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So finden Sie sichere Geldanlagen

Kurz und kompakt

  • Bei sicheren Geldanlagen ist das Ziel, dass Ihr angelegtes Kapital nicht schrumpft. Sie bieten feste, jedoch meist niedrige Zinssätze.

  • Anlageformen wie Tagesgeld, Festgeld oder Bausparverträge bieten hohe Sicherheit bei geringer Rendite.

  • Moderat sichere Anlagen wie Anleihen, Renten- oder Immobilienfonds bieten höhere Renditen, jedoch mit gewissen Kurs- und Wertschwankungen.

Die smarte Alternative zum Tagesgeldkonto entdecken

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind eine flexible und risikoarme Anlagemöglichkeit, die kurzfristige Verfügbarkeit mit potenziell höheren Renditen als beim Tagesgeld verbindet.

Sichere Geldanlagen: Worauf es ankommt

Viele Menschen möchten ihr Geld möglichst sicher anlegen. Dabei stehen sie vor einer großen Auswahl an verschiedenen Anlageformen. Mit diesem Ratgeber finden Sie eine Anlageform oder auch eine ausgefeiltere Anlagestrategie, die zu Ihren Vorlieben und finanziellen Zielen passt.

Vor der Geldanlage die Finanzen ordnen

Bevor Sie auch nur einen Euro anlegen, sollten Sie sich erstmal einen Überblick über Ihre Finanzen verschaffen. So wissen Sie genau, welcher Teil Ihres Kapitals gebunden ist und wie viel Ihnen zum Investieren übrigbleibt. Dabei gehen Sie am besten wie folgt vor.

  1. Bauen Sie hochverzinste Schulden ab. Wenn Sie Kredite laufen haben, sind dafür häufig hohe Kreditzinsen fällig. So bleibt von den oft geringen Erträgen einer sicheren Geldanlage zum Schluss vielleicht nichts mehr übrig. Nutzen Sie deshalb Ihr Einkommen zuerst dazu, um Schulden abzubezahlen, zum Beispiel durch Sondertilgungen.
  2. Legen Sie einen Notgroschen zurück. Eine finanzielle Reserve hilft Ihnen, unerwartete Ausgaben zu bewältigen.
  3. Planen Sie Geld für absehbare Ausgaben ein. Prüfen Sie, welche größeren Anschaffungen bei Ihnen demnächst anstehen. Legen Sie dann einen entsprechenden Teil Ihres Vermögens zur Seite, damit klar ist, dass Sie dieses Geld nicht in Ihre Geldanlage stecken können.

Anschließend können Sie mit Ihrem langfristigen Vermögensaufbau loslegen. Dafür steht Ihnen das Geld zur Verfügung, das Sie für viele Jahre nicht dringend benötigen.

So ordnen Sie Ihre Finanzen mithilfe des Terrassenmodells

Mit dem Terrassenmodell teilen Sie Ihr Budget danach auf, welchen Teil Sie regelmäßig brauchen und welchen Sie in sichere Geldanlagen stecken können. Mit den unteren Terrassen sichern Sie Ihre laufenden, mittel- und kurzfristigen Ausgaben ab. Auf den höheren Terrassen legen Sie Geld für spätere Vorhaben und den langfristigen Vermögensaufbau an.

EbeneZweckMögliche AnlageformenDas sollten Sie zurücklegen
Terrasse 1: laufende Ausgabenlaufende Rechnungen und alltägliche Ausgaben bezahlen, das Geld muss jederzeit verfügbar seinGirokontoAusgaben eines Monats, zum Beispiel 3.400 € (durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt)
Terrasse 2: finanzielle Reserveunerwartete Kosten auffangen (z. B. Reparaturen oder Nachzahlungen)Tagesgeld, kurz laufendes Festgeldzwei bis drei Monatsausgaben; bei Ausgaben von 3.400 € pro Monat wären das 6.800 bis 10.200 €

Terrasse 3: mittelfristige Vorhaben
für planbare Ausgaben sparen, die in den kommenden Jahren anfallen (z. B. Auto oder Modernisierung)Festgeld, Tagesgeld, Bausparverträge 

je nach Vorhaben unterschiedlich: 10.000 bis 30.000 €, wenn größere Vorhaben wie ein Autokauf anstehen

