Es gibt 3 verschiedene Arten von Währungsrisiken:
Translationsrisiko: Das Translationsrisiko oder Umrechnungsrisiko ist vor allem bei Wertpapieren von international agierenden Unternehmen wichtig. Es tritt auf, wenn ein Konzern, der in mehreren Ländern mit unterschiedlichen Landeswährungen tätig ist, seine finanzielle Bilanz konsolidiert. In diesem Prozess rechnet der Konzern seine Ergebnisse aus den Fremdwährungen in die heimische Währung um. Die Ergebnisse können die Wahrnehmung der finanziellen Stärke des Unternehmens beeinflussen, auch wenn die Wirtschaftsleistung unverändert geblieben und die Zahlen nur durch einen nachteiligen Umrechnungskurs zustande gekommen sind.
Transaktionsrisiko: Vom Transaktionsrisiko ist die Rede, wenn ein Unternehmen, eine Bank oder eine andere wirtschaftliche Person noch auf die Zahlung eines offenen Betrags in einer Fremdwährung wartet. In diesem Fall besteht das Risiko, dass sich zwischen dem Datum, an dem die Schulden entstanden sind, und dem Rückzahlungsdatum der Wechselkurs verändert, und sich das nachteilig auf den endgültigen Geldbetrag auswirkt.
Wirtschaftliches Risiko: Im Gegensatz zum Translations- und Transaktionsrisiko geht es beim wirtschaftlichen Risiko um langfristige Auswirkungen von Wechselkursänderungen. Es ist vor allem für Unternehmen von Bedeutung, die in Märkten mit starken Währungsschwankungen tätig sind. Ein hohes wirtschaftliches Risiko führt dazu, dass strategische Entscheidungen schwerfallen, weil Prognosen zur Stabilität der Fremdwährungen nur schwer zu treffen sind. Umsatz- und Gewinnzahlen sind dauerhaft von Währungseffekten beeinflusst. Betroffene Unternehmen müssen die Entwicklung der Währungskurse sehr genau beobachten und in der Lage sein, auf Veränderungen schnell zu reagieren.