Real Estate Investment Trusts sind börsennotierte Gesellschaften, die sich auf Immobilien spezialisieren. Sie investieren nicht aus dem eigenen Vermögen heraus in einzelne Immobilienobjekte. Stattdessen bündeln sie Kapital von einer Vielzahl von Anlegenden und setzen es für den Erwerb, die Vermietung, die Verwaltung oder in einigen Fällen auch die Fremdfinanzierung von Immobilien ein. Dabei kann es sich um Bürogebäude, Logistikzentren, Einkaufszentren oder auch Wohnanlagen handeln. Einige REITs spezialisieren sich nicht auf ein Segment, sondern investieren in Immobilien aus verschiedenen Branchen.
Im Unterschied zu klassischen Immobilienunternehmen gelten für REITs besondere gesetzliche Rahmenbedingungen. So genießen sie in vielen Ländern steuerliche Vorteile, beispielsweise den USA, Kanada, Deutschland und auch Japan. Dafür verpflichten sie sich, den Großteil ihrer Gewinne an ihre Aktionärinnen und Aktionäre auszuschütten. In den USA und vielen anderen Staaten müssen REITs mindestens 90 Prozent ihrer steuerpflichtigen Gewinne in Form von Dividenden ausschütten.
Es gibt aber auch abweichende Regelungen. In Australien beträgt die Ausschüttungspflicht sogar 100 Prozent des Gewinns. Mit der hohen und festgeschriebenen Dividende ähneln REITs rein strukturell einem Fonds. Allerdings handelt es sich bei der Gesellschaft eher um ein Unternehmen, dessen einzelne Aktie handelbar ist.