Terrasse 4: langfristiger Vermögensaufbau

Geld anlegen, das Sie für viele Jahre nicht benötigen, um Renditechancen zu nutzen

Aktienfonds, ETFs, offene Immobilienfonds, Wertpapierfonds (je nach Risikobereitschaft)

Geld, das nach den ersten drei Terrassen übriggeblieben ist; Terrasse 4 dient als Vermögensspeicher, sobald 1 bis 3 ausgeschöpft sind


Terrasse 5: Altersvorsorge
zusätzliches Einkommen für den Ruhestand aufbauen betriebliche Altersvorsorge, Riester- oder Rürup-Verträge, weitere private Vorsorgeangeboterichtet sich nach der erwarteten Versorgungslücke und Ihrem Budget; beziffern Sie eine Rentenlücke und das Vermögen, das Sie benötigen, um sie zu schließen.

Diese Geldanlage passt zu Ihrem Ziel

Für welche Art der Geldanlage Sie sich entscheiden sollten, hängt zum Beispiel von Ihrem Sparziel und davon ab, ob Sie zwischendurch auf Ihr Erspartes zugreifen können wollen. Ermitteln Sie außerdem Ihr Risikoprofil, indem Sie Ihr Sparziel ins Verhältnis zu den Risiken setzen, die durch eine Investition entstehen können und die Sie bereit sind zu tragen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Anlageformen sich in typischen Situationen häufig anbieten und warum.

Ihr ZielHäufig passende AnlageWarum sie passen kann
Ich möchte jederzeit auf mein Geld zugreifen können.TagesgeldIhr Guthaben ist jederzeit für Sie verfügbar. 
Ich spare für einen Hauskauf.
Tagesgeld, Festgeld oder Bausparverträge
Während Sie beim Tagesgeld ständig auf Ihr Erspartes zugreifen können, legen Sie beim Festgeld Ihr Kapital länger an, profitieren aber auch von höheren Zinsen für einen oft längeren Zeitraum. Mit einem Bausparvertrag bilden Sie Eigenkapital und können ein günstiges Darlehen nutzen.
Ich möchte Geld für einige Jahre anlegen.

Festgeld

Feste Laufzeiten und garantierte Zinsen erleichtern Ihnen die finanzielle Planung.

Ich möchte mein Vermögen vor Inflation schützen.Kombination aus sicherem Tagesgeld oder Festgeld und Anlagen für den langfristigen Vermögensaufbau wie ETFs und FondsDer eine Teil Ihres Geldes bleibt jederzeit für Sie verfügbar. Der andere Teil sorgt für langfristige Renditechancen.
Ich möchte langfristig Vermögen aufbauen.

breit streuende ETFs und Aktienfonds

Eine langfristige Anlagedauer gleicht kurzfristige Wertschwankungen auf dem Markt besser aus. Gleichzeitig senkt die breite Streuung Ihres Kapitals das Verlustrisiko.
Ich möchte möglichst wenig Risiko eingehen.Tagesgeld, Festgeld und BausparverträgeBei Tagesgeld und Festgeld steht die Sicherheit im Fokus. Sie bleiben beim Tagesgeld flexibel. Festgeld bietet einen festen Zins für einen festgelegten Zeitraum. Bausparen verbindet einen sicheren Zins mit der Möglichkeit, sich später ein Darlehen zu festgelegten Konditionen zu sichern.

Die beliebtesten Geldanlageformen in Deutschland

Was ist Ihre erste Wahl für eine Geldanlage 2025?

Quelle: Statista (Stand 2026)

Warum es keine risikolose Geldanlage gibt

Viele Geldanlagen gelten als besonders sicher, weil das angelegte Kapital nur geringen oder keinen Wertschwankungen unterliegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie frei von Risiken sind. Entscheidend ist, ob Ihr Vermögen seinen Wert langfristig behält. Ein wichtiger Einflussfaktor dafür ist die Inflation. Steigen die Preise dauerhaft stärker als die Erträge Ihrer Geldanlage, sinkt die Kaufkraft Ihres Vermögens. Ihr Kontostand bleibt zwar unverändert oder wächst leicht. Dafür können Sie sich von diesem Geld später unter Umständen weniger leisten. Bei festverzinslichen Produkten wie Tagesgeld, Festgeld, Sparbriefen oder auch Bausparverträgen besteht dieses Risiko ebenfalls.

