Sparplan zahlen Sie monatlich kleine Summen ein, um langfristig Vermögen für den Nachwuchs aufzubauen. Es lohnt sich, bei der Eröffnung des Sparplans im Namen der Enkelin oder des Enkels einen Freistellungsauftrag zu erteilen. Denn so profitieren Ihre Enkelkinder vom Sparerpauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro.

Versicherungen

Es gibt eine Vielzahl von Versicherungen, mit denen Großeltern für die Zukunft ihrer Enkelkinder sparen können. Mit fondsgebundenen Rentenversicherungen zum Beispiel bauen Sie nicht nur Vermögen für die Enkelin oder den Enkel auf, sondern können in den Vertrag auch einen Risikoschutz für den Fall aufnehmen, dass die Eltern des Kindes versterben. Ausbildungsversicherungen sind darauf ausgelegt, Kapital anzusparen, um das Enkelkind in der Zeit des Studiums oder der Ausbildung zu unterstützen. Viele Versicherungen bieten zudem die Möglichkeit, dass das Kind schon während der Laufzeit Geldbeträge entnehmen darf, um sich damit Wünsche zu erfüllen.

Gold

Gold und andere Edelmetalle gelten als krisenfest und dienen in einer Geldanlagestrategie oft als Baustein zum Schutz vor Inflation. Allerdings ist der Goldpreis, genau wie die Kurse von Wertpapieren, teilweise starken Schwankungen unterworfen. So bieten Goldsparpläne zwar Renditechancen, bringen aber auch Risiken mit sich. Eine Alternative ist es, dem Enkelkind eine Goldmünze zu schenken. Verschiedene Länder bringen Münzen mit verschiedenen Motiven heraus. Eine Goldmünze ist ein physisches Geschenk, das neben dem Edelmetallwert auch einen ideellen Wert mit sich bringt.

Berechnen Sie Ihr Sparpotenzial

Sparen für Enkelkinder in einfachen Schritten erklärt

  1. Anlageziel bestimmen
    Entscheiden Sie, ob Sie ein bestimmtes Ziel verfolgen – zum Beispiel die Finanzierung des Führerscheins – oder ob Sie einfach generell etwas Kapital für Ihr Enkelkind ansparen wollen.
  2. Sparraten und Rhythmus festlegen
    Überlegen Sie, ob Sie monatlich Geld zurücklegen, oder zu einem bestimmten Termin wie der Geburt eine größere Summe anlegen wollen. Bedenken Sie dabei Ihren finanziellen Spielraum. Das Sparen fürs Enkelkind sollte weder Ihre eigenen Sparziele noch Ihre Lebensqualität im Ruhestand gefährden.
  3. Anlageform wählen
    Wählen Sie Ihre Anlagestrategie je nachdem, für welche Sparziele, Sparrate und Laufzeit Sie sich entschieden haben.
  4. Eltern in die Planung einbeziehen
    Sprechen Sie nach Möglichkeit mit den Eltern über Ihre Sparpläne und entscheiden Sie gemeinsam, was die richtige Anlageform ist. Beachten Sie, dass Sie nicht ohne die Zustimmung der Erziehungsberechtigen Konten im Namen des Kindes eröffnen können.

Früh beginnen lohnt sich beim Sparen besonders

Die Laufzeit ist ein wichtiger Faktor bei allen Themen rund um die Geldanlage. Es lohnt sich, möglichst früh mit dem Sparen zu beginnen. Wenn Sie zum Beispiel direkt bei der Geburt des Enkelkindes loslegen, können auch kleine Sparbeträge viel bewirken und Sie profitieren vom Zinseszinseffekt. Bei langfristig ausgerichteten Anlageprodukten wie ETF-Sparplänen profitieren Sie vom Cost-Average-Effekt. Neben der Laufzeit ist auch die Regelmäßigkeit ein wichtiger Faktor: Wenn Sie sich für einen Sparplan entscheiden, fließen Ihre Beträge automatisch monatlich in die Geldanlage und das Vermögen wächst nebenbei – auch bei kleinen Beträgen.

