Indexherausgeber wie die Deutsche Börse überprüfen regelmäßig, ob die Aktie eines Unternehmens noch die nötigen Kriterien erfüllt. Wenn bei einem Unternehmen die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind oder ein neuer Titel besser in den Index passt, wird ausgetauscht. Auch die Gewichtung einzelner Aktien im Index kann sich verändern.
Oft spielt dabei die Marktkapitalisierung die entscheidende Rolle. Die Marktkapitalisierung ist der Börsenwert eines Unternehmens, der sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Aktienkurs ergibt. Manche Indizes gewichten hingegen alle Aktien gleich oder richten sich nach dem Aktienkurs.
Bei der Berechnung eines Index kommt es darauf an, ob es sich um einen Kurs- oder Performanceindex handelt. Ein Kursindex wie der Dow Jones berücksichtigt nur die Aktienkurse. Performanceindizes wie der DAX, MDAX oder SDAX beziehen zusätzlich Dividenden mit ein, als würden Anlegende sie direkt wieder investieren. Auch die Methode zur Gewichtung ist entscheidend: So geben preisgewichtete Indizes wie der Dow Jones teuren Aktien mehr Einfluss.
Basiert der Anteil am Index auf dem Börsenwert, wie beispielsweise beim S&P 500, spielt der Aktienkurs hingegen keine Rolle. Die Indexanbieter berechnen die Werte meist börsentäglich und passen sie regelmäßig an – so bleibt der Index ein aussagekräftiger Maßstab.