Das magische Dreieck der Geldanlage

Jede Geldanlage bewegt sich grundsätzlich im Spannungsfeld von Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit. Dieses sogenannte magische Dreieck der Geldanlage zeigt, dass sich nicht alle drei Ziele gleichermaßen verfolgen lassen. Legen Sie Ihren Fokus auf ein bestimmtes Kriterium, müssen Sie Abstriche bei den anderen in Kauf nehmen.

FokusZielTypische Folge
Sicherheit

Ihr Kapital soll möglichst nicht weniger werden.

Ihre Ertragschancen fallen meist geringer aus.
Rendite

Ihr Vermögen soll langfristig möglichst stark wachsen.

Kurzfristig müssen Sie mit Wertschwankungen leben. Außerdem ist Ihr Geld langfristig gebunden und damit eine Weile nicht für Sie verfügbar.
VerfügbarkeitSie möchten jederzeit auf Ihr Geld zugreifen können.Ihre langfristigen Zins- oder Renditechancen fallen oft geringer aus.

Welche Anlagestrategie zu Ihrer Lebenssituation passt

Je nach Lebensphase kann sich eine andere Anlageform anbieten. Während Berufseinsteigerinnen und -einsteiger oft erst mit dem Vermögensaufbau beginnen, steht bei Familien häufig das Ziel im Fokus, Kapital für eine Immobilie anzusparen. Die folgende Übersicht zeigt, welche Schwerpunkte typischerweise in welcher Lebenssituation eine Rolle spielen.

PersonengruppeWorauf es besonders ankommtMögliche Form der Geldanlage
Berufseinsteigerinnen und -einsteiger

finanzielle Reserve sowie langfristig Vermögen aufbauen

Tages- und Festgeld für Notgroschen, ETFs und Fonds für den Vermögensaufbau
FamilienRücklagen für unvorhergesehene Ausgaben und größere Anschaffungen bildenKombination aus Tagesgeld und Festgeld
Selbstständige

schwankende Einnahmen finanziell abfedern

Kombination aus Tagesgeld oder Festgeld, um kurzfristige Schwankungen auszugleichen; Fonds oder ETFs, um sich für das Alter abzusichern
Immobilienkäuferinnen und -käuferEigenkapital zu einem festen Zeitpunkt verfügbar haben

Bausparverträge und Tagesgeld oder Festgeld mit einem zum Kaufzeitpunkt passenden Enddatum

Erbinnen und Erbengrößere Vermögen sinnvoll auf kurzfristige und langfristige Anlageformen aufteilen

Tagesgeld und Festgeld für kurzfristig verfügbare Rücklagen; Aktien und ETFs für die dauerhafte Geldanlage

Personen kurz vor dem RuhestandAktienvermögen aus ETFs oder Fonds in sicherere Anlageformen überführenTagesgeld, Festgeld
Rentnerinnen und RentnerVermögen und laufende Ausgaben so aufeinander abstimmen, dass das Vermögen möglichst lang reicht

Tagesgeld

Mit jeder neuen Lebensphase lohnt es sich oft, die eigenen Finanzen zu überprüfen. Ändert sich das, was Ihnen wichtig ist, sollten Sie auch Ihre Anlagestrategie anpassen.

Diese Fehler sollten Sie bei der Geldanlage vermeiden

Wer sein Geld sicher anlegen möchte, sollte nicht nur darauf achten, das Verlustrisiko zu minimieren. Es gilt auch, die folgenden typischen Fehler zu vermeiden.

  • Zu viel Geld auf dem Girokonto lassen: Guthaben, das Sie unverzinst liegenlassen, verliert bei steigenden Preisen langfristig an Kaufkraft.
  • Die Inflation unterschätzen: Behalten Sie immer die Möglichkeit im Blick, dass der Wert Ihres Geldes langfristig durch die Inflation sinken kann.
  • Die Anlagedauer außer Acht lassen: Wer sein Geld früher benötigt, muss langfristige Anlagen möglicherweise zu einem ungünstigen Zeitpunkt auflösen.
  • Den Notgroschen falsch bemessen: Zu geringe Rücklagen verursachen oft im Alltag finanzielle Engpässe. Zu hohe Reserven schränken dagegen Ihren Spielraum beim Vermögensaufbau ein. Finden Sie die Mitte.