FAQs zum Sparen für Enkel

Großeltern benötigen die Zustimmung der Eltern, wenn sie auf den Namen der Enkelin oder des Enkels ein Sparbuch eröffnen möchten. Denn nur Eltern sind ermächtigt, Konten für ihre Kinder zu eröffnen.

Wenn das Sparkonto auf den Namen der Enkelin oder des Enkels läuft, darf die Sparsumme eine bestimmte Grenze nicht überschreiten, damit die Enkelkinder nicht ihren eventuellen Anspruch auf Ausbildungsförderung (BAföG) verlieren. Studentinnen und Studenten unter 30 Jahren dürfen nur eine Sparsumme von bis zu 15.000 Euro besitzen, damit sich für sie der BAföG-Höchstsatz nicht verringert. Für Studierende über 30 Jahren gilt eine Grenze von bis zu 45.000 Euro. Ein Sparbuch, das auf den Namen des Enkelkindes läuft, kann sich auch auf die gesetzliche Krankenversicherung auswirken. Wenn das Enkelkind zum Beispiel während des Studiums einen Nebenjob ausübt, kann es nicht in der Familienversicherung bleiben, weil die Einkünfte zur vorhandenen Sparsumme addiert werden.

Nein, Großeltern müssen auf Gewinne, die sie mit einer Geldanlage für ihre Enkelkinder erzielen und die auf den Namen der Großeltern läuft, Steuern zahlen. Allerdings haben Kinder, ebenso wie Erwachsene, einen Anspruch auf den Sparerpauschbetrag, der jährlich 1.000 Euro pro Person beträgt. Wenn also das Sparbuch auf den Namen des Enkelkindes läuft, hat das Enkelkind einen eigenen Anspruch auf den Sparerpauschbetrag.

Es gibt diverse Möglichkeiten, für Ihr Enkelkind Geld anzulegen. Möchten Sie einmalig einen Betrag anlegen oder regelmäßig Geld einzahlen? Ist Ihnen die Sicherheit des angelegten Kapitals besonders wichtig oder wünschen Sie sich attraktive Renditechancen? Ihre Beraterin oder Ihr Berater bei der Volksbank Raiffeisenbank findet gemeinsam mit Ihnen die Anlage, die zu Ihren Plänen passt.

Wenn Sie ein Sparkonto auf den Namen Ihres Enkelkindes einrichten wollen, benötigen Sie das Einverständnis der Eltern. Informieren Sie sich darüber, welche weiteren Dokumente Sie mit in die Filiale bringen müssen, zum Beispiel einen amtlichen Lichtbildausweis und die Geburtsurkunde des Kindes. Alternativ können Sie auch ein Konto auf Ihren Namen eröffnen und es später auf Ihr Enkelkind übertragen.

Der Freibetrag für Enkelkinder, deren Eltern noch leben, beträgt 200.000 Euro. Liegt die Summe, die Sie verschenken wollen, unter dieser Grenze, ist sie steuerfrei. Sind beide Elternteile verstorben, gilt ein Freibetrag von 400.000 Euro. Der Freibetrag gilt für jeweils 10 Jahre. Das bedeutet, dass Ihre Schenkung steuerfrei bleibt, wenn Sie alle 10 Jahre maximal den Wert des Freibetrags verschenken.

Generell sind die Eltern verantwortlich für die Vermögensverwaltung, bis ein Kind volljährig ist. Dabei ist gesetzlich vorgeschrieben, dass sie sorgfältig, rechtskonform und im Sinne des Kindes handeln müssen. Das bedeutet, dass sie nicht im eigenen Interesse handeln dürfen.

Nein, wenn Sie ein Konto oder Depot auf den Namen Ihrer Enkelin oder Ihres Enkels eröffnen möchten, ist die schriftliche Zustimmung der Erziehungsberechtigten Voraussetzung. Alternativ können Sie den Vertrag auf Ihren Namen abschließen und das Konto oder Depot dann auf Ihr Enkelkind überschreiben, wenn es alt genug.

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