So überprüfen Sie Ihre Anlagestrategie regelmäßig

Ihre finanzielle Situation verändert sich im Laufe der Zeit. Deshalb sollte auch Ihre Geldanlage regelmäßig auf den Prüfstand.

  1. Überprüfen Sie Ihre Anlageziele. Passen Ihre ursprünglichen Ziele noch zu Ihrer aktuellen Lebenssituation?
  2. Kontrollieren Sie Ihre finanzielle Reserve. Prüfen Sie, ob Ihre Rücklagen für geplante Ausgaben und Ihr Notgroschen weiterhin groß genug für die aktuellen Risiken in Ihrem Leben sind.
  3. Passen Sie Ihre Vermögensaufteilung an. Veränderte Lebensumstände können eine andere Gewichtung Ihrer Geldanlagen sinnvoll machen. Gehen Sie beispielsweise in Rente, verkaufen Sie einige Aktien oder Fonds und zahlen Ihr Geld auf Tagesgeldkonten ein, damit Sie schnell und einfach darauf zugreifen können.
  4. Lassen Sie sich bei Bedarf beraten. Die Anlageprofis Ihrer Volksbank Raiffeisenbank können Ihnen dabei helfen, Ihre Geldanlage auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls anzupassen.

Persönliche Beratung unterstützt Sie bei Ihrer Anlagestrategie

Eine gute Geldanlage besteht oft aus mehreren Bausteinen. Wichtig ist, dass sie stets zu Ihnen und Ihrem Leben passt. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner Ihrer Volksbank Raiffeisenbank unterstützen Sie dabei, Ihr Geld sicher und gemäß Ihren Wünschen anzulegen. Gemeinsam finden wir eine Strategie, die zu Ihrer aktuellen Lebenssituation passt. Wir helfen Ihnen auch dabei, einen Überblick über die Vor- und Nachteile der verschiedene Anlageformen wie Tagesgeld, Festgeld, ETF-Sparplänen, Geldmarktfonds und Staatsanleihen zu bekommen.

FAQs zu sicheren Geldanlagen

Bei einer sicheren Geldanlage steht im Fokus, dass Ihr angelegtes Kapital nicht schrumpft. Dafür fallen die Ertragschancen häufig geringer aus als bei risikoreicheren Anlagen. Welche Geldanlage als sicher gilt, hängt jedoch auch von Ihrem Anlageziel und Ihrer Anlagedauer ab. Klassische Beispiele für eine sichere Geldanlage sind Tagesgeld, Festgeld oder auch Bausparverträge.

Da es davon abhängt, welches Risiko Sie betrachten, lässt sich keine Aussage dazu treffen, welche Geldanlage derzeit am sichersten ist. Tagesgeld oder Festgeld bieten aber durch die Einlagensicherung einen generellen Schutz vor Vermögensverlust. Staatsanleihen von Staaten mit hoher Bonität gelten ebenfalls als sicher. Vollständig ohne Risiko ist jedoch keine Geldanlage, da etwa Inflation oder Zinsänderungen den Wert Ihres Vermögens beeinflussen können.

Nein, eine risikolose Geldanlage gibt es nicht. Selbst wenn Ihr angelegtes Kapital gut geschützt ist, kann eine hohe Inflation die Kaufkraft Ihres Geldes mindern. Hinzu kommen Risiken wie steigende oder fallende Zinsen. Deshalb lohnt es sich, nicht nur auf die Sicherheit Ihres Kapitals, sondern auch auf den langfristigen Werterhalt zu achten.

Eine allgemeingültige Sparquote gibt es nicht. Entscheidend ist, dass Sie Ihre laufenden Ausgaben decken können und gleichzeitig regelmäßig Geld übrigbehalten, um es für Ihre Sparziele zurückzulegen. Viele Haushalte orientieren sich an einer Sparquote zwischen 10 und 20 Prozent des Nettoeinkommens. Wichtiger als eine bestimmte Prozentzahl ist jedoch, dass Sie dauerhaft und regelmäßig sparen.

Steigen die Preise für längere Zeit deutlich an, verliert unverzinstes Guthaben an Kaufkraft. Welche Geldanlage in diesem Fall geeignet ist, hängt vor allem von Ihrer Anlagedauer ab. Für langfristige Ziele kommen häufig breit gestreute Wertpapieranlagen infrage. Eine Kombination verschiedener Anlageformen hilft oft dabei, Sicherheit und Inflationsschutz miteinander zu verbinden.

Gold gilt vielen Menschen als wichtiger Baustein zur Stabilisierung des Vermögens. Es wirft jedoch keine Zinsen oder Erträge ab und unterliegt teilweise deutlichen Preisschwankungen. Deshalb eignet sich Gold meist eher als Ergänzung eines breit angelegten Vermögens.

Überlegen Sie zunächst, ob Sie den gesamten Betrag kurzfristig benötigen könnten oder ob Sie das Geld bzw. einen Teil davon langfristig anlegen möchten. Fehlt Ihnen zum Beispiel noch ein Notgroschen, sollte diese Rücklage Vorrang haben. Geld, das Sie in den nächsten Jahren benötigen, sollten Sie anders anlegen als Vermögen, auf das Sie eine Weile verzichten können. Eine Aufteilung auf verschiedene Anlageformen kann helfen, beide Aspekte in einer Anlagestrategie zu verbinden.

Als Orientierung gilt häufig eine Reserve von drei bis sechs Monatsausgaben. Wie groß Ihr Notgroschen tatsächlich ausfallen sollte, hängt jedoch von Ihrer derzeitigen Situation ab. Selbstständige benötigen oft höhere Rücklagen als Beschäftigte mit einem regelmäßigen Einkommen. Wichtig ist vor allem, dass Sie bei unerwarteten Ausgaben nicht auf langfristige Geldanlagen zurückgreifen müssen.

Für Rentnerinnen und Rentner eignet sich häufig eine Kombination aus Tagesgeld und Festgeld. Auf dem Tagesgeldkonto bleibt eine Reserve für laufende oder unerwartete Ausgaben jederzeit verfügbar. Geld, das Sie erst in einigen Jahren benötigen, können Sie auf mehrere Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten verteilen. Kurzlaufende Staatsanleihen von Staaten mit hoher Bonität kommen ebenfalls infrage, können bei einem Verkauf vor der Fälligkeit jedoch im Wert schwanken.

Überlegen Sie sich, auf wie viel Geld Sie längere Zeit verzichten können und wie lang Sie die Summe anlegen wollen. Legen Sie anschließend fest, welchen zwischenzeitlichen Verlust Sie finanziell verkraften könnten, ohne die Anlage verkaufen zu müssen. Fragen Sie sich zusätzlich, ob Sie bei einem Kursrückgang von etwa 10, 20 oder 30 Prozent ruhig bleiben oder aus Sorge verkaufen würden. Je kürzer die Anlagedauer und je geringer Ihre Verlustbereitschaft, desto defensiver sollte Ihre Geldanlage ausfallen. Ein Beratungsgespräch bei Ihrer Bank ist nicht unbedingt nötig, kann Ihnen aber helfen, Ihre Einschätzung zu überprüfen und passende Anlageformen auszuwählen.

Überprüfen Sie Ihre Geldanlage regelmäßig und passen Sie sie an veränderte Lebensumstände an. Ein Immobilienkauf, der Eintritt in den Ruhestand oder eine Einkommensänderung können dazu führen, dass Ihre bisherige Anlagestrategie nicht mehr zu Ihren Zielen passt. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig Ihre Rücklagen, Ihre Anlagedauer und Ihre Risikobereitschaft. Bei größeren Veränderungen kann eine persönliche Beratung sinnvoll sein.

Ja. Unterschiedliche Anlageformen erfüllen häufig unterschiedliche Aufgaben. Während ein Teil Ihres Vermögens jederzeit verfügbar bleiben sollte, eignet sich ein anderer Teil fürs dauerhafte Anlegen, damit Sie Ihre mittel- oder langfristigen Ziele erreichen können. Planen Sie beispielsweise mit Wohneigentum, so verteilen Sie einen Teil Ihres Geldes in einen Bausparvertrag, Tagesgeld- und Festgeldkonten, um unterschiedliche Ziele abzudecken.

Staatsanleihen von Ländern mit hoher Bonität gelten grundsätzlich als sicher. Im Unterschied zu Festgeld unterliegen ihre Kurse jedoch während der Laufzeit Wertschwankungen. Festgeld dagegen bietet garantierte Zinsen und Sie erhalten Ihr Kapital am Ende der Laufzeit auf jeden Fall wieder zurück